Wochenregelung - Was kann man dagegen tun.

      Wochenregelung - Was kann man dagegen tun.

      Hallo,

      Meine Lebensgefährtin hat 2 Kinder ( 3 und 6 ) mit in unsere Beziehung gebracht. Sie hat mit dem KV das gemeinsame Sorgerecht. Nach der Trennung wurde gemeinsam mit dem JA eine Wochenregelung eingeführt. Die Kinder leben nun eine Woche bei ihm und eine Woche bei ihr. Das seit ca. einem Jahr. Meine Lebensgefährtin war damals eigentlich damit nicht einverstanden, hat sich aber überreden lassen. Leider ist diese Regelung absolut abträglich für die Entwicklung der Kinder. Der Wechsel, wenn die Kinder zu Ihm sollen ist ein Krampf. Beide weinen bitterlich und wehren sich mit Händen und Füßen. Beim KV werden die Kinder vorm TV geparkt, nicht in die KiTa gebracht, mit Süßigkeiten ruhig gestellt. Unsere Quelle kommt hierbei aus erster Hand. Natürlich passiert noch einiges mehr, was uns Sorgen bereitet. Die KiTa berichtet von auffälligem Verhalten des 2 Jährigen, in der Zeit, in der er beim KV lebt. Er schlägt und spuckt wohl und benutzt unpassende Wörter. Eine Kommunikation mit dem KV ist nicht möglich, da er diese größtenteils verweigert. Es findet keine Konversation oder Absprachen während des Kinderwechsels oder sonst wann statt. Einzig auf die Frage, ob die Wochenregelung geändert werden könnte antwortete er "Das bleibt wie es ist! Du kannst vergessen, dass du Unterhalt von mir bekommst". Das JA ist mehrfach von uns informiert wurden, beruft sich hierbei natürlich aber nur auf seine beratende Funktion.

      Unser Wille ist es nun diese Regelung zu kippen und die Kinder überwiegend bei und zu behalten. Um unsere Möglichkeiten zu prüfen, waren wir bei einem Anwalt. dieser riet uns, dass wir dem KV einfach am Tag vor dem Wechsel ankündigen sollen, dass wir einen Aufenthalt der Kinder bei Ihm aus genannten Gründen für nicht richtig halten und ihm somit die Kinder verweigern. Das ist genau, was wir wollen. Jedoch sind wir uns zu unsicher und haben zu viel Angst vor den evtl. Folgen. Der Anwalt behauptet, selbst wenn der KV mit Polizei an die Tür klopft, werden diese nichts tun können. Der KV muss zu einem Anwalt und bei Gericht eine Verfügung einreichen, dass die Wochenregelung beibehalten wird. In der Zeit bis zur Anhörung vor Gericht sollen wir dem KV die Kinder verweigern. Dann gilt es natürlich das Gericht von unserem Willen zu überzeugen und zum Wohle der kinder zu handeln. Aber das wäre dann die Weiterführung. Meine Frage ist nun, ob der Anwalt sich hier nicht etwas weit aus dem Fenster lehnt. Kann der KV uns nicht einfach Kindesentführung vorwerfen und die Kinder wenn nötig mit polizeilicher Gewalt zu sich holen? Kann das nicht nach hinten los gehen und bewirken, dass meine Lebensgefährtin das SR verliert?

      Vielen Dank schonmal im für's Lesen und Antworten

      Lg
      Hi,

      das kann, aber muss nicht funktionieren, was der Anwalt da sagt. Der Schuss kann auch nach hinten los gehen, in dem Sinne, dass das Gericht dann schon wegen der Unzuverlässigkeit der Mutter entscheidet, dass die Kids ganz zum Vater kommen. Also, volles Prozessrisiko. Würde ich nicht eingehen und empfehle es hier auch nicht.

      Wir haben mal wieder ein gescheitertes Wechselmodell. Ich hab immer das Gefühl, außer mir finden alle das super. Nur, so ein Modell funktioniert nur, wirklich nur, wenn die Eltern noch miteinander kommunizieren können UND die Kinder das Modell verkraften. Unerheblich ist, ob die Kinder weinen, wenn der Wechsel stattfindet. Das hat man oft. Ein Beispiel: ich hatte seinerzeit eine Kinderfrau, die während meiner Berufstätigkeit in meiner Wohnung das Kind hütete. Es weinte immer bitterlich, wenn ich aus dem Haus ging. Ich war fertig, den ganzen Tag (Rabenmutter). Kinderfrau sagte mir, dass das Kind sofort aufhören würde mit dem Theater, wenn ich im Auto sass. So bin ich dann einmal wieder ausgestiegen, zurück ins Haus gegangen, und fand ein fröhlich spielendes Kind vor. So sind sie halt, die Kids. Ein Gespür für die Schwachstellen der Eltern ist da. Das zu eurer Beruhigung.

      Nein, ich würde die Kids nicht einfach zurückhalten. Diesen Stress muss man weder sich selbst noch den Kindern antun. Und wer garantiert, dass der Vater die Kids nicht vor Hort/Schule abfängt? Die Polizei würde in so einem Fall ohnehin nichts tun. Es ist auch nicht Aufgabe der Polizei, da irgendwie privatrechtlich tätig zu werden.

      Ich würde wie folgt vorgehen: Brief an Kindsvater schreiben, mitteilen, dass das Wechselmodell gescheitert ist, und um Vorschläge unter Fristsetzung bitten. Diesen Brief per Einschreiben schicken. Wenn die Frist ergebnislos abläuft, zum Familiengericht gehen, Antrag auf Übertragung des alleinigen Aufenthaltsbestimmungsrechts stellen. Das sollte geschickterweise ein Anwalt tun. Und, bis dahin über alles Protokoll führen, so dass man auch was nachweisen kann.

      Herzlichst

      TK
      Sind Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht nicht voneinander unabhängig? Meistens hat das ja die Mutter und dem Fall könnte sie doch -- vielleicht nach schriftlicher Ankündigung -- davon Gebrauch machen, oder nicht? Nach (rechtsunverbindlicher) Auskunft unseres JAs haben Mütter in der Regel fast immer das letzte Wort, wenn es um ihre Kinder geht.
      Gruß
      Thorsten
      Danke für eure Antworten.

      Zunächst: die beiden teilen sich auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

      So wie Jugendämter "in der Regel" behauptungen aufstellen behaupte ich, dass zumindest die Jugendamtmitarbeiter, die ich kenne "in der Regel" auch völlig unfähig sind. Zur Aussage "Mütter haben das letzte Wort". Ich selbst habe auch eine eigene Tochter seit ich 18 bin. Ich bin allein Sorgeberechtigt und die kleine ( mittlerweile 10 Jahre alt ) lebt von Geburt an bei mir. Meiner Meinung nach ist diese Aussage des Jugendamtes also nur mal wieder ein Beweis dafür, dass Mütter grundsätzlich besser und fähiger sind. Zumindest nach dereen Meinung. In unserem aktuellen Fall ist das ja allerdings nicht von Nachteil. Weiteres Beispiel. Ein Zusammenziehen wird früher oder später bei uns unausweichlich sein. Folglich teilte uns der JA Mitarbeiter auf unsere Anfrage hin mit, dass dies uneingeschränkt innerhalb 200 Km möglich sei, ohne den KV zu informieren. Würden wir darauf vertrauen, würden wir wohl beide im Gefängnis landen. Aber das soll hier nicht Thema sein.

      @ Tk:

      Ich denke auch, dass das nach hinten los gehen kann. Deshalb bin ich mir da auch so unsicher. Der Anwalt hat ja gut reden. Sind ja nicht seine Kinder die darunter leiden müssen.

      Ich kann dir auch nur voll und ganz beipflichten, was deine Meinung zum Wechselmodell angeht. Das funktioniert nur wenn alle an einem Strang ziehen, die Erziehungsmethoden sehr ähnlich sind und sich wirklich alle Mühe geben. Ich behaupte, dass je älter Kinder sind diese das Wechselmodell auch besser annehmen. Aber auch nebensache.

      Leider stecken unsere Kinder das ganze NICHT innerhalb weniger Augenblicke weg. Bei Ihm sind die Kinder bis Mitte der Woche niedergeschlagen und rebellieren. Bei uns merken wir den Einfluss des Vaters. Sie wollen rein gar nichts Essen, da er ihnen das Essen förmlich reinzwingt. Sie sagen Sie haben Angst es nicht zu schaffen, weil sie dann schlimmen Ärger bekommen. Die zu überzeugen, dass das bei uns nicht so läuft dauert leider. Eine Ausnahme bilden natürlich Süßigkeiten. Was das angeht verstehen sie natürlich wiederrum nicht, dass es bei uns nicht zu jeder Tagszeit Schokolade gibt. Genau so wenig verstehen sie nicht, dass es nicht direkt nach dem Aufstehen Trickfilme gibt. Wobei wir das recht gut kompensieren können, da wir uns im gegensatz zu ihm mit den Kindern beschäftigen.

      Die Sache mit dem Kindergarten habe ich beim Anwalt auch angesprochen. Herr Anwalt meinte, dass wir mit dem Risiko leben müssen. --> Nicht mit uns!

      Weiterhin riet er uns dem Jugendamt alles mitzuteilen was uns stört. Und das wieder und wieder, ganz einfach, damit die von Anfang an bescheid wissen. --> das tun wir ohnehin.
      Auch sollen wir den Kindergarten mit ins Boot holen. --> auch bereits der Fall / die Initiative kommt hier allerdings von der KiTa selbst,. da die auch merken, dass hier was falsch läuft.

      Schlussendlich erklärte er uns auch, dass es auf eine vollständige Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts hinauslaufen wird. Nur ist mir seine Herangehensweise eher Suspekt.
      Ich würde wohl eher deine Variante bevorzugen.

      Danke

      Beste Grüße
      Hi,

      Mütter haben in der Tat fast immer das letzte Wort. Zumindest in den Familien, in denen das klassische Modell gelebt wird. Sie also zu Hause, er arbeitet. Da ist es natürlich und auch kindgerecht, dass die Mütter bestimmen, wo es lang geht. Anders sieht es aus, wenn beide Elternteile arbeiten oder aber der Vater zu Hause ist und die Mutter arbeitet. Dann hat nämlich der Vater das letzte Wort. Auch das ist natürlich und kindgerecht. Und wir haben es hier mit Kindern zu tun, müssen keine statistische Häufigkeit errechnen.

      Aufenthaltsbestimmungsrecht ist integrierter Bestandteil des Sorgerechts. Gerade beim Wechselmodell hat keiner das letzte Wort. Warum auch? Und - das Wechselmodell ist so ziemlich die teuerste Alternative, die es gibt. Doppelt viel Garderobe, später 2 PCs und so weiter. Das muss man sich auch leisten können. Auch bei älteren Kindern funktioniert es auf Dauer selten. Ich kenne viele Fälle, in denen es vielleicht funktionieren könnte, aber nicht tut, einfach, weil es den Kindern zu stressig ist. Und - die Erziehungsmethoden müssen in etwa übereinstimmen. Man muss sich abstimmen, was wann für die Schule wie gelernt wird u.s.w.

      Nur, hier mit dem Holzhammer zu arbeiten, das wäre mir zu risikobehaftet und nicht kindgerecht.

      Noch ein Hinweis: Du schreibst immer "wir." Dich geht es im Prinzip nichts an. Heiz die Stimmung nicht an, indem du das auch im Außenverhältnis tust. Es ist Angelegenheit der Mutter.

      Herzlichst

      TK
      Hallo,

      Ironmaik87 schrieb:

      Das bleibt wie es ist! Du kannst vergessen, dass du Unterhalt von mir bekommst"



      Diese Aussage stimmt natürlich nur wenn beide gleiches bereinigtes Einkommen haben und der Selbstbehalt

      gewahrt bleibt.

      lg
      edy
      Eine freundliche Begrüßung bei jedem Beitrag, ist eine Werschätzung gegenüber den Antwortgebern
      z.B. "Hallo"
      das ist ein Laienforum, die Antworten sind nicht rechtverbindlich.
      Grüße,

      Im Falle meiner eigenen Tochter, für die ich das volle Sorgerecht habe, war die Mutter nicht Arbeitstätig. Ich aber schon. Dennoch konnte ich die Sache für mich entscheiden. Mir kommt es suspekt vor, dass eine Arbeitslose Mutter gegenüber einem vielleicht gut verdienenden Vater Vorrechte haben soll. Sicher hat diese evtl. mehr Zeit für die Kinder, wird aber sicher dem Steuerzahler auf der Tasche liegen und den Kindern zumindest finanziell weniger bieten können. Wer Kinder möchte muss meiner Meinung nach auch Arbeit und Erziehung sinnvoll miteinander vereinbaren können. Wobei ich hierbei sagen muss, dass damals bei mir das JA auch der Meinung war meine Tochter zu ihrer arbeitslosen Erzeugerin ohne Ausbildnug zu stecken und bekundeten dies so vor Gericht. Glücklicherweise konnte diese Meinung nicht vom Gericht geteilt werden.

      Wie aber schon richtig festgestellt, kann man was dieses Thema angeht sicherlich keine vernünftige Statistik führen. Es kommt eben auf jeden einzelnen Fall an.

      Zum Holzhammer: Aus eben diesem Grund hole ich mir unter anderem hier weitere Meinungen und Ideen ein, da mir der Weg vom Anwalt nicht richtig erscheint.

      Rechtlich gesehen geht mich diese Sache natürlich rein gar nichts an. Völlig richtig. Aber ich schreibe ganz bewusst "wir" und betrachte das Problem ebenso als meines. Es geht immerhin auch um meine Zukunft und um das Verhältnis zwischen mir und den Kindern. Und auch um die Beziehung zu meiner Lebensgefärtin. Das ich mich prinzipiell aber raushalten MUSS, wenn es um die Erwirkung einer Änderung geht ist mir völlig klar. Ich möchte ja in dieser Sache schließlich auch kein weiterer Punkt sein, der Unruhe stiftet. Ich befasse mich mit dem Thema. Mir ist das Wohl der Kinder das wichtigste und stärke meiner Partnerin den Rücken. So sehe ich meine Aufgabe.

      Zwecks Unterhalt stimmt das natürlich. Zunächst gilt, dass wir weder auf irgendwelche Zahlungen angewiesen sind, noch welche von ihm wollen. Wir verdienen beide nicht schlecht. Er hingegen ist nur geringfügig beschäftigt. Von daher gäbe es wahrscheinlich eh keine Zahlungen.

      Ich finde die bisherige Diskussion interessant und auch Lehrreich. Danke auch nochmal für die Beteiligung. Allerdings denke ich sollten wir wieder zum Kernthema zurückkehren.

      Den Lösungsweg von TK finde ich persönlich erst einmal vernünftig. Gibt es hierzu oder auch allgemein noch Tips zum thema oder andere Vorschläge wie man vorgehen könnte?

      Nochmal zum Thema meiner Rolle in dieser Sache. Gibt es etwas, außer meiner Unterstützung, was ich tun kann? Ich fühle mich hierbei oft sehr Hilflos.

      Danke Euch!

      timekeeper schrieb:

      Hi,
      Das Wechselmodell ist so ziemlich die teuerste Alternative, die es gibt. Doppelt viel Garderobe, später 2 PCs und so weiter. Das muss man sich auch leisten können. Auch bei älteren Kindern funktioniert es auf Dauer selten. Ich kenne viele Fälle, in denen es vielleicht funktionieren könnte, aber nicht tut, einfach, weil es den Kindern zu stressig ist. Und - die Erziehungsmethoden müssen in etwa übereinstimmen. Man muss sich abstimmen, was wann für die Schule wie gelernt wird u.s.w.

      Noch ein Hinweis: Du schreibst immer "wir." Dich geht es im Prinzip nichts an. Heiz die Stimmung nicht an, indem du das auch im Außenverhältnis tust. Es ist Angelegenheit der Mutter.


      Das ist auch im Grunde ein klassischer Fall, viele Männer versuchen sich gegenüber der neuen Partnerin einzubringen, übersehen dabei aber dass der leibliche Vater durchaus in der Lage ist seine eigenen Kinder zu erziehen.
      Man nimmt die Aussagen der Partnerin ungeprüft hin, stellt deren Meinung - die meist von Wut, Hass oder Enttäuschung über die gescheiterte Beziehung geprägt ist - nicht in Frage.

      @Ironmaik:
      Punkt 1: Kinder weinen fast immer wenn ein Wechsel ansteht, da ändert auch eine WE Betreuung nichts dran. Du musst immer dran denken dass die Kinder u.U auch beim Papa weinen wenn sie wieder zur Mama müssen. Du musst das akzeptieren und du darfst nicht Partei für deine Partnerin ergreifen.

      Punkt2: Umgang und Betreuung von Kindern ist kein Detektivspiel, wahrscheinlich werden die Kinder befragt was sie beim Papa gemacht haben usw... Das sollte man unterlassen, beide (!) Eltern machen ihre Arbeit und gut ist.
      solange ihr (Du und deine Partnerin) Argumente gegen den Vater sucht, solange werdet ihr diese finden... Seid froh dass ihr Zeit für Eure Beziehung habt und der Vater Euch diese gibt.

      An der Stelle kann man nur eines Raten... Aus dem Konflikt sollte der neue Partner sowie die Kinder heraus gehalten werden. Jeder muss Fehler des Anderen akzeptieren, dies ist normal und menschlich.

      @timekeeper

      Das Wechselmodell hat durchaus Vorteile wenn sich die Fördermöglichkeiten der Eltern in Teilbereichen ergänzen,die Kinder davon profitieren können und die Rahmenbedingungen gegeben sind. In solchen Fällen müsste m.E. das Wechselmodell zum Standard erklärt werden. Damit würde man auch viel Konfliktpotenzial aus den weiteren anhängigen Verfahren nehmen und die Eltern kämen schneller auf ein konstruktives Niveau.

      Die Fördermöglichkeiten der Eltern stehen aber nicht im Vordergrund bei solchen Auseinandersetzungen. Wenn manche Eltern vorher wüssten wieviel Leid sie den Kindern durch eine Trennung zufügen und welche Entwicklungschancen den Kindern durch eine Trennung genommen wird dann würde manche Trennung mit Sicherheit überdacht werden.

      Beispiele:

      Vater und Mutter sind beide in der Lage Teilzeit zu arbeiten und dadurch den Bedarf der Familie zu decken. Der Vater hat Stärken im Bereich der Bildung (Fremdsprachen, Verständnis für Technik und logische Zusammenhänge) die Mutter hat Vorteile im sozialen Bereich (Zuneigung, Konfliktlösung etc)

      Oft scheitert solch ein Modell nicht an der Einsicht dass es den Kindern mit beiden Eltern gut geht sondern an der mangelnden Toleranz dem anderen Elternteil gegenüber. Erst mit der Erkenntnis dass beide Eltern Stärken und Schwächen haben und dieser Umstand für die Entwicklung der Kinder förderlich ist ergibt sich eine vernünftige Basis ein Wechselmodell zu praktizieren.

      Alle Maßnahmen (Gericht, JA usw) müssten darauf ausgerichtet sein dieses Verständniss von Erziehung herzustellen...

      Gruß Thomas

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „gtom“ ()

      Nochwas:

      Bei der klassischen Trennung verkennt man oft dass sich die Betreuung mit der Trennung ändert.

      Die Mutter die vorher Teilzeit gearbeitet hat und aufgrund der Vollzeitätigkeit des Vaters die Kinder zugesprochen bekommt muss nun - und das ist mittlerweile der Regelfall - für ihren eigenen Lebensunterhalt Vollzeit arbeiten.
      D.h. der Ansatz dass die Betreuung wie in der Vergangenheit (Mutter ist mittags zu Hause, Vater kommt Abends) weiter laufen soll ist per se schon falsch weil die Betreuung nach der Trennung überwiegend von 3ten geleistet wird (Ganztagesschule, Tagesmutter, Großeltern)

      Hier müsste nicht auf die Betreuungssituation in der Vergangenheit bezug genommen werden sondern darauf wie die Situation der Eltern nach (!) der Trennung ist.

      Fakt ist dass z.b. der Kindesunterhalt bei Müttern - die weiterhin nur Teilzeit arbeiten - eben nicht den Kindern zugute kommt sondern überwiegend als Unterhaltsergänzung für die Teilzeittätigkeit der Mutter dient.

      Gruß Thomas
      Auch der neue "Papa" kann ein ganz Toller sein, der von den Kindern geliebt wird und ihnen völlig neue Entwicklungschancen eröffnet. Ins Besondere dann, wenn die Mama nach einem Partnerwechsel wieder viel glücklicher ist. Und sie bekommen von zwei Vätern Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke, das sehen Kinder durchaus opportunistisch. Eine Veränderung muss, nach einer Zeit der Trauer, am Ende nicht immer eine Veränderung zum Schlechteren sein. Auch das können die Kinder als Erfahrung mitnehmen, jedenfalls, wenn die Eltern nicht die o.g. Fehler machen.
      Gruß
      Thorsten
      @ gtom: es geht doch hier darum, dass gtom eine Idealfamilie gebastelt hat, die es so vielleicht in einem Fall von 100.000 vorkommt. Vater hat diese und jene Kompetenzen und Mutter genau die, natürlich maßgeschneidert, die dem Vater fehlen. Und die Eltern können noch super miteinander kommunizieren und das Geld spielt auch keine Rolle, und die Kinder wollen und akzeptieren das Wechselmodell. Die Realität sieht anders aus. Vieles kann man auch nicht verhersagen, man muss halt schauen, was die Kinder wollen, was sie verkraften. Ich kenne genug Fälle, in denen ich Skeptikerin davon ausgegangen bin, dass es in diesem speziellen Fall klappen könnte, und dann die Kids hoffnungslos überfordert waren. Und das Wechselmodell abgestellt haben. 70% aller Kinder von Alleinerziehenden leben laut aktueller Studie der Bertelmann-Stiftung in Armut oder an der Armutsgrenze. Und diese doch nicht unerhebliche Bevölkerungsgruppe dann noch tiefer in Armut stürzen? Sorry, da fehlt mir jedes Verständnis.

      @thz: natürlich kann auch der neue Lover der Mutter ein dufter Typ sein. Das ist doch nicht das Problem. Nur, er hat sich aus den Diskussionen zwischen den Eltern raus zu halten. Darum geht es.

      Herzlichst

      TK

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      @Timekeeper:

      (Offtopic, falls net gewünscht bitte löschen...)

      Die Armut entsteht durch die Trennung, Auch höherer Unterhalt würde daran nichts ändern. Ich selbst bin in einer Großfamilie aufgewachsen, habe gelernt Kompromisse im Leben einzugehen und habe auch gelernt dass Vermögen und Einkommen direkt mit den Synergieeffekten einer solchen Familie einhergehen...

      Grob überschlagen spart eine Familie durch das gemeinsame Zusammenleben bei 2 Kindern knappe 500tsd € bis die Kinder ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Es ist genau dieses Geld dass den Kindern - bei einer vernünftigen Haushaltsführung - später als Grundlage für die eigene Vermögenssorge zur Verfügung steht.

      Meine Ex ist auch "arm"... Daran ändert auch ein hoher Unterhalt nichts... Nach der Trennung musste Sie erstmal selbst für ihren eigenen Unterhalt aufkommen, das wollte sie aber nicht. Als Begründung führte Sie an sie müsse sich um die Kinder kümmern, kann daher keinen Job annehmen... Durch staatliche Hilfen (Harz V, Wohngeld etc..) hat sie sich über Wasser gehalten aber für die beiden Kinder änderte sich das Leben nun dramatisch...

      Sie lebt nun in einer Sozialwohnung, mit dem entsprechenden Umfeld, trotz hohem Unterhalt reicht das Geld vorne und hinten nicht. Mittlerweile arbeitet Sie in einem schlecht bezahlten Job, hat selbst kaum noch Zeit sich um die Kinder zu kümmern und die Erziehung der Kinder erfolgt nicht mehr durch die Mutter sondern weitestgehend durch Dritte (Ganztagesschule, Tagesmutter, Hort etc...)

      Das "Freizeitprogramm" der Kinder hat sich auch geändert, so war es für beide Kinder früher "normal" mit der Familie Wassersport zu treiben, Urlaube gemeinsam zu verbringen, beide Eltern lebten in einem vernünftigen sozialen Umfeld, man hat gemeinsam das Eigenheim bewirtschaftet usw... Die Kinder haben gelernt und Verstanden dass Eigentum auch Arbeit bedeutet... Man musste am Wochenende auch mal in den Hafen um das Sportboot sauber zu machen, Rasen mähen, Reparaturen am Haus durchführen... Das sind alles Dinge die Kinder prägen und ihnen im Leben weiter helfen...

      Die Armut hat übringens nichts mit dem Realeinkommen zu tun sondern mit dem Vermögen und dem Umgang damit. Ich kenne genug Familien die - durch das Zusammenleben - Vermögen aufbauen können, dies aber getrennt nicht leisten können.

      Gruß Thomas
      Hi,

      warum sollte ich den Beitrag löschen? Ich lösche nur Schleichwerbungen und Beleidigungen, grundsätzlich nicht andere Meinungen. Du, die Untersuchung befasst sich ausschließlich mit Kinderarmut. Und zwar das ganze aufgehängt an der Unterhaltszahlung des Verpflichteten.

      In einem Punkt stimme ich dir absolut zu, das schreibe ich hier schon immer. Das Zerschlagen einer wirtschaftlichen Einheit (Familie) in zwei wirtschaftlich unabhängige Einheiten, das bedeutet nicht, dass diese Einheiten auf selben Level funktionieren wie vorher. Man hat ja plötzlich zwei Mieten zu zahlen, zwei mal Strom u.s.w. Und die Vorteile der Steuerklasse III sind auch nach einem Jahr weg. Wenn dann noch gemeinsame Schulden da sind, dann kann keine der "neuen" Familien den vorherigen Standart halten. Das sollte jedem einleuchten. Und da wir heute (gefühlt) etwa 50 % Trennungen haben (die Statistik sagt etwa 30 %, erfaßt aber nicht die Zweit- und Dritttrennungen und nicht die Trennungen von nichtverheirateten Paaren, sind die 50% wohl realistisch), müssen wir uns viel stärker als bisher mit dieser Armut befassen. Einiges hat sich ja schon getan. Zu meiner Zeit, also als meine Kinder klein waren, gab es kaum Kindergartenplätze, ich konnte das erforderliche Kindermädchen steuerlich nicht absetzen, die Schulzeiten in der Grundschule waren mit einem berufstätigen Elterrnteil nicht zu vereinbaren. Wir sind also auf einem Weg, der gut ist.

      Nur, die 50% mitsamt den wirtschaftlichen Folgen, eben die 70% arme Kinder, die sind in den Köpfen der Leute noch nicht angekommen. Es wird immer noch so gelebt, als müsste "Frau" ja nur bis zur Geburt des ersten Kindes arbeiten, und sei dann für den Rest des Lebens gut versorgt. Die Mädchen werden immer noch darauf hin erzogen, dass sie ja nur auf den Prinzen warten müssten, der irgendwann auf dem Schimmel angeritten kommt das Mädel liebevoll vorne in den Sattel hebt und mit ihr glücklich in sein Königsreich reitet, wo er sie bis zum Tode mit allem versorgt.

      Ganz sicherlich kann man auch in Armut gut leben, meine Beiden haben ihre Jugend nicht als arm empfunden, obwohl sie das mit Sicherheit war. An Miete, Kinderfrau, und vielem anderen kann man nun mal nicht drehen. Das ist das Problem. Ich denke mit Schrecken an das eine Jahr, in welchem der Große durch drei Schuhgrößen wuchs. Da er außerdem Fußball im Verein spielte, da dann also auch neue Schuhe fällig wurden, waren das jeweils ein paar hundert Mark. Oder das Jahr, in dem beide Klassenfahrten hatten. Beide im Winter zum Ski-Fahren in den Alpen, der eine im Sommer mit Klasse in London, der kleine in Berlin. Da ist kein Einsparpotential drinne. Das ist doch das Problem. Und eben der Mietzins, Strom, eigener PC (wird von den Schulen vorausgesetzt). Und mit diesen fixen Kosten, über die man gar nicht diskutieren kann, gibt es doch nur eine Umgangsweise: man muss zahlen.

      Herzlichst

      TK
      Da muss ich dir Recht geben...

      Wir haben hierzulande aber mehrere Faktoren die zu den Problemen führen...

      Punkt 1: Die Bedeutung der wirtschaftlichen Einheit der Familie ist im Zuge der Gelichberechtigung und der Bestrebungen nach mehr KiTa Plätzen in den Hintergrund getreten. D.h. diejenigen Frauen die - wie du selbst sagst - auf den Prinzen warten stehen plötzlich weitestgehend mittellos da weil sie sich vorher keine Gedanken über den Umfang der familiären Kosten und der Synergieeffekte gemeinsamen Zusammenlebens gemacht haben.
      Dass dann primär der Ruf nach mehr Unterhalt kommt ist mit ein Ergebnis dieser Tatsache.

      Mehr Unterhalt kommt aber m.E. nicht den Kindern zugute sondern würde vorrangig die Lebensstellung der Mutter verbessern.
      Übertrieben dargestellt: Eine Mutter die aus einem 100tsd € Einkommeshaushalt nun Alleinerziehend in Harz IV landet wird 1500€ Unterhalt Monatlich für die Kinder garantiert nicht dafür verwenden den bisherigen Lebenstandad der Kinder (!) beizubehalten....

      Punkt 2:
      Trennungen erfolgen m.E. immer schneller und unüberlegter, wenige machen sich über die Folgen für die Kinder gedanken, das persönliche Wohlbefinden, die eigene Freiheit bedeutet vielen mehr als gemeinsam für die Kinder etwas aufzubauen und den Kindern eine vernünftige Kindheit, Ausbildung und ein sorgenfreies Leben zu bieten...
      Patchwork ist mittlerweile ein "Normalzustand" mit den Effekten dass sich neue Partner einmischen, aus der eigenen Unzufriedenheit entwickeln sich Machtkämpfe um das Kind, die wirtschaftliche Situation verstärkt diese Effekte und ganze Familien scheitern an solchen Zuständen.
      Den Kindern wird dieses Bild der "Familie" als normal vermittelt, Konfliktlösungen, Kompromissbereitschaft usw... wird den Kindern so nicht vermittelt. Die Folgen für die Kinder sind erstmal nicht sichtbar, diese kommen erst später zum Vorschein.

      Back Topic:
      Neue Partner ergreifen i.d.R Partei für den eigenen Partner, bei den Trennungs- Streitigkeiten wird das Verhalten des "Gegners" genauestens Betrachtet, je nach Perspektive unterstellt man dem Anderen grundsätzlich dass dieser dem Kindeswohl abträglich ist... Da werden Kinder plötzlich mit "Süssigkeiten" ruhig gestellt, der Andere macht sowieso ständig Fehler in der Erziehung usw... Man hat zuverlässige Quellen die stets über das Verhalten des Anderen berichten... Vlt sollte man sich darüber mal Gedanken machen und sich darauf konzentrieren mit den Kindern und den Eltern tolerant und vernünftig umzugehen...

      @Ironmaik: Ihr dürft nicht vergessen dass der Kindesvater die gleichen Rechte und Pflichten wie die Mutter hat, ihr rechtfertigt die geplante Verweigerung des Umgangs mit den genannten Vorwürfen, das ist aber so nicht zulässig. Genauso könnte der Kindesvater sagen dass das Kind aus anderen Gründen nicht mehr zu Euch soll... Es ist also nicht so dass die Mutter per se "richtig" erzieht und der Vater grundsätzlich "nur" ein Umgangsrecht hat...
      Es gibt genug Fälle in denen - aufgrund der permanenten Verweigerung der Kindesmutter - die Väter letzendlich das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen bekommen haben...

      Gruß Thomas

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      Weisst Du, das ist kein typisches Frauenproblem, die Umgangsverweigerung. Jeder Mediator wird dir bestätigen, dass Väter, wenn die Kinder bei ihnen leben, genau dieselben Argumente gegen den Umgang finden, wie Mütter. Da gibt es keine geschlechtsspezifischen Unterschiede.

      Das Problem ist doch ein ganz anderes. Mädchen werden immer noch (und zwar von Mutter und Vater) anders erzogen/gefördert als Jungs. So das Motto "sie muss sich doch nicht so quälen..." Die ganzen mies bezahlten "Helfer-Berufe", das sind Frauenberufe. Von denen kann man finanziell überleben, aber letztlich nicht leben. Und kein Kind hochbringen. Das muss man einfach sehen. Und du irrst, wenn du meinst, dass man da durch Einsparung bei Kindern viel erwirtschaften kann. Ich würde mal ganz kühn sagen, dass über 50% des Unterhalts in die fixen Kosten gehen. So hab ich es erlebt (mein Ex zahlte keinen Unterhalt, aber ich kann rechnen!), das deckt sich auch mit wissenschaftlichen Untersuchungen und auch mit den vom Bundesverfassungsgericht abgesegneten Berechnungsweisen für Kinder, die ALG II bekommen. Betreuung, Miete, Fahrtkosten zur Schule, Klamotten, Ausstattung für die Schule, PC, Taschengeld, Vereinskosten u.s.w. Da bleibt bei 500 € Unterhalt nicht viel übrig, an dem man sich bereichern könnte. Hinzu kommt noch, dass das betreuende Elternteil zumindest für 10 Jahre einen Karrierestopp in Kauf nehmen muss. Überstunden, Weiterbildung, Flexibilität ist doch gleich null. Plus die Kinderkranktage (bis 50 Arbeitstage im Jahr), welcher Arbeitgeber kann sich das leisten, einen solchen Mitarbeiter in eine Führungsposititon zu setzen?

      Und da die zur Zahlung von Unterhalt Verpflichteten eben in 50% aller Fälle nicht mal den Mindestunterhalt zahlen (können), sind wir eben wieder bei der Kinderarmut.

      So einfach ist das.

      Herzlichst

      TK
      Stimmt, es ist so dass viele Frauen beim Frisör ihren Traumberuf finden, die Folge ist eben ein geringes Einkommen, der Mann sorgt u.U durch Überstunden für ein Familieneinkommen und keiner macht sich bei der Familiengründung Gedanken darüber was passiert wenn die Trennung ansteht...

      Andererseits bin ich bei einigen Dingen etwas anderer Meinung als die gängige Rechtsprechung...

      Der erste Schritt nach der Trennung besteht darin dass die Kinder üblicherweise zu einem Elternteil ziehen. Man entscheidet dies nach dem Kontinuitätsprinzip, d.h. derjenige der in der Vergangenheit die Kinder betreut hat soll dies prinzipiell erstmal weiter so machen, der Andere erhält den Umgang.

      Hier müsste allerdings nicht auf die Vergangenheit abgestellt werden sondern auf die Situation NACH der Trennung...

      In meinem eigenen Fall war es so dass die Kindesmutter vorher Halbtags gearbeitet hat, da der Kindesunterhalt aber den Kindern zusteht muss die Kindesmutter nun für den eigenen Unterhalt Vollzeit arbeiten (nicht verheiratet)
      Die Mutter gibt die Betreuung der Kinder an 3te ab, Ganztagesschule, Hort und Tagesmutter in den Ferien übernehmen nun die tägliche Betreuung der Kinder. Effektiv hat die Mutter ca. 60 Stunden im Monat mit der Erziehung bzw Betreuung der Kinder zu tun, an den Wochenenden teilen sich Vater und Mutter die Erziehung (alle 14 Tage Umgangswochenende, Regelfall)

      Grundsätzlich müsste man dem Vater hier die Möglichkeit geben sich einzubringen. D.h. der Vater könnte - bei einem vernünftigen Einkommen - nur noch Halbtags arbeiten und die Betreuung der Kinder sicherstellen.
      Dies ist bei mir z.B der Fall, ich bin selbständig und kann meine Arbeitszeiten frei gestalten, mir reichen 3 Stunden Arbeit am Tag durchaus um ein Einkommen sicherzustellen mit dem ich mich und die Kinder ernähren kann.

      Das ist aber kein Regelfall, normalerweise verlangt man vom Vater dass dieser weiterhin Vollzeit arbeitet und primär für den Kindesunterhalt sorgt. Diese Vorstellung beruht lediglich auf der Betreuungssituation in der Vergangenheit, nicht auf der tatsächlichen Betreuung der Kinder bei getrennt lebenden Eltern...

      Durch die Abgrenzung der Verfahren (Unterhalt, Sorge, Umgang) entsteht das Problem dass die Famile als "Ganzes" nicht betrachtet wird, würde man in einem Verfahren für die Kinder eine Lösung finden und in diesem Verfahren sogleich Unterhalt, Fragen der Sorge und der Betreuung zusammen entscheiden dann gäbe es m.E. keine Basis mehr für jahrelange Streigkeiten bei denen die Kinder im Schussfeld stehen und darunter leiden müssen.

      Wäre also das Wechselmodell der Regelfall und beide Eltern könnten ihre Arbeitszeiten so gestalten dass beide zumindest Halbtags arbeiten könnten und beide (!) wären zum Barunterhalt ihrer Kinder verpflichtet (und zwar Anteilig nach der tatsächlichen Betreuungszeit) dann gäbe es nach meiner Auffassung ein geringeres Konfliktpotenzial als bisher...

      Solche Modelle werden in vielen Ländern der EU bereits umgesetzt, in den vielen Ländern sind beide (!) Eltern zum Barunterhalt verpflichtet. Der Unterhalt richtet sich nach der tatsächlichen Bedürftigkeit der Kinder und nach der Leistungsfähigkeit der Eltern, angerechnet auf die tatsächliche Betreuungszeit die jeder leisten kann.

      Es müsste also gleich nach der Trennung eine Auseinandersetzung mit der Situation der Kinder geben, primär stellt sich die Frage welches Elternteil wieviel Betreuung übernehmen kann (und zwar selbst !)
      Dann müsste auf Basis dieser Betreuungszeiten der Barunterhalt beider (!) Eltern festgelegt werden, beide hätten den Bedarf der Kinder sicherzustellen.

      Gruß Thomas

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