Bereinigtes Einkommen für Elternunerhalt

      Bereinigtes Einkommen für Elternunerhalt

      Hallo,
      ich habe eine weitere Unklarheit,dessen Antwort ich nirgends finden kann.
      Bei der Bereinigung des Nettoeinkommens darf ich 5% in die Altersvorsorge sparen und Abziehen. Den Betrag den ich seit Jahren schon zurücklege ist deutlich größer.
      Von welchem Bruttobetrag werden die 5% gerechnet?
      Von meiner jetzigen relativ geringen Erwerbsminderungsrente, oder von meinem letzten richtigen Verdienst (2013 der deutlich höher war)?
      Gilt für mich als Schwiegerkind auch die 5% Grenze?

      Es wäre schön einen Link der Quelle zu erhalten.

      Danke
      Der Blaue Klaus

      Blauerklaus schrieb:

      Bei der Bereinigung des Nettoeinkommens darf ich 5% in die Altersvorsorge sparen und Abziehen. Den Betrag den ich seit Jahren schon zurücklege ist deutlich größer.
      Von welchem Bruttobetrag werden die 5% gerechnet?
      Von meiner jetzigen relativ geringen Erwerbsminderungsrente, oder von meinem letzten richtigen Verdienst (2013 der deutlich höher war)?
      Gilt für mich als Schwiegerkind auch die 5% Grenze?

      Dazu habe ich im parallelen Thread schon eine Antwort gegeben:

      awi schrieb:

      Das Schwiegerkind kann mehr sparen. Das ist bereits höchstrichterlich geklärt.


      BGH, Urteil vom 12.12.2012 - XII ZR 43/11

      Unter Anlegung eines objektiven Maßstabs war es dem Ehemann der Beklagten während der bestehenden Ehe aber nicht verwehrt, mehr als 5 % seines Jahresnettoeinkommens zu sparen. Die Revision verweist insofern auf den vom Berufungsgericht in Bezug genommenen und nicht als verspätet angesehenen Sachvortrag der Beklagten, ihr Ehemann spare ausweislich der beigebrachten Belege monatlich 400 €. Bei einem bereinigten Nettoeinkommen (einschließlich Kapitaleinkünften) von über 3.000 € monatlich im Jahr 2007 (vgl. unten) und unter Berücksichtigung mietfreien Wohnens entspricht dies einer Sparquote, die auch nach objektiven Maßstäben nicht zu beanstanden ist. Eine nach den Verhältnissen zu dürftige Lebensführung tritt dadurch jedenfalls nicht ein. Folglich haben diese Mittel für die Unterhaltsbemessung außer Betracht zu bleiben; der Abzug für die zusätzliche Altersvorsorge hat andererseits zu entfallen.



      Meine Meinung:

      Im Auskunftsbogen angeben, was tatsächlich von wem gespart wird und dann erst mal abwarten, wie die Behörde rechnet und entscheidet.

      Ich empfehle 2 separate Konten, auf denen das Geld jeweils eingezahlt wird:

      Konto 1 lautet auf den Namen der UHP: Das Geld (z.B. 100 EUR) wird von Ihrem Gehalt dort eingezahlt.
      Konto 2 lautet auf den Namen des Ehemanns. Das Geld (z.B. 300 EUR) wird von seinem Gehalt/Rente dort eingezahlt.

      Sollte die Behörde die Zahlung des Ehemanns nicht bereinigend anerkennen, dann hier einfach noch einmal posten und die Begründung mitteilen.

      So wie ich die Arbeitsweise der SHTs kenne, wird man wahrscheinlich um die Anerkennung kämpfen müssen.
      Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
      Abkürzungen: UHP = Unterhaltspflichtige(r), UHB = Unterhaltsberechtigte(r), RWA = Rechtswahrungsanzeige, SHT/SA = Sozialhilfeträger/Sozialamt, AVV = Altersvorsorge(schon)vermögen

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