Gericht / Umgang / Kindeswohl

      Gericht / Umgang / Kindeswohl

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      Sehr geehrte Damen und Herren,

      bevor ich meine Fragen präsentiere, ist es wichtig die ganze Konstellation und Hintergrund Information zu verstehen.

      Ich arbeite derzeit in einem Haushalt bestehend aus Mutter, zwei Kinder, Sohn 12 und Tochter 8 Jahre alt. Die Mutter führt derzeit eine Fernbeziehung. Ihr noch Lebensgefährte wohnt in Basel, besitzt Drei Titel "Prof. Dr. Dr." und hat selbst zwei Kinder.

      Nun ist aus dem bereits ein Jahr langen Angestelltenverhältnis ein sehr inniges Verhältnis geworden. Wir haben uns ineinander verliebt. Also die Mutter und ich.

      Die Mutter ist seit vier Jahren von ihrem ExMann getrennt. Es ist ein Wechselmodell vorhanden, aber es besteht,weder eine gute Kommunikation, noch sind sich die Eltern einig, was die Erziehung anbelangt.

      Bespiel:

      Während die Mutter und Ich die Spielsucht des Kindes versuchen zu unterbinden, unterstützt der Vater diese. Der Sohn verbalisierte, dass er dort Tag und Nacht spielen dürfe. Er erzählt auch von allen Freiheiten und keinen Grenzen.

      Die Tochter wünscht das Wechselmodell nicht mehr und möchte ein "Residenzmodell" bei Mama, weil Sie Angst vor Papa hat, was die Tochter mir mitteilte. Hinzukommend mögen die Kinder den neuen Lebensgefährten, mit dem die Mutter bereits seit drei Jahren zusammen ist, nicht.

      Sie fragen auch immer warum ich gehen muss, wenn er kommt und die kleine sagt immer: "Ben, bitte gehe nicht und manchmal nennt sie mich Papa.

      Ich arbeite in diesem Haushalt nur noch, weil die Kinder eine männliche Hand brauchen, ansonsten bin ich Hundetrainer und studiere Personal Coaching. Die Mutter ist Ärztin. Nachdem der Lebensgefährte die Kinder der Mutter nur vier mal im Monat zu Gesicht bekommt , hat er überhaupt keinen Draht zu den Kindern und auch so kann er nur sehr schlecht mit Kindern umgehen. Vor kurzem erst hat er selbst als Vorbildfunktion versagt, weil er meine Sachen, die sich in diesem Haushalt befinden in einen Müllsack geworden hat, um seine Macht zu präsentieren. Dies haben die Kinder mitbekommen.

      Nachdem aber höchstwahrscheinlich feststeht, dass man beim Umgangsrecht eine Änderung vornehmen sollte, kommt es zu einem Besuch vor Gericht, weil der ExMann sich weigert die Wünsche der Kinder zu akzeptieren. Nun hat die Mutter Angst sich von ihrem derzeitigen Lebensgefährten zu trennen, um mit mir eine Beziehung einzugehen, obwohl ich für die Kinder alles darstelle und für sie die Sicherheit und Stabilität bin. Es ist auch klar, dass ich nicht ewig dort arbeiten kann. Die Angst ist groß, weil ich 22 Jahre alt bin und keine Titel habe. So ist ihre Vermutung, dass das Gericht nach Prestige geht. Obwohl ich der Meinung bin, dass im Falle einer Anhörung der Kinder, die Kinder sagen werden, dass sie mit mir alles unternehmen, sich bei mir wohlfühlen, mit mir Spaß haben etc und dass sie den Lebensgefährten der Mutter nur dulden, weil sie sonst keine andere Wahl haben.

      Es mag durchaus sein, dass ich erst 22 Jahre alt bin, aber meine Reife ist eine andere.

      Während der Lebensgefährte da ist, kümmert er sich kaum um die Kinder. Ganz im Gegenteil er lässt die Mutter alles machen.

      Ich hingehen ging zu allen Beratungsstellen mit, kümmere und sorge mich um die Kinder und übernehme jegliche Verantwortung, vermittle die richtigen Werte und ziehe mit der Mutter an einem Strang.

      Meine Frage ist nun:
      Wenn sich die Mutter nun trennen würde und mit mir eine Beziehung eingehen würde, könnte ihr die Richterin o der Richter ihr einen Strick daraus ziehen?

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      Hi,

      kein Richter will jemand einen Strick aus was auch immer drehen. Bei ein paar hundert neuen Verfahren pro Jahr fehlt da einfach die Zeit. Es ist einem Richter auch einerlei, ob da jemand einen akademischen Titel inne hat oder nicht. Das Gericht schaut aufs Kindeswohl, und das wars. Ob es sinnvoll ist, vom Wechselmodell aufs Residenzmodell umzustellen, das können wir hier nicht abschätzen. Die Tochter ist einem schwierigen Alter. Pubertät ist, wenn die Eltern anfangen, schwierig zu werden. Das sollte man nicht aus den Augen verlieren.

      Es scheint mir hier ein ganz anderes Problem vorzuliegen. Die Mutter ist nicht in der Lage, ihr Privatleben richtig zu sortieren. Ist doch bequem. Den jungen Lover vor Ort, den ältern zusätzlich ab und zu, besser kann es doch nicht laufen. Wenn aber hier schon ständig Beratungsstellen involviert sind, dann läuft doch sehr viel schief (ganz ohne Schuldzuweisung). Und ob ein ständiger Partnerwechsel nicht eine enorme Belastung für die Kinder darstellt, können wir hier nicht einschätzen.

      Herzlichst

      TK

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    Ein Angebot des Vereins "Für soziales Leben e.V."