Studium - Pflicht zu Rücklage

      Studium - Pflicht zu Rücklage

      Hallo!

      Ich zahle seit Jahren den Unterhalt für meine beiden Kinder gem. Düsseldorfer Tabelle.
      Da ich ein relativ gutes Einkommen habe, zahle ich entsprechend (knapp 1000 EUR für beide Kinder).
      Ab kommendem Monat werde ich noch mehr Geld verdienen und dementsprechend werde ich den Unterhalt natürlich anheben.

      Jetzt zu meiner Frage:
      Meine Exfrau rechnet ja eigentlich nicht mit diesem zusätzlichen Geld und ich würde mir eigentlich wünschen, dass ein Teil dieses Geldes vielleicht für die Zukunft der Kinder (Studium und Auto) angelegt werden würden.
      Wären wir noch verheiratet, würde man ja wahrscheinlich ähnlich vorgehen, denn dieses Geld bräuchte man monatlich ja gar nicht vollumfänglich.

      Leider rechne ich damit, dass dieser Vorschlag nicht gut ankommt.

      Daher meine Frage, ob es ab einer bestimmten Unterhaltshöhe eventuell eine Art Verpflichtung oder wenigstens Empfehlung gibt, das Geld schon zukunftsorientiert anzusparen, um den Kindern einen besseren Einstieg in das eigene Leben zu gewähren.

      Danke und Gruß,

      Ludwig45
      Hallo Ludwig45,

      Ludwig45 schrieb:

      Hallo!

      Ich zahle seit Jahren den Unterhalt für meine beiden Kinder gem. Düsseldorfer Tabelle.


      Dein Netto ist bereinigt?

      Du ziehst vom Betrag des hälftigen Kindergeldes ab?

      lg
      edy
      Eine freundliche Begrüßung bei jedem Beitrag, ist immer angebracht.

      z.B. "Hallo".

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „edy“ ()

      Hallo

      der Unterhaltspflichtige hat kein Mitspracherecht, wofür der Unterhalt dann verwendet wird. Wenn Du Deinem Kind was zurücklegen willst, dann musst das neben dem Unterhalt tun.

      Du kannst lediglich darauf hinweisen, dass Du generell nicht zu zusätzlichen, freiwilligen Sonderzahlungen für nicht notwendige Ausgaben (Schüleraustausch, Führerschein, Vereinsbeiträge, ...) bereit bist, weil der Unterhalt hoch genug ist, für derartige Dinge etwas zurückzulegen. Aber das eröffnet natürlich den Kampf ums Geld auf dem Rücken der Kinder. Würde ich vielleicht der Mutter "androhen", aber vermutlich nicht durchziehen.
      Gruß
      Thorsten
      Ich möchte ihr eigentlich gar nichts "androhen". Normalerweise sollte man auf gesunden Menschenverstand hoffen, aber sicher bin ich mir nicht.

      Da der Unterhalt hoch genug ist, möchte ich eigentlich einen Weg finden, um den Kindern einen leichteren Einstieg in die Zukunft zu gewähren.
      Kann man beispielsweise vielleicht einen Teil des Geldes in eine Ausbildungsversicherung oder ähnliches anlegen?

      Neben später fast 1400 EUR Unterhalt bin ich eigentlich nicht bereit, noch weitere Reserven anzusparen. Auch meine neue Partnerin und ich wollen etwas von meiner Gehaltserhöhung spüren.

      zudem sind die Kinder jedes zweite WE bei uns und auch die hälftigen Ferien. Diese Kosten berücksichtigt auch immer niemand.

      Ich denke einfach, dass meine Exfrau nun genug bekommt, um etwas für die Zukunft zurückzulegen statt sich selbst noch mehr gönnen zu können, denn die Kinder sind ja jetzt schon gut versorgt und sie selbst geht ebenfalls Vollzeit arbeiten.

      Danke für weitere Hinweise.
      Hallo,

      die Kosten für die Zeit, in der die Kinder bei Dir im Umgang sind, sind in der Unterhaltshöhe bereits pauschal eingeflossen.

      Über die Verwendung des Unterhalts bestimmt der Empfänger. Die finanzielle Situation des Empfängers hat keinen Einfluss auf Höhe und Verwendung des Unterhalts.

      Aber, wenn Du noch ein relativ gutes Verhältnis zu der Ex hast, dann redet doch einfach drüber. Ihr könntet für die Kinder ja Sparverträge bei der Bank einrichten, die ihr beide bespart. Oder sowas.
      Gruß
      Thorsten
      Gutes Verhältnis ja, nur beim Geld reagiert sie absolut allergisch.
      Dabei sollte unser Ziel eigentlich das Gleiche sein...

      Mir kam eben nur der Gedanke, ob ab einer Bestimmten Höhe eben etwas möglich ist, damit meine Exfrau etwas für die Konder zurücklegt.

      wenn man auf einmal 400 EUR mehr zur Verfügubg hat, sollte das aus meiner Sicht machbar sein.

      Aber was soll's. Das System ist eben wie es ist und meine Exfrau wird sich freuen.


      Danke trotzdem
      Hi Ludwig,

      die Bedarfssätze der Düsseldorfer Tabelle sind auf den Normalfall zugeschnitten. Abzüge zwecks Ansparen für die Kinder sind nicht möglich. Es liegt allein im Ermessen des betreuenden Elternteils, vom empfangenen Unterhalt Anteile für die Zukunft der Kinder anzusparen.

      Ludwig45 schrieb:

      Neben später fast 1400 EUR Unterhalt bin ich eigentlich nicht bereit, noch weitere Reserven anzusparen.

      Wie kommst du denn auf solche hohen Beträge für 2 Kinder? Die liegen ja schon oberhalb der Höchstsätze der Düsseldorfer Tabelle.

      Wenn dein Einkommen oder zukünftige Steigerungen dir ermöglichen, den Höchstsatz der Düsseldorfer Tabelle zu zahlen, dann solltest du eine Sonderregelung kennen, bei der du die Einkommensauskunft vollständig umgehen kannst. Zwei Bedingungen sind daran geknüft.
      1. Statt Auskunft zu erteilen erklärst du dich für uneingeschränkt leistungsfähig.
      2. Du bietest als Zahlbetrag den Höchstsatz der Düsseldorfer Tabelle an und titulierst diese Beträge - auf Verlangen - in dynamischer Form.
      Wenn die Mutter dann Kindesunterhalt oberhalb der Düsseldorfer wünscht, muss sie das nach den Regeln der sog. konkreten Bedarfsermittlungsmethodik darlegen und beweisen. Ein solch (höherer) Bedarf (teilweise "Luxus") ist zwar nicht unmöglich, aber es ist sogar für durchschnittlich begabte Anwälte schwierig zu berechnen und durchzusetzen (Jugendämter kennen sich schon gar nicht damit aus). Ein Kind z.B., das während des Zusammenlebens mit dem Unterhaltspflichtigen nicht von dessen überduchschnittlich hohen Einkommen (oberhalb der Einkommensgruppen der DT) profitiert hat, bekommt Schwierigkeiten, wenn es mehr als die Höchstsätze durchsetzen will. Verstehst?

      Ludwig45 schrieb:

      hat alles seine Richtigkeit und wird spätestens alle zwei Jahre zusammen mit dem JA abgestimmt.

      Gerade weil das Jugendamt beteiligt ist, sollte deren Berechnung immer überprüft werden. Meine Faustregel: Deren Berechnungen sind an mind. einer Position immer falsch. :D

      timekeeper schrieb:

      Du verstehst nicht mal im Ansatz, wie das BGB funktioniert. Die regelmässige Verjährungsfrist ist 30 Jahre.
      Hallo bissig,

      vielen Dank für deine Ausführungen!
      Ich werde mich da noch einmal schlau machen.

      Noch ein bisschen zu mir und meinem Hintergrund.
      wir sind seit 8 Jahren geschieden und zu der Zeit war ich in einer niedrigeren Position. Heute habe ich ein Angebot als Geschäftsführer, was ich damals nie gedacht hätte.

      Meine Exfrau heiratet außerdem bald und ihr neuer Partner lebt in dem Haus, welches ich damals meiner Exfrau überlassen habe, damit die Kinder ihr zu Hause behalten können.

      Nachehelicher Unterhalt ist vor 2
      Jahren erledigt gewesen. Es geht also lediglich um den Kindesunterhalt.

      Mein Gedanke: Mein beruflicher Weg hat sich auch auf Grund des guten Zuspruchs meiner neuen Partnerin erst so positiv entwickelt. Meine Exfrau hätte nie geduldet, dass ich jeden Tag so lange schufte und die Familie wenig sehe. Es wäre also wahrscheinlich eher nicht zu diesem Karrieresprung gekommen.

      Daher mein Gedanke:
      Unterhalt anpassen, natürlich. Aber warum sollte auch meine Exfrau von meiner heutigen Karriere dermaßen profitieren?
      Denn leider bin ich mir sicher, dass der Mehrunterhalt nicht nur den Kindern zugute kommt (da die Beiden einfach nicht mehr brauchen)
      , sondern die komplette Familienkasse füllt.
      Wie Du schon sagst: es geht um KINDESUNTERHALT!

      Der Unterhalt ist für die Kinder gedacht und nicht für die Frau. Die Höhe des Kindesunterhalt richtet sich allein nach Deinen Einkommensverhältnissen, wofür er letztlich aufgewendet wird, bestimmt die Empfängerin, in dem Fall die Mutter, beide die Kinder leben. Dort ist es Teil des Familieneinkommens, klar. Wie soll man denn aufdröseln, welcher Betrag monatlich nur genau für gerade dieses Kind ausgegeben worden ist? Es ist an allen Ausgaben beteiligt, wie Wohnen, Essen, Kleidung, die vielleicht wieder aufgetragen wird, Ausflügen, an denen es teilnimmt, Autofahrten in die Schule oder sonstwohin usw. usf.

      Mein Tipp: bezahl was Du musst und vergiss den Rest. Kümmere Dich nicht drum. Solange die Kinder ordentlich versorgt werden, ist alles gut. Der Rest geht Dich nichts an und Du hast keine Möglichkeit der Einflussnahme (außer gut zureden). Also muss es Dich auch nicht interessieren. Es ist mit der Überweisung nicht mehr Dein Geld. Punkt.
      Gruß
      Thorsten
      Hi,

      es wird allgemein unterschätzt, was Kinder so kosten. Laut einer Erhebung des Familienministeriums, die etwa 10 Jahre alt ist, war das Minimum bei Neugeborenen so etwa knapp 400 €. Und der steigerte sich so langsam mit dem Alter des Kindes. In diesem Betrag sind verdeckte Kosten wie Miete, Nebenkosten, Wasser u.s.w. enthalten. Klassenfahrten gehen heute nicht mehr nach Nahbollenbach in die Jugendherberge, sondern nach London, Rom, ins kleine Walsertal zum Sikfahren, nach Prag. Du merkst, ich weiss, wovon ich schreibe. Als meine Kinder zum studieren aus dem Haus gingen, fürchtete ich, das würde mich finanziell ruinieren. War aber gar nicht so. Der Betrag (orientiert am BaföG in der Höhe), den ich zahlte, den habe ich zwar gemerkt, klar, aber lange nicht so, wie ich dachte. Die Nebenkosten fielen radikal, auch das, was ich für Lebensmittel aufwenden musste, die Benzinkosten u.s.w.

      Ich denke mal, diese ganzen verdeckten Kosten, die werden unterschätzt. Sowohl von den Zahlern als auch von denen bei denen die Kinder leben. Ich war jedenfalls überrascht. Und mit 18, da wird ja ohnehin direkt an die Kinder gezahlt, da wird neu gerechnet. Aber bis dahin sollte sich der Zahler an die Spielregeln halten und sich in das Familienleben der Ex nicht einmischen.

      Unerheblich ist auch, dass seine Karriere erst nach der Trennung in Schwung gekommen ist. War einmal ja nicht direkt danach, sondern es hat ja immerhin 8 Jahre gedauert! Fakt ist, dass es absolut legal ist, verschiedene Lebensmodelle zu leben. Diese Modelle können mehr auf die Karriere ausgerichtet sein oder aber eben auch auf die Familie. Beides ist absolut in Ordnung. Man kann weder aus der einen noch aus der anderen Vorstellung irgend was herleiten. Und eigentlich klärt man dieses vor Familiengründung/Eheschliessung ab. Und versucht nicht, 8 Jahre nach der Trennung da der Ex einen Strick draus zu drehen.

      Herzlichst

      TK
      Ich glaube ihr versteht mich nicht!
      Schade, dass dem Unterhaltszahler immer wieder Böswilligkeit unterstellt wird!

      Ich sage lediglich, dass ich es nicht ganz fair finde, wenn meine Exfrau heute dermaßen profitiert, obwohl sie mit meinem heutigen Weg nichts zu tun hat.
      es geht auch nicht darum, dass ich nicht weiß, was Kinder kosten. Dafür ist ja der Unterhalt da und auch ich zahle zwischendurch freiwillig und GERNE mal eine neue Hose oder einen Ausflug.

      Vergessen wird nur:

      SIE arbeitet auch!
      Die Kinder erhalten schon mehr Unterhalt, als viele, viele andere Kinder. Sie sind gut versorgt und haben alles.

      Wenn ich jetzt mehr zahle, dann kommt das sicher nicht zu 100 % bei den Kindern an, sondern sie wird dadurch nur schneller ihr Haus abbezahlen, andere Urlaube machen, etc.

      Ja, kann mir egal sein! Ist es aber nur mäßig, denn ich weiß, wer später zahlen darf, wenn es um Führerschein und Studium geht.
      Ja, bei sowas könnte ich vielleicht sagen:"nee, mach ich nicht mehr."
      Aber das erklärt ihr später mal euren Kindern!
      Sagt ihr doch euren Kindern: "Also Mama kann nicht mit Geld umgehen, deshalb könnt ihr nun nicht studieren."

      Viel Freude dabei!
      Ich freue mich auch schon sehr auf diesen Tag.

      Danke!
      Nochmal: es ist nicht Deine Frau, die profitiert, sondern die Familie Deiner Kinder! Für DIE ist der Unterhalt. Auch dann, wenn er nicht direkt an das Kind ausgezahlt wird (solange es unter 18 ist) --- es profitiert zusammen mit der gesamten Familie, bei der es nun lebt. Ihr habt Euch getrennt, Du hast das Kind der Mutter und der neuen Familie überlassen, nun lebt das Kind lebt bei der Mutter --- und Du bist raus, was das angeht. Du hast die finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, dass das Kind versorgt werden kann. Mehr nicht und weniger auch nicht. (Nachtrag: das übrige Einkommen dieser Familie geht Dich übrigens nichts an, egal ob es der Verdienst Deiner Exfrau ist oder deren Mann/Freund oder sonstige Einkünfte.)

      Ja, sie zahlen Haus und Urlaub davon: das Haus, in dem Dein Kind lebt, den Urlaub, in den Dein Kind mitfährt. Also --- wo ist das Problem? Dein Unterhalt kommt der FAMILIE zu Gute, in der Dein Kind nun lebt. Zu 100%. Denk mal drüber nach.

      Führerschein musst Du nicht zahlen, wenn Du nicht willst. Punkt. Ist keine notwendige Mehrausgabe. Wenn Du ihn trotzdem ganz oder anteilig zahlen willst: Dein Bier.

      Wenn das Kind studiert, wird neu gerechnet und bekommst mitgeteilt, wie hoch Deine Unterhaltspflicht dann ist. Also, im Prinzip wie jetzt. Wenn das Kind erwachsen ist, was ja in der überwiegenden Zeit des Studiums wohl so sein wird, geht der Unterhalt direkt an das Kind (außer das Kind bevollmächtigt die Mutter, die Unterhaltsfragen in seinem Namen mit Dir zu regeln).

      Ich sagte ja: trage den Konflikt mit Deiner Ex nicht auf dem Rücken der Kinder aus. Wenn Du willst, lege was zurück für Dein Kind für Führerschein/Extrakosten/Auslandsjahr oder was weiß ich. Aber: mit dem aktuellen Unterhalt hat das NICHTS zu tun.

      Nachtrag: Deine Kinder könnten auch dann nicht studieren, wenn Du und Deine Ex noch samt Kinder zusammen wärt und sie Euer Geld für was anderes zum Fenster rausschmeißt. Das ist doch gar nicht das Problem. Das Problem ist, dass Du nicht bestimmen kannst. Dir geht es um die Macht, Deiner Ex und ihrer Familie vorschreiben zu wollen, wofür sie ihr Geld ausgeben sollen. Wie würdest du es denn finden, wenn es umgekehrt wäre und die das bei Dir machen wollten? Wenn sie z.B. sagte: "Der Kerl verdient im Monat 5000 Euro netto und hat nicht mehr für seine Kinder übrig als das bisschen, das er davon zahlt? Den Rest verpulvert er mit seiner Neuen für Urlaube, Haus und Autos ... " Würde Dir wohl auch nicht schmecken.
      Gruß
      Thorsten

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „thz2906“ ()

      Gut, sei hiermit ergänzt.

      Hast schon recht, ist wohl anmaßend.

      Aber manchmal braucht es einen ordentlichen Rüttler, der einen darauf aufmerksam macht, das eigene Verhalten und die eigene Denkweise mal zu hinterfragen. Oft spielt sich sowas im Unterbewusstsein ab: man glaubt, das Beste für seine Kinder oder wen auch immer zu tun und merkt gar nicht, dass es eigentlich doch nur Egoismus ist.
      Gruß
      Thorsten

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „thz2906“ ()

      Hi,

      wieso können die Kids nicht studieren, weil das Geld, welches an Unterhalt gezahlt wird, jetzt, wie es der Gesetzgeber vorsieht, in die Kids investiert wird? Es wird ja wohl kaum von dem Mehrbetrag, den der Vater jetzt angespart sehen möchte, ein Studium zu finanzieren sein? Also ein 6-stelliger Betrag? Pro Kind? Und, selbst wenn die Eltern beide bis dahin unvorhergesehen verarmen, dafür gibt es das Zauberwort BaföG. Nur, wieso sollten die Eltern (beide Eltrenteile) schlagartig verarmen, zur gleichen Zeit BaföG abgeschafft werden, auch noch die Studienkredite und Stipendien? Und wie werden in ein paar Jahren von 200 € mehr im Monat über 100.000 € angespart? Diesen Geheimtipp hätte ich wirklich gerne.

      Herzlichst

      TK
      Moin TK,

      also, ich nehme mal an, dass das mit dem Studium nur ein Beispiel sein sollte für Dinge, die gemeinhin für teuer gehalten werden und die über den Unterhalt hinaus bezahlt werden sollen. Im Grunde kostet studieren nicht soo viel, wie Du schon sagst, es gibt Bafög und die Studenten können auch in den Semesterferien arbeiten gehen. Der Unterhalt ändert sich ja nicht dadurch, dass der Spross studiert. Aber manchmal finanzieren die vermögenderen Eltern dann eben die Miete für oder kaufen eine Studentenbude und einen Jaguar, damit der Nachwuchs standesgemäß in die Uni fahren kann ;-). Dann wird's freilich teuer. Und bei Trennungskindern ist es dann halt doof, wenn man selber nur zahlen darf und sich der andere Elternteil mit den Federn schmücken kann.
      Gruß
      Thorsten
      Du, das ist doch hier nicht das Problem. Hier will jemand sich in eine Familie einmischen, die ihn nichts angeht. Die Mutter arbeitet glücklicherweise auch, also wird mit Volljährigkeit ohnehin neu gerechnet. Und für Eltern, die finanziell bisher für ihre Kinder aufgekommen sind, für die ändert sich doch wenig durch das Studium. Meine Erfahrung. Für viele wird es sogar besser. Einfach weil das Kindergeld voll angerechnet wird. Und weil es für auswärts untergebrachte Kinder eben die Deckelung nach oben gibt. 735 € inkl. Kindergeld, und das wars. Das ist doch alles kein Drama für "unseren" Vater hier.

      Ich habs seinerzeit so gehalten, dass der Führerschein und so einiges andere über Weihnachtsgeschenke u.s.w. angespart wurden. Zusatzgaben waren das nun wirklich nicht. Aber, das hat doch nichts damit zu tun, dass sich der Vater hier im Augenblick nicht einmischen sollte. Juristisch existiert kein Anspruch und es wäre auch auf der menschlichen Schiene unklug. Denn sowas stört die Beziehung zu den Kindern ja auch massiv.

      Herzlichst

      TK
      TK,

      völlig richtig.

      Ich finde es enttäuschend, wenn die Ausgaben für die Kinder gar nicht hoch genug sein können, solange die Familie zusammen ist, und nach der Trennung wird dann um jeden Euro Unterhalt geknausert. Als wären die Kinder plötzlich nichts mehr wert und nur noch ein lästiges Anhängsel aus einem anderen Leben. Da ist doch (für jeden Außenstehenden) offensichtlich, dass es gar nicht ums Kind geht, sondern um die Befriedigung eigener Bedürfnisse. Nämlich der Ex einen reinzuwürgen. Da kann man nur hoffen, dass die Kinder das nicht mitkriegen.

      Wie gesagt: das Geld für den Unterhalt ist weg und gehört der anderen Familie. Da beisst die Maus keinen Faden ab. Wenn man also der Meinung ist, man wolle seinem Kind Führerschein, Jaguar und eine Einliegerwohnung am Studienort spendieren, dann muss man das eben nebenher tun. Kann ja nicht sein, dass man dem Kind so großzügige Geschenke macht auf Kosten des Kindesunterhalts (und es damit dann die andere Familie bezahlen lässt).

      Solche Dinger versucht der Ex meiner Frau auch ab und zu drehen: erst beteiligt er sich großzügig an irgendwelchen Zuwendungen und will es dann vom Unterhalt wieder abziehen. Da fühlt man sich doch als Empfänger auch nur noch verarscht.
      Gruß
      Thorsten

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