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Alt 18.01.2010, 21:46
wach wach ist offline
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Beiträge: 77
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Hallo Egon,

Alexandra hätte es nicht besser erklären können.
Wie alt ist Dein Töchterchen? Schreib es mir mal bitte.

Wichtig: Ihr beide habt wie die meisten Paare die sich auseinandergelebt haben die Tendenz sich als Opfer Eurer Beziehung zu fühlen und da kommt es traurigerweise gerne zu Machtgehabe über die Kinder. So wie Du die Lage schilderst stehst Du ja richtig unter Druck. Den musst Du aber schnell los werden, da Du für dass was auf Dich zu kommt klar im Kopf sein musst.

Es geht bei einer Scheidung darum verantwortungsbewußt Güter und Leistungen zu trennen und gemeinsam nach guten Lösungen für die weitere Versorgung Eures Kindes zu zu suchen. Dass Du Dir im Augenblick nicht vorstellen kannst mit Deiner Tochter so zusammenzuleben wie Du es gewohnt bist ist sehr gut verständlich und die Angst vieler Eltern im Vorfeld einer Trennung. Aber eine Trennung ändert viel, weil es immer Konsequenzen hat, natürlich auch wenn es Dir gelingt, dass Deine Tochter ihren Lebensmittelpunkt bei Dir findet. Denn der Lebensmittelpunkt scheint von großer Wichtigkeit zu sein, aber Hinblick auf einen qualitativ hochwertigen Umgang und befriedigender Zusammenarbeit nach der Trennung wird es überbewertet. Auch wenn Deine Tochter irgendwann bei ihrer Mutter ihren Lebensmittelpunkt zugesprochen bekommen sollte kannst Du ja dennoch viel Umgang mit ihr haben, übernachtet sie bei dir und musst weiterhin für sie zusammen mit der Kindesmutter wichtige Entscheidungen treffen.

Du solltest Dich ernsthaft mit Deinen Gefühlen und Deiner Angst vor Neuem auseinandersetzen und schon im Vorfeld einer Gerichtsverhandlung unbedingt eine Gesprächsbasis mit Deiner Frau erarbeiten ... ... Wenn es klar ist, dass ihr euch trennnen werdet und ihr euch nicht über den zukünftigen Lebensmittelpunkt, Umgangsgestaltung und die groben Erziehungsziele verständigen könnt solltest du beim zuständigen ASD/Jugendamt um ein Beratungsgespräch bitten. Es wäre einfach von Vorteil mit den Profis zusammen alles gut vorzubereiten bevor es zu unschönen Szenen vor dem Familiengericht kommt. Der ASD/Jugendamt bieten natürlich nicht nur einzelne Beratung an, sondern auch Beratungsgespräche für beide Erziehende.



Zitat:
Zitat von Egon Beitrag anzeigen
Was kann ich als Mann am besten tun.
Also ...

1. Gebe Dich bitte nicht so sehr Deinen Ängsten hin, sondern schau den möglichen Konsequenzen ins Auge, denn eine Trennung bringt neben den schweren Gefühlen auch viel Neues.

2. Versuche mit allen Mitteln schon vor einer gerichtl. Scheidung so viel Klarheit über die Zukunft eurer gemeinsamen Tochter herzustellen wie es geht. Versuche Deine Frau wenns geht irgendwie ins Boot zu holen, ihr habt noch viele Jahre miteinander zu tun und müsst noch viele wichtige Entscheidungen zusammen treffen. Das musst du/ihr nicht alleine bewältigen, es gibt Hilfen vor Ort.

3. Vorhaltungen vor Gericht oder die Nummer "Wer ist der bessere Erziehende" hauen vor einem moderenen und guten Gericht nicht hin. Das Gericht versucht in erster Linie eine gemeinsame Entscheidung zu fördern und sie wenn es geht nicht per Beschluss zu Bestimmen. Ihr seit Erwachsen und habt alles dafür zu tun, dass es eurem Kind in seiner Entwicklung gut geht und eure eigene Ängste nicht das Kind bei der Ausgestaltung von Umgang und Lebensmittelpunkt zereissen oder in Loyalitätskonflikte stürzt.

4. Wenn Du weitere Fragen hast schreib uns hier im Forum. Viele, so wie ich haben beruflich mit der Thematik zu tun und können Dir auch fachkompetente Tipps und Hilfestellungen geben.

Geändert von wach (18.01.2010 um 22:45 Uhr)
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