Mehrbedarf - Bitte um Rat!

      Mehrbedarf - Bitte um Rat!

      Hallo liebe Leidensgenossen!

      Ich bin neu hier in dem Forum und brauche dringend Hilfe und Rat. 3 Kinder haben wir in die Welt gesetzt, alles wunderbar, bis nach einer mehr als freundschaftlichen Trennung der neue Mann in das Leben meiner Ex-Frau trat. Sie hat nach der Trennung wieder angefangen zu arbeiten, in einer Klinik, als Sekretärin eines leitenden Chefarztes. Und genau dieser war es, der nach 2 Wochen vor ihr stand mit 50 roten Rosen und ihr die Liebe gestand. Wow dachte ich, was besseres kann dir nicht passieren, meine Kinder wachsen jetzt wohlhabend auf, es wird an nichts fehlen, ich lebte nach dem Motto...geht es den Kids gut, geht es der Mama gut....geht es mir gut. Aber es stellte sich heraus, dass ich einem Irrglauben verfiel, genau das Gegenteil erfuhr ich und es sind jetzt 4 Jahre in denen ich leide wie ein Hund, ja schlimmer noch, meine Arbeitskraft ist am Ende, bald hat mich meine Ex und ihr neuer Mann dort wo sie mich haben wollen....unter der Brücke!
      3 Monate später wurde geheiratet und bei einem Telefonat mit meiner Ex erfuhr ich, dass ihr neuer Mann selber eine Scheidung hinter sich hat, die ihn wohl rund eine viertel Million Euro kostete. Tja, das waren die letzten Worte die ich mit ihr gewechselt habe, danach ging ein Rosenkrieg los, über den man ganz locker einen Bestseller schreiben könnte. Alles, aber auch wirklich alles was man von einem Vater
      holen kann....wurde von mir geholt. Mal ehrlich, gibt es was ungerechteres in diesem Land als die Behandlung von Unterhaltszahlern die arbeiten gehen und einigermaßen gut verdienen?! Ich kann es mir nicht vorstellen.
      An dieser Stelle möchte ich zu meinem eigentlichen Problem kommen. Meine Ex-Frau hat das Zepter an ihren Mann übergeben, er zieht alle Fäden, sie hat die Vollmachten beim Anwalt unterschrieben und er streitet um´s Geld bis auf´s Blut, es macht ihm Spaß zu streiten, er ist bekannter Narzzist und er wird weiterstreiten wegen jedem Cent bis zum letzten Tage an dem Unterhalt fließen wird. Und Leute, er kann nahezu machen mit mir was er will, kein Gesetz und kein Richter schützt mich vor dieser Willkür und krankhaften, perfiden Machenschaften, ich bin ihm sozusagen ausgeliefert.
      Von der volljährigen Tochter die schon eigenes Einkommen hat verlangte er, dass sie den Kontakt zu mir abbricht. Das hat sie sofort abgelehnt....was war die Folge?! Er und meine Ex haben sie am gleichen Tag vor die Tür gesetzt! Von meinem minderjährigen Sohn wurde es auch verlangt! Er verneinte ebenfalls und seit daher wird er links liegengelassen und total vernachlässigt.
      Es gibt jetzt noch eine 18-jährige Tochter, sie hat erst mit knapp 18 die Mittlere Reife mit einer 2 abgeschlossen. In Mathe hat sie schon immer Nachhilfe benötigt, dort war sie wirklich schlecht, tja, das kann vorkommen, aber dann vom Stiefvater auf eine Privatschule geschickt zu werden, auf dem Mathe sehr groß geschrieben wird, das muss man nicht verstehen, zumindest nicht als normaldenkender Mensch.
      Kurzum, er hat sie auf diese Schule geschickt, weil er genau wußte, daß hier Zusatzkosten entstehen die im Regelfall von mir übernommen werden müssen. Und somit gibt es wieder einen Grund für ihn vor Anwälten und Gericht zu streiten. Ich habe meine volljährige Tochter nicht dort angemeldet, mir hat keiner was gesagt von € 250,-- Nachhilfekosten im Monat, insgesamt sind es € 300,-- an Mehrbedarf auf die mich meine Tochter verklagt hat...natürlich auf Geheiß des Stiefvaters. Gegen diese Forderung wehrte ich mich natürlich und es ging vor das Familiengericht. Der Richter fragte meine Tochter wie sich die Note nach einem Jahr Nachhilfe verändert hat. Da fing sie an zu weinen und sagte...überhaupt nicht, sie ist immer noch auf einer 5, es hat nichts gebracht! Mein Anwalt fragte sie danach ob sie versucht habe eine günstigere Alternative von Nachhilfeunterricht zu finden...nein erwiderte sie, habe sie nie versucht, der Einzeluntericht wäre notwendig, sonst sehe es noch schlechter aus!!! Der Richter meinte dann, dass der Vater, also ich, das nicht bezahlen muss bei Erfolglosigkeit, das sollte wohl klar sein. Überhaupt wäre dieser Schulbesuch in Frage gestellt bei der schlechten Leistung in einem Hauptfach.
      Der Richter ging kurz in sich und sagte mir dann, dass ich die € 441,-- Volljährigenunterhalt nach DDT zahlen soll und meine Ex die Nachhilfe bzw. Privatschule. Nun denn, damit war der Anwalt meiner Tochter nicht zufrieden, er wolle die vollen € 771,--, man braucht gar nicht mehr weiterreden, es wird abgelehnt.
      Kurz vor Weihnachten 2017 kam dann der Beschluß vom Familiengericht. Kurz gesagt...es sieht aus, als ob der Richter und der gegnerische Anwalt die Köpfe zusammengesteckt und wirklich alles zu meinen Ungunsten entschieden haben. Ich muss alle Kosten tragen, Gerichtskosten zu 100% und auch die € 300,-- Mehrbedarf. Und ich darf lt. dem Richter nichtmal ein Zeugnis sehen. Ein Satz in dem Beschluß fiel mir besonders auf: Die Verbesserung der Note in dem Fach Mathematik ist völlig belanglos, das volljährige Kind hat ein Recht darauf und ich muss es bezahlen. Was hat dieser Mann nur geraucht, das darf doch alles nicht wahr sein. Achja, meiner Ex-Frau, der ein lächerlicher Wohnwert bzw. fiktives Einkommen angerechnet wurde, hat mit ihrem Halbtagsjob einen Anteil am Volljährigenunterhalt von sage und schreibe € 10,30. Es leben die deutschen Scheidungs- und Unterhaltsgesetze! Die fahren mit dem 500-er AMG- Benz vor das Gerichtsgebäude, wollen von mir Geld haben für Dinge, die völlig erfolglos sind, ich habe keinerlei Mitspracherecht, muss nur zahlen ohne Zeugniseinsichten usw., was ist denn das für eine Welt?! Ich habe jetzt nach Abzug von weiterem Unterhalt für meinen Sohn, Miete usw., gerade mal
      € 370,-- mehr als ein Hartz4- Empfänger! Und meine Ex? Mit Unterhalt, Gehalt usw. einiges über € 2.000,--, zahlt keine Miete...nichts! Hat einen Mann geheiratet der im sechsstelligen Bereich verdient und es hat kaum Bedeutung. Nicht zu fassen diese Ungerechtigkeit.

      Meine Frage an Euch da draußen: Soll ich gegen diesen Beschluß beim OLG Einspruch erheben?

      Man o man, viel Text, viele weitere Widrigkeiten weggelassen, ich kann es einfach nicht akzeptieren! :(
      Hallo Leute,
      gibt es denn niemanden der jemals was ähnliches auf dem Tisch hatte?

      Zusammengefasst:
      Mutter arbeitet halbtags bei ihrem eigenen Mann als Sekretärin, fiktives Einkommen inkl. Wohnwert durch mietfreies Leben: € 1.400,--
      Mein bereinigtes Nettoeinkommen: € 2.700,--
      Unterhaltsverpflichtungen weiteres priviligiertes Kind: € 441,--
      Tochter hatte schon zu Realschulzeiten Nachhilfe in Mathe. Stiefvater drängelt sie auf eine Privatschule, Tochter meldet sich dann selber
      dort an, ist zu dem Zeitpunkt bereits volljährig.
      Benötigt weiterhin Nachhilfe, Kosten monatlich in Höhe von € 250,--, Privatschule und Fahrtkosten nochmals € 50,-- dazu
      Es wurde nie ein Wort darüber gesprochen dass meine Tochter auf diese Schule gehen soll, geschweige denn Nachhilfe braucht
      Nach einem Jahr Nachhilfe keinerlei Verbesserung in diesem Fach, es wurde auch nie versucht was günstigeres zu finden oder was effizienteres
      Und ich darf lt. Richter nichtmal ein Zeugnis sehen, habe kein Einsichtsrecht darauf.

      Klar, es bleibt mir noch was übrig zum Selbstbehalt von € 1.080,--, aber diese ganze Methodik, keine Informationen, keine Absprache mit mir,
      einfach vor vollendete Tatsachen stellen, das widerstrebt mir derart.

      Anwalt meint, dass wir Beschwerde gegen den Beschluss beim OLG einlegen sollen. Ich weiß aber auch, daß mein Anwalt gut daran verdient
      und das Gericht auch. Mal ganz abgesehen davon wie sich meine Ex eins lachen wird....sollte ich wieder verlieren.

      Ach...und nochwas, mit der Tochter besteht seit über 4 Jahren kein Kontakt mehr, vielen Dank liebe Mama, hast ganze Arbeit geleistet.
      Hallo Rainman,

      Die Länge deiner Beiträge überfordert die Meisten.

      Um was geht es dir?

      Tochter ist wie alt? was macht sie Schule Ausbildung?

      Wohnt sie bei der Mutter? oder eigener Haushalt?

      Hast du gemeinsames Sorgerecht?

      edy
      Eine freundliche Begrüßung bei jedem Beitrag, ist eine Werschätzung gegenüber den Antwortgebern
      z.B. "Hallo"
      das ist ein Laienforum, die Antworten sind nicht rechtsverbindlich.
      Hallo edy,

      erstmal Danke für die Antwort.

      Meine Tochter ist 19 Jahre alt, hat keine eigenen Einkünfte, sie wohnt bei der Mutter.
      Tochter hat erst mit knapp 18 die Mittlere Reife mit einer 2 abgeschlossen. Stiefvater
      hat sie genötigt auf ein Studienkolleg zu gehen um das Abitur zu erreichen.
      Er hat sie genau dort hingeschickt, weil er wußte, daß zusätzliche Kosten entstehen
      um die vor Gericht gestritten werden können. ER verdient im sechsstelligen Bereich,
      profitiert seit der Heirat mit meiner Ex von der Lohnsteuerklasse 3. Meine Tochter hat
      beim Anwalt lediglich die Vollmacht unterschrieben, der Rest kam von ihm. Der Mann
      ist komplett krank und streitsüchtig.

      Auf den Punkt gebracht: Es kann doch nicht sein, dass meine Ex einen wohlhabenden
      Chefarzt heiratet, mietfrei in einer riesigen Villa wohnt, eine Putzfrau hat und dann
      von mir € 300,-- zusätzlich zum regulären Unterhalt bekommt. Das ist nicht nur unge-
      recht, es ist schlichtweg falsch. € 10,30 ist ihr Anteil am Volljährigenunterhalt, bei
      fiktivem Einkommen in Höhe von € 1.400,--.

      Der Beschluß vom Familiengericht liegt mir vor, ich muss alles zahlen, bis auf den
      letzten Cent der von meiner Tochter gefordert wird. Komplette Gerichtskosten zudem
      noch, obwohl ich im Vorfeld mehrmals den außergerichtlichen Weg vorgeschlagen habe.

      Unterhalt nach DDT zahle ich gerne, aber Privatschule, Fahrtkosten dorthin und komplett
      erfolgloser Nachhilfeunterricht....nein, das soll die Mutter übernehmen.

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