Ist das Haus dann weg

      Ist das Haus dann weg

      Hallo zusammen

      Meine Frau und ich wollen uns trennen. Bei ihr ist da ein anderer Mann im Spiel. Bis jetzt ist die ganze Sache noch ziemlich friedlich geblieben. Wir haben 4 Kinder und wollen uns da jetzt nicht gegenseitig die Hölle heiß
      machen. Im neuen Jahr werden wir´s dann den Kindern beichten und versuchen die Sache dann mal einvernehmlich ins Rollen zu bringen. Der einzigen Knackpunkt könnte dann das Haus werden.
      Die Fakten: Haus nach der Heirat gebaut. Wir stehen beide im Grundbuch und sind beide Schuldner bei der Bank. Der Kredit war über rund 200.000 Euro, die Restschuld liegt bei noch ca. 55.000 Euro. Hab als Alleinverdiener
      bis jetzt alles bezahlt und damals beim bauen jede Menge Stunden investiert. Deshalb häng ich schon ein bischen an dem Haus und würds gern halten. Aber wenn ich das mit dem Zugewinn richtig verstanden habe,
      dann wär der jetzt aufs Haus bezogen ja bei 145.000 Euro, sprich ich müßte meiner Frau dann 72.500 Euro auszahlen und den Restkredit weiter alleine stemmen. Wenn ich jetzt noch überleg was an Unterhalt für die
      Kinder noch dazu kommt (wobei wir da noch nicht Sicher sind ob sie alle 4 mitnimmt, oder die zwei Ältesten bei mir bleiben), dann komm ich zu dem Schluß, das ich mir die letzten 20 Jahre quasi für nix den Buckel krumm
      geschuftet hab? Ist das wirklich so?
      Macht mich ziemlich fertig, der Gedanke. Weil ich hab keine Ahnung, ob ich so ne Summe dann noch stemmen kann. Ich bezweifle, das mir ne Bank mit fast 50 Jahren da noch viel Kreditwürdigkeit zugesteht.
      Wär toll, wenn da jemand der schon ähnliches erlebt oder gehört hat, mir da mal ein paar Tips zu geben würde.

      Danke schon mal und noch schöne Feiertage euch allen....
      Hi,

      das mit den schönen Feiertagen, das geb ich mal zurück, hoffentlich trotz allem. Deine Angaben sind zu vage, deshalb kann ich auch nur vage antworten.

      Mich stört etwas die Aussage, du hättest 20 Jahre für nix gearbeitet. Da kann die Frau umgekehrt sagen, sie hätte für nix auf eine eigene Karriere verzichtet, deine Kinder groß gezogen u.s.w. Das bringt doch nichts. Ihr habt euch GEMEINSAM für dieses tradierte Familienmodell entschieden: einer arbeitet, einer hält ihm den Rücken zu Hause frei. Das ist nun mal so, und jetzt muss man schauen, wie man auseinander kommt, ohne wirtschaftlichen Harakiri.

      Zunächst sollte man überlegen, wovon die Frau in Zukunft wie leben soll. Das ist für vieles (z.B. Kindesunterhalt) von entscheidender Bedeutung. Dann sollte geklärt werden, wer wo in Zukunft leben soll. Auch das ist wichtig. Bleiben zwei Kinder bei dir, so schuldet die Frau den Kindern, so sie unter 18 sind, Unterhalt, wenn über 18 und ohne Verdienst (Schule), dann ihr gemeinsam. Weiterhin ist zu klären, was das Haus derzeit Wert ist. Die Anschaffungskosten decken sich normalerweise nicht mit den Kosten des derzeitigen Wertes. Auf den kommt es an. Und bitte berücksichtigen, dass die Steuerklasse sich ändert.

      Die Frau müsste sich zwar theoretisch an den Kosten zum Schuldenabtrag beteiligen, andererseits müsstest du ihr eine Nutzungsentschädigung für ihren Teil zahlen. Da könnte es gut sein, dass die Nutzungsentschädigung höher ausfällt als ihr Kreditanteil. Diese Überlegung würde ich deshalb nicht vertiefen, bringt nichts.

      Warum sollte, so du denn das Haus halten kannst, die Bank keinen Kredit geben? Sie ist doch durch das Haus abgesichert, auch das nicht völlig ausschliessen.

      Also, mal konkret rechnen. Und dann sieht man weiter.

      Herzlichst

      TK
      Hallo Lukas,

      Wie sieht's denn mit dem Anfangsvermögen aus?

      Wer hatte wieviel am Tag der Hochzeit auf seinem Kontoß Lebensversicherung,Bauspar? usw?

      Und wie @timekeeper schon fragte, was ist das Haus heute wert?

      lg
      edy
      Eine freundliche Begrüßung bei jedem Beitrag, ist eine Werschätzung gegenüber den Antwortgebern
      z.B. "Hallo"
      das ist ein Laienforum, die Antworten sind nicht rechtsverbindlich.
      Hallo.
      Schon mal schönen Dank für die Antworten.
      Also: Ich möchte da jetzt nicht den Gedanken aufkommen lassen, das ich denke, meine Frau hätte ihren Teil nicht beigetragen. Weiß durchaus zu würdigen, was sie all
      die Jahre zu Hause geleistet hat. Mich hat halt nur gestört, daß ich das Haus wohl nicht halten kann, wenn man mal realistisch bleibt und versucht ohne "Harakiri"
      die Sache über die Bühne zu bekommen.

      Wie gesagt, der einzige Punkt wo wir uns zur Zeit einig sind, ist , das es keine gemeinsame Zukunft mehr gibt. Wer von uns wo leben soll usw. damit müssen wir uns
      erst mal jeder für sich auseinander setzen.

      Anfangsvermögen war von beiden Seiten nicht nennenswert vorhanden. Also keine Bausparverträge, oder Barvermögen in größeren Summen. Lebensversicherungen
      hatte jeder von uns, hebt das sich dann nicht gegeneinander auf?

      Was das Haus heute wert ist kann ich jetzt so auch noch nicht sagen. Gibts da irgendwelche Seiten im Internet, wo man sowas unverbindlich bewerten kann?
      Oder muß ich da jetzt eh irgendwann mal nen Gutachter beauftragen?
      Und, würde das die Rechnung nicht noch teurer machen?

      lg
      Lukas
      Hi,

      nein, es muss nicht unbedingt ein Gutachter sein. Wenn man sich einigt, dass es auch ohne geht. Das www ist eine törichte Idee. Aber mitunter helfen da Makler auch weiter. Wenn man eh überlegt, das Haus zu verkaufen ....Abgesehen davon muss es ja kein gerichtlich vereidigter Gutachter sein (das geht dann schon ins Geld), viele Makler begutachten auch so nebenbei wesentlich preiswerter. Aber, man kann sich ja auch einfach mal selbst anhand der Kaufangebote z.B. in der Tageszeitung in eurer Region schlau machen, was bei euch (darauf kommt es nämlich an) so ein Haus kostet, welches in vergleichbarem Zustand ist, vergleichbar alt u.s.w.

      Das wäre der erste Schritt für mich. Und dann kann man anfangen, konkret zu rechnen. Vorher geht doch gar nichts. Und ich stochere ungern im Nebel rum.

      Herzlichst

      TK
      Hallo =)!
      Klar hast du etliche Stunden Eigenarbeit in das Haus gesteckt und auch als Alleinverdiener das Geld nachhause gebracht. Dennoch sieht es vor, dass der Zugewinn während der Ehe gleichmäßig verteilt wird. Ist auch fair, die Zeit in der deine Frau auf die Kinder aufgepasst hat und den Haushalt gemacht hat wird durch den Zugewinnausgleich berücksichtigt.
      Würde an eurer Stelle eventuell bei einem Immobilienmakler anfragen und einen theoretischen Verkaufspreis erfragen und dann weiterschauen.

      Grüße

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