Umgang tut den Kindern scheinbar nicht gut,... Sorgerecht berechtigt?

      Umgang tut den Kindern scheinbar nicht gut,... Sorgerecht berechtigt?

      Ich frage mal in die Runde:
      Kann man einem Vater das Sorgerecht entziehen lassen, wenn der Umgang den Kindern eher schadet?

      Sachverhalt ist folgender:
      Die beiden sind geschieden. Der Vater kümmert sich weitesgehend auch oft um seine Kinder. Jedoch ist es so das er denen einiges "eintrichtert". Es ist zb so das er den kindern sagt der neue von mama hat euch nichts zu sagen. er bringt ihnen bei das der neue zb Klappspaten heisst oder vollpfosten oder lappen. . . nun denke ich das die kinder doch den respekt vor den erwachsenen verlieren wenn sie solch umgang lernen. Kinder sind 4 6 10 jahre alt.
      desweiteren trinkt er auch seine bierchen... inwiefern es "zuviel" ist weiss ich offiziell nicht.
      Er bringt denen bei das sie auf ihren onkel nicht hören brauchen. aber ich kann auch sagen das die kinder relativ schwierig sind. die brauchen schon mal das ein oder andere macht wort. sie sagen zum onkel "papa sagt wir brauchen nicht auf dich hören".... tun es dementsprechend auch nicht.

      also alles in allem sorgt er stets dafür das die kindsmutter nicht ohne ihn klar kommt, was die kinder angeht.

      was könnte man tun?
      Hi,

      das Sorgerecht hat nichts mit dem Umgangsrecht zu tun. Sorgerecht, das sind mal überspitzt formuliert, ein paar Unterschriten, mehr nicht. Alkohol spielt auch keine Rolle, wir haben genug Abhängige, bei denen die Kids sogar ganz leben, funktioniert ja auch in vielen Fällen trotzdem. Was ich rüber bringen möchte, das ist, keine Nebenkriegsschauplätze auftun, du darfst dich nicht verzetteln.

      Nun konkreter zur Situation. Grundsäztlich hat dein Lebensgefährte das Recht, an Alltagsentscheidungen mitzuwirken. Geht ja gar nicht anders. Mal praktisch ein Beispiel: er weckt die Kids, weil du schon arbeitest. Dann kann das Schulkind nicht sagen, es stehe nicht auf .....Okay, Problem erkannt? Das ist auch im BGB so festgezurrt.

      Jetzt ist die Frage, wie man mit dem Problem zielführend umgeht. Wenn die Kids größer wären, dann würde ich sagen, es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie durchschauen, wie lächerlich das ist, was der Vater da abzieht und das alles schlicht und ergreifend in dem Ordner "Spinnereien von Dad" abheften. Ich weiss nicht, ob die Kleinen schon so weit sind. Man könnte seinen Fokus also auf die Erziehung/Immunisierung der Kids richten. Häufig hilft es ja schon, wenn so jemand merkt, dass keiner ihn mehr ernst nimmt.

      Wenn das nicht weiter bringt, dann sollte man eine vermittelnde Beratungsstelle einschalten. Das kann das Jugendamt sein, aber auch pro familia, donum vitae, was weiss ich. Denn vom Grundsatz her darf kein Elternteil während des Umgangs mit den Kindern was tun, was den anderen Elternteil herabsetzt.

      Vielleicht können Dritte den Vater ja auf den "Pfad der Tugend" zurückführen und rüberbringen, dass seine Art von Humor in der Erziehung von Kindern unangebracht ist.

      Herzlichst

      TK

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