Kind hat keinen Plan zur Ausbildung

      Kind hat keinen Plan zur Ausbildung

      Hallo zusammen,
      meine Tochter die im Oktober 18 und wiederholt noch mal 10 Klasse um ihre Noten zu verbessern.
      Was soweit erst mal ok ist. Die Bitte auf die letzten Zeugnisse wurde abgelehnt. Auf die Frage über den geplanten weiteren Ausbildungsverlauf bekam ich nur die Antwort, dass „sie darüber noch keinen Plan haben“.
      Kann ich von meiner Tochter verlangen dass sie sich zu einer Berufsberatung begibt?
      Auf diese Weise wird doch nur versucht die Verweildauer im Unterhalt künstlich zu verlängern.
      Wie kann ich darauf Einfluss nehmen. Kontakt zum Kind besteht nicht.
      Hi,

      ich weiss nicht, ob gemeinsames Sorgerecht besteht, dann hättest du einen Anspruch auf die Zeugnisse gegen die Mutter, dieser Anspruch hätte auch direkt gegenüber der Schule geltend gemacht werden können. Kann aber jetzt dahingestellt bleiben, die Zeit ist ja vorbei.

      Ab Oktober musst du dich direkt mit dem Kind auseinander setzen. Ich weiss jetzt nicht, ob ein Titel besteht, der über die Volljährigkeit hinaus geht. Jedenfalls ist ab 18 die Mutter unterhaltstechnisch mit im Boot, zusätzlich wird das Kindergeld voll angerechnet. Einfluß auf die Berufswahl kannst du nicht nehmen. Auch nicht auf die Planung der beruflichen Zukunft. Allerdings, wenn die Umsetzung dann nicht zielstrebig ist, dann kannst du das Ganze insofern beeinflussen, als dass du letztlich die Zahlungen einstellen kannst.

      Berufsberatung durch die Arbeitsagentur, dass wird doch heute flächendeckend als Schulveranstaltung gemacht, ja, auch Einzelberatung. Über die Qualität, na ja, es kommt wie immer auf den Berater an. Und, wenn eine Verweigerungshaltung da ist, dann ändert eine Beratung auch nichts.

      Aber, beantworte erst mal die Frage, ob ein Titel existiert, der über die Volljährigkeit hinaus geht.

      Herzlichst

      TK
      Hi tk,
      ein Titel besteht nur bis zur volljährigkeit. Er ist auf den Tag genau begrenzt.
      In der Zeit in der sie die Zehnte wiederhollt werd ich nichts machen können. So wie es aussieht kommt danach wieder
      nur ne Notlösung um weiter Unterhalt zu beziehen.
      Wenn ich keine Mittel habe kann das Tochter ja bis zum geht nicht mehr ausreizen.
      Kann man mir unter diesen Umständen einen unbefristeten neuen Titel aufzwingen? Zielstrebig sieht für mich anders aus.
      Hi,

      nö, so einfach ist das nicht. Ich hatte ja schon geschrieben, es wird jetzt auf jeden Fall weniger, einfach, weil die Mutter dabei ist. Und Kindergeld voll angerechnet wird.

      Ich würde jetzt das Kind anschreiben, mit Einwurfeinschreiben. Um Angabe der neuen Kto.-Nr. bitten, um Nachweise darüber, was die Mutter verdient, damit der Unterhalt neu berechnet werden kann. Keine Ahnung, ob da noch andere Kinder sind, die in die Berechnung mit eingehen. Aber, nochmals ganz klar, weniger wird es auf jeden Fall, was du zahlen musst.

      Herzlichst

      TK
      Hi,
      Mutti arbeitet soweit ich weis Teilzeit. Was mir Angst, macht ist das hier kein Licht am Ende des Tunnels kommt. Mutti und Tochter scheinen die Zeit im Unterhalt ausweiten zu wollen. Für eine Ausbildungsstelle für 2019 würd es jetzt schon wieder enge. Vor alles weil keine Bestrebungen dazu gemacht werden.
      Hi,

      also das Kind ist doch in einem Alter, in welchem es absolut normal ist, dass es noch von den Eltern subventioniert wird. Frag mal die Schüler in dem Alter, ob sie eine Peilung hinsichtlich der beruflichen Zukunft haben. Das hat kaum einer, glaub es mir mal. Und mit einem schlechten Zeugnis ist es trotz Lehrlingsmangel praktisch aussichtlos, sich zu bewerben. Die Tochter hat im Augenblick wenig Chancen. Du weisst ja nicht, ob die Tochter sich nicht beworben hat, nur wegen des schlechten Zeugnisses eben nirgendwo genommen wurde.

      Ich halte es für absolut verfrüht, sich jetzt schon Gedanken über die berufliche Entwicklung des Kindes zu machen. Und - schlechte Noten sind nicht unbedingt ein Zeichen von Leistungsverweigerung oder Bockigkeit. Manche Kids sind einfach noch nicht so weit. Mal zu Trost, meine beiden, trotz vorzeigbaren Abi-Noten wussten einfach nicht, was sie hinterher machen sollten, nicht weil sie faul waren, sie waren offensichtlich überfordert, trotz Beratung beim Arbeitsamt u.s.w.

      Ich habe beiden ein Semester studium generale geschenkt. Sie konnten sich ohne Leistungsdruck also quer durchs Angebot der Uni hören, und danach wußten beide ganz genau, was sie studieren wollten. Klar, Verzögerung (möglicherweise), vielleicht aber auch nicht, weil keine Fehlentscheidung mit "umsatteln" erfolgte. Mensch, gönn der Tochter einen guten Start ins Berufsleben.

      Herzlichst

      TK

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