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#1
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| Hallo, Ich weiß nicht, ob mir hier jemand helfen kann, aber es würde mich sehr freuen, falls irgendwer einen Rat weiß. Mein Mann und ich haben uns getrennt und sind nun seit dem 20. März getrennt lebend in der gemeinsamen Wohnung. Mein Mann (30) bekommt Hartz 4 und ich (23) befinde mich noch in einer Ausbildung, wodurch ich ungefähr 600 Euro im Monat habe. Ansprüche auf Unterstützung habe ich -laut Amt- keine, ausser BaB, was beantragt ist und in ca. 2 Monaten abgelehnt werden dürfte, weil mein Vater als Beamter genug verdient. Die Wohnung ist bereits gekündigt, jedoch mit der üblichen 3 Monats-Frist. Wir haben den Vertrag beide unterschrieben. Der Vermieter möchte mich nicht aus dem Vertrag austreten lassen und meinen Exmann als Einzelmieter eintragen, wodurch die Arge ihm die Miete für die drei monate tragen helfen müsste. Da ich mit den 600 Euro keine 2 Wohnungen halten kann, kann ich also auch vor Ablauf der 3 Monate nicht ausziehen. Das Problem bei der Sache ist, dass ich eine manisch-depressive Borderline-Störung habe und es für mich eine wirkliche Tortur ist mit meinem Nochmann in einem Haushalt zu leben. Zurzeit befinde ich mich in keiner Therapie, weshalb meine Hausärztin mich vorerst länger krankgeschrieben hat, weil ich nervlich komplett am Ende bin. Meine Frage ist jetzt: Gibt es irgendwelche Sonderreglungen für Härtefälle, dass mir irgendein Amt oder irgendwas (Hilfsorganisationen oder irgendsowas) meinen Mietanteil für die 3 Monate hier bezahlt, damit ich ausziehen kann? Wo müsste ich mich überhaupt hinwenden, da ich ja eigentlich nichts bekomme? Es wäre wirklich schön, falls mir irgendwer weiterhelfen könnte. Danke. |
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#2
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| Hallo ShadValkyrie, Dir müsste noch Kindergeld zu stehen. Wenn es deine erste Ausbildung ist,dann sind deine Eltern dir unterhalts- pflichtig. Dir stehen 670€/mtl. zu. Davon wird allerdings dein Azubi-Lohn und das Kindergeld abgezogen. lg edy |
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#3
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| Danke für die schnelle Antwort. Also Kindergeld ist in den 600 Euro schon mit drin. Ohne hätte ich ungefähr 420. Meine Eltern möchten/können nicht für mich aufkommen. Zumal ich ja mit dem Geld auch keine 2 Mieten bezahlen könnte. Es ist wirklich nur das Problem mit den letzten drei Monaten der Miete, weil ich psychisch einfach am Ende bin. Ich neige zu autoagressivem Verhalten, weshalb es für mich auch "lebensgefährlich" ist mit ihm weiterzuwohnen. (klingt vieleicht verquer, ist aber eben krankheitsbedingt leider so) Ich weiß eben nur wirklich nicht an welche Stellen ich mich jetzt wenden soll, weil ich auch am Telefon immer schön weiter rumgeleitet werde. Und gibt es in Härtefällen einen Anspruch auf irgendwas, dass ich aus dieser Wohnung rauskann? |
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#4
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| Hallo ShadValkyrie, Hast du denn schon eine neue Wohnung? Wie wär's noch für die nächsten 3 Monate in einem Zimmer bei den Eltern? Vielleicht gibt's Möglichkeiten über Hilforganisationen ( Caritas,kirchliche Einrichtungen) ? Freunde? lg edy |
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#5
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| Eine neue Wohnung hab ich noch nicht, weil ich eben auch Angst habe, dass ich die am Ende doch nicht bezahlen kann, weil ich die alte noch bezahlen muss. Aber ich habe natürlich schon nach einer neuen gesucht (mit einer Freundin zusammen als WG) und auch schon ein paar Angebote, weil der Vermieter am Anfang zugesagt hatte, dass es kein Problem wäre, wenn ich aus dem Vertrag austrete. Da er es sich nun aber doch anders überlegt hat, werde ich vorerst auch kein Angebot annehmen, weil ich wirklich keine Schulden machen will. Zu meinen Eltern kann ich leider nicht. Die neue Frau meines Vaters möchte mich nicht in der Wohnung haben und meine Mutter hat keinen Platz. Und mein Freundeskreis setzt sich leider großteilig nur aus Azubis oder Hartz 4 empfängern zusammen, weshalb die mir weder Geld leihen noch wirklich einen Schlafplatz geben könnten, weil sie auch in sehr kleinen Wohnungen wohnen. Ich hab heute schon mit der Diakonie telefoniert, aber die meinten, sie könnten da auch nichts machen. Caritas klingt aber gut, da werd ich es nochmal versuchen, das ist ein guter Hinweis. Danke. ^^ |
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#6
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| guten morgen, wenn wir vom maximalfall (3 monate ) ausgehen, kommt da ja nicht wirklich ein Riesenbetrag zusammen. Und bis du einen Vertrag für die zweite Wohnung überhaupt unterschrieben hast, wären es evtl. sogar nur noch eine Doppelbelastung von 2 Monaten. nicht das ich falsch verstanden werde: Wenn man überhaupt keine Kohle besitzt, ist jeder cent Geld - das meinte ich deshalb mit meinem obigen absatz auch nicht. sondern vielmehr möchte ich auf folgendes hinaus: du sagtest dein Vater sei beamter. Ich denke, es sollte ihm möglich sein, dir für den anstehenden betrag einen zinslosen kredit einzuräumen. (das fällt ja nichtmal unter kleinkredit...) diesen könntest du bei ihm dann irgendwann wieder abstottern. denn was ich nicht verstehe: einerseits hattest du geschrieben, dass bereits frühere anträge auf finanzielle unterstützung aus dem grund abgelehnt wurden, da dein vater als beamter genügend einkommen hätte. andererseits schreibst du anschließend, er hätte kein geld. das passt nicht wirklich zusammen. hat er das geld, aber er möchte es dir nicht geben da euer verhältnis den bach runtergegangen ist? oder wie dürfen wir diese situation verstehen? |
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#7
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| Hallo, Mein Vater und ich sprechen nicht mehr miteinander. Er wird aber noch bei allen Berechnungen einbezogen, obwohl er sich weigert mich irgendwie zu unterstützen. Ich hatte geschrieben, dass meine Eltern mich nicht unterstützen können/wollen, weil eben meine Mutter nicht kann und mein Vater nicht will. Einen Kredit würde er dementsprechend auch nicht für mich aufnehmen. |
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#8
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| Hallo, es ist immer schlimm, wenn das familiäre verhältnis gestört ist. ich habe auch seit rund 8 jahren keinen kontakt zu meinem vater. das er dir dementsprechend keinen kredit einräumen möchte, ist dann natürlich klar. aber es stört mich dann grundsätzlich, dass du in verschiedener hinsicht benachteiligt bist. es kann nämlich andererseits nicht angehen, dass du evtl. finanzielle hilfe untersagt bekommst aufgrund der vermögensverhältnisse deines vaters, diese aber nicht nutzen kannst und unterm strich mit leeren händen zurück bleibst. wenn es hart auf hart käme, könnte sich dein vater deiner finanziellen situation nicht entziehen. er ist für dich nicht nur barunterhaltspflichtig, sondern die zweite person (nach deinem ex-mann), welche laut unterhaltsregelungsfolge zu helfen hat. meine mutter hat sogar kürzlich gemeint, dass eltern mittlerweile finanziell einspringen müssen, bis das kind 27 jahre alt ist. hab das aber jetzt nicht überprüft. bloß kann ich mir natürlich vorstellen, dass du dies von ihm auch evtl. gar nicht annehmen möchtest, aufgrund des festgefahrenen verhältnisses... |
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#9
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| Hey! Das ist alles in allem echt eine krasse Situation, zumal Du es durch Deine Krankheit allein schon schwer genug hast. Leider kann ich das mit dem schlechten Verhältnis zu den Eltern nachvollziehen. Es ist nicht wirklich leicht jemand anderem hier Rat zu geben. An Deiner Stelle würde ich mit dem Amt für Wohnen und Migration (oder so ähnlich) in Deiner Nähe, vielleicht auch mit der Arbeitsagentur (was gibts für Möglichkeiten) und mir zudem psychologische Unterstützung holen. Insofern hast Du die Kontakte so gestreut, so dass da was dabei rauskommen müsste. Ich hoffe, ich konnte helfen. |
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#10
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