Elternunterhalt erst ab 100 000 Euro Brutto, CDU Plan

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      Spi schrieb:

      Guten Morgen,
      im Prinzip finde ich die Idee einer Demonstration vor dem BAMS ganz gut, aber ich befürchte, dass wir die Öffentlichkeit nicht hinter uns bekommen.
      Wir sind ja schon eine recht kleine Gruppe. Die meisten werden denken, dass wir von dem vielen Geld ja auch was abgeben können.
      So hat sich ja sogar die Sachbearbeiterin vom SHT geäußert.
      Ich denke außer Neiddebatten wird das nichts bewirken.

      Was meinen die anderen?


      Das ist die Privatmeinung derSachbearbeiterin vom Sozialamt, sie darf diese Meinung haben, muß sich aber ansonsten an die Gesetze und Regeln zum EU halten.

      Die Öffentlichkeit nimmt das Thema differenzierter wahr, in den Medien eher kritisch.

      Es wird meine und die Zukunft anderer Schuldner blockiert, es wird der soziale Aufstieg Kinder und ihrer Kindeskinder aus der Unterschicht einseitig verhindert, während Kinder aus der Mittelschicht und Oberschicht ihre finanzielle Freiheit behalten dürfen. Für eine Verwirkung sind die Regeln sehr rigide, so daß Kinder, die enterbt worden sind, EU gezahlen müssen. Und dann das Fehlen des Freibetrages von 100.000 Euro im Gegensatz zu den Regelungen in der Grundsicherheit. Von dem vielen Geld bleibt dann auch nicht mehr so viel übrig, man muss aufpassen, daß man mit Sachverstand und einem guten Anwalt sich schützen kann. Das sind Gründe genug, um zu demonstrieren. Außerdem stärkt so eine Aktion das Selbstbewusstsein. Diese Seite ist nicht unbeliebt, und Demonstrationen können über campact oder andere Organisationen angekündigt werden, eine Demo auch notfalls abgesagt werden. Ich würde das nicht für die Öffentlichkeit tun, sondern für mich und mit denen, die das skandalös finden. Jedes Thema einer Demo hat auch Gegner. Soll ich mich und wir davon abhalten lassen, daß es Dumme gibt, die für den Elternunterhalt sind? Ich will nicht andere überzeugen, aber es gibt viele Argumente, so daß ich auch gewillt bin zu diskutieren, wenn es darauf ankommt. Andereseits kann man sich auch stumpf auf sich selber fokussieren während einer Demo. Berlin war im übrigen nur eine Idee.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Herzenskrieger“ ()

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      Herzenskrieger schrieb:

      Dürfte ich die Quelle erfahren?


      Habe ich aus dem statistischen Bundesamt. Direkte Verlinkung hat da nicht geklappt.
      www-genesis.destatis.de/genesi…&index=2&structurelevel=3
      Dann weiter die entsprechenden Infos über Themen auswählen oder im Suchfeld "Hilfe zur Pflege" eingeben und die entsprechenden Sachverhalte aufrufen.
      Ich hatte da die Tabelle mit der Nummer: 22111-0012 im Blick

      LG frase

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „frase“ ()

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      frase schrieb:

      Hier habe ich mal was Statistisches gefunden. Wenn ich es richtig verstehe, dann wurden 2017 etwas 513 Mio € bei der Hilfe zur Pflege eingenommen.Das wäre also der Betrag, der den Länderhaushalten fehlen würde.Wenn das stimmt, abzüglich des Verwaltungsgedöns, wäre es doch etwas mehr als bisher angenommen.LG frase


      Hi Frase,

      habe auch gerade mal bei Destatis geschaut. Und nur ein Teil der Einnahmen kommen aus dem Elternunterhalt.

      Habe auf die Schnelle nur ein Dokument zu Hilfe zur Plfege aus 2013 gefunden (destatis.de/DE/Publikationen/T…df?__blob=publicationFile)

      Seite 26

      Einnahmen ...................................................................485 600 199

      Kostenbeiträge und Aufwendungssatz, Kostenersatz .............................66 924 995
      Übergeleitete Unterhaltsansprüche gegen bürgerlich-rechtlich
      Unterhaltsverpflichtete ......................................................67 925 628

      Leistungen von Sozialleistungsträgern .......................................256 769 758
      Sonstige Ersatzleistungen ....................................................42 184 516
      Rückzahlungen gewährter Hilfen (Tilgung und Zinsen v. Darlehen) ..............51 795 302

      Dann tippe ich jetzt mal auf 80 Mio aus EU für 2018.

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      Deine Zahlen von 2013 sind ein sehr guter Anhaltspunkt. Wenn man sich die Entwicklung anschaut, wird auch deutlich, dass in 2017 die Gesamtsumme gesunken ist.
      Sie ist sogar geringer als die von 2013 und hat mit der Neueinführung der Pflegegrade und der veränderten Berechnung für die Heimkosten ab 2017 zu tun.

      LG frase

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      Wenn es sich wirklich um so "kleine" Summen handelt, sollte das im Bundesrat doch eine Chance haben. Zumal sogar die FDP im Landtag von SH dafür ist.

      Mehr Sorgen bereitet mir die Versicherungs-Lobby. Denen geht nämlich ein schönes Verkaufsargument für ihre Pflegezusatzversicherungen flöten. Man beachte nur die etwas skurrilen Rechenbeispiele, mit denen hier argumentiert wird:
      versicherungsbote.de/id/4844206/Elternunterhalt-Bayern/

      Pflegezusatzversicherungen als Lösung für den EU? Hm, hat schon mal jemand von euch versucht, die Krankengeschichte eines Elternteils aufzuarbeiten? Und die Bahr ist ein Witz!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „ligu“ ()

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      ligu schrieb:

      Wenn es sich wirklich um so "kleine" Summen handelt, sollte das im Bundesrat doch eine Chance haben. Zumal sogar die FDP im Landtag von SH dafür ist.

      Mehr Sorgen bereitet mir die Versicherungs-Lobby. Denen geht nämlich ein schönes Verkaufsargument für ihre Pflegezusatzversicherungen flöten. Man beachte nur die etwas skurrilen Rechenbeispiele, mit denen hier argumentiert wird:
      versicherungsbote.de/id/4844206/Elternunterhalt-Bayern/

      Pflegezusatzversicherungen als Lösung für den EU? Hm, hat schon mal jemand von euch versucht, die Krankengeschichte eines Elternteils aufzuarbeiten? Und die Bahr ist ein Witz!


      Die Versicherugslobby ist tatsächlich ein harter Gegner für unsere Interessen. Denen entgeht natürlich Geschäft. Sie hätten etwas weniger Angst zum streuen, wenn die Neuregelung kommt.

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