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Familienrecht: Scheidung, Unterhalt, Kindesunterhalt, Unterhaltsrecht, Anspruch ...
Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich, Teilung von Hausrat und Wohnung, Scheidungsanwalt


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  #1  
Alt 12.12.2011, 11:05
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Standard Brauch Hilfe, weiß einfach nicht mehr weiter

Ich denke jede Trennung/Scheidung bringt eigene Probleme mit sich und so ist es auch bei mir der Fall. Ich bin 49 Jahre, und habe eine uneheliche Tocher von 16 Jahren (der Kindvater ist gestorben). Vor 12 Jahren habe ich ganz spontan (nach 2 Monaten Kennlernzeit) geheiratet. Nach einigen Enttäuschungen hatte ich das Gefühl er ist der Richtige und holt mir die Geigen vom Himmel und nun ist meine Ehe eigentlich nur noch ein Farce, oder derber ausgedrückt, für mich die Hölle. Sicher jeder Mensch hat seine Fehler und ich schließe mich davon auch nicht aus, zu einer Ehescheidung gehören immer 2, darüber will ich hier aber auch gar nicht weiter eingehen. Nun zu meinem eigentlichen Problem. Ich hatte schon vor meiner Ehe eine Immobilie im Ausland, die seinerzeit ca. 44.000 DM ( ca. 22.000 €) gekostet hat und eine 45 %ige Beteiligung an einer Agentur im Ausland. Umgerechnet erhalte ich einen Lohn von ca. 400,- €. Hier, dazu muß ich erwähnen, das wir beide Deutsche Staatsbürger sind, im Ausland verbringen wir auch unsere meiste Zeit. Noch vor der Ehe wurde das Haus selbst renoviert, Dach gedeckt, Aussenisolierung usw.), dazu war ich im Besitz eines kleinen PKW´s (Wert derzeit ca. 10.000 €)
Mein Mann besaß bei unserer Eheschließung lediglich seine Kleidung und ca. 2000,- DM Barvermögen. Da wir mit einem PKW nicht immer auskamen, haben wir kurz nach unserer Eheschließung ein weiteres Auto für ca. 11.500 € gekauft. Aus einer Unfallversicherung erhielt mein Mann im Jahr 2001 11.000 € (er hatte einen Verkehrsunfall im Jahre 1996). Im Jahre 2001 wurde eine Garage für beide PKW´s gebaut, Ausgaben hierfür ca. 4000,- €.
Vor unserer Ehe war mein Mann Busfahrer und es war seine alleinige Entscheidung, den Beruf an den Nagel zu hängen. Mein Mann hat mich in den ersten 3 Jahren gelegentlich, im Frühjahr und Herbst je ca. 2 Monate, in der Agentur unterstützt (Touristenbranche, saisonbedingt). Ansonsten ging er keiner Beschäftigung nach, hat ausser einer Unfallrente von 277,- € kein weiteres Einkommen. Seit der Wirtschaftskrise läuft auch meine Agentur grad so recht und schlecht und mein Einkommen, privat können wir keine großen Sprünge machen, es reicht gerade zum Leben. Seit dem Sommer 2008 ist mein Mann in einer Autowerkstatt beschäftigt und erhält ein Nettolohn von 400,- €. Im Jahre 2009 haben wir uns entschlossen eine zusätzliche Krankenversicherung, speziell für Deutsche im Ausland, abzuschliesen. Diese Versicherung kostet uns im Monat ca. 200,- €.
Da ich für unsere Ehe keine Zukunft sehe habe ich meinem Mann gesagt, dass eine Scheidung die beste Entscheidung wäre. Wir streiten uns nur noch, haben, und hatten im Grunde auch nie, Gemeinsamkeiten, er schließt sich komplett aus Partnerschaft aus, wir gehen schon seit Jahren nicht mehr gemeinsam weg und es ist so viel, dass ich einen Roman schrieben könnte.
Als Gegenargument kommt von ihm nur :"Geb mir 10.000 € und dann lass dich scheiden" und dann, nur dann würde er gehen. Nun stehe ich vor dem Scherbenhaufen meiner Ehe, und frage mich, welche Ansprüche er hat und warum er ausgerechnet 10.000 € von mir verlangt. Um mir in Deutschland einen Anwalt zu nehmen, reichen mir im Moment meine finanziellen Mittel leider nicht aus. Vielleicht weiß ja jemand hier im Forum Rat. Ich weiß wirklich nicht mehr ein noch aus.

Geändert von Elise (12.12.2011 um 11:11 Uhr)
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  #2  
Alt 12.12.2011, 12:20
edy edy ist offline
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Hallo Elise,

Hier stehen 2 Dinge im Raum.

Trennungsunterhalt und Zugewinnausgleich.

Wie hoch ist dein Einkommen?

Was sind an Werten vorhanden?

lg
edy
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  #3  
Alt 12.12.2011, 14:06
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Mein monatliches Einkommen beträgt ca. 400 €, aus der Beteiligung an der Agentur gab es schon seit Jahren keine Ausschüttung, da sie so gerade über die Runden kommt.
An Werten gibt es nur meine Immobilie, mit der Garage (erbaut 2001) und 2 PKW´s Wert ca. 9.000 und 15.000 €. Jeder von uns beiden hat eine kleine Lebensversicherung die 2021 und 2022 zur Auszahlung kommt. Jeweils um die 20.000 €. Ansonsten gibt es keine Werte, keine Sparbücher etc.
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  #4  
Alt 12.12.2011, 15:27
edy edy ist offline
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Hallo Elise,

Ihr seid beide nicht leistungsfähig dem Anderen Trennungsunterhalt
zu zahlen.

Die PKW würde ich gerecht aufteilen €-Differenzbetrag evtl ausgleichen.

Der Zugewinn dürfte sich gegenseitig "aufheben".

Also: PKW aufteilen,jeder behält seine LV und du bekommst deine IMMO
zurück.

Er bekommt keine 10 000€.

Bevor ihr die Sache anwaltlich regeln lasst, bedenkt die hohen Kosten.

lg
edy
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  #5  
Alt 12.12.2011, 18:21
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Vielen Dank für deine Tipps edy. Ohne dir zu Nahe zu treten, aber darf ich fragen auf welche Grundlagen sich deine Argumente aufbauen. Bitte nicht falsch verstehen, aber durch viele negative Lebenserfahrungen hinterfrage ich alles Doppelt und Dreifach. Du schreibst von den hohen Anwaltskosten, wie aber könnte/sollte die ganze Angelegenheit geregelt werden. Mein Mann hat mir heute noch wieder klar und deutlich zu verstehen gegeben: Geb mir 10.000 € und ich verschwinde, wenn du Krieg willst, kannst du ihn haben.
Ich habe ihm gesagt, dass ich keine 10.000 € habe und ihn gefragt, warum er sich so sicher ist, dass ich ihm so viel Geld geben müsste. Seine Antwort: Er hat 2 Scheidungen hinter sich und kennt sich aus. Und ausserdem muß er sich eine neue Existenz aufbauen, denn er hat in Deutschland nichts mehr.
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  #6  
Alt 12.12.2011, 18:54
edy edy ist offline
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Hallo Elise,

Ich bin seit ca.2 Jahren geschieden.

Hatte mich mit meiner Frau ohne RA "großzügig" geeinigt was Unterhalt
und Zugewinn betrifft.

Das machte sie misstrauisch,nahm sich einen Anwalt.

Ich begann zu lesen. Z.B. die Themen hier im Forum oben im schwarzen
Balken
, und in anderen Foren.

Ich hatte dann auch einen RA.Es ging vor Gericht und es stellte sich
heraus das ich mit meinem RA "eine Niete" gezogen hatte.

Dank meines angelesenen Wissens konnte ich mich aber ganz gut "verteidigen".Meine Frau bekam dann einiges weniger als vorher freiwillig
vereinbart.

Dann kam von meiner "Niete" eine ziemlich saftige Rechnung.

Mache ein Beratungsgespräch bei einem Fachanwalt für Famlienrecht aus und
lass dich beraten (ca.200€) dann kannst du immer noch entscheiden ob
du dich von ihm vertreten lässt.

lg
edy
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  #7  
Alt 12.12.2011, 19:46
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Danke dir edy, auch für den Tipp mit Beratungsgespräch.
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  #8  
Alt 13.12.2011, 07:18
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Hallo Elise,

na das hast du dir ja wirklich einen tollen Hecht an Land gezogen. Einen richtigen Lebenskünstler. Ich hoffe, es wird künftig für ihn daraus eine brotlose Kunst werden!
Ich werde einfach niemals verstehen können, wie jemand den früheren Ehepartner so derart Ausbeuten kann. Manche Leute besitzen einfach kein Gewissen.

Zitat:
Zitat von Elise Beitrag anzeigen
Vielen Dank für deine Tipps edy. Ohne dir zu Nahe zu treten, aber darf ich fragen auf welche Grundlagen sich deine Argumente aufbauen.
Man bedenke, das war vor 2 Jahren. Mittlerweile ist er ein wirkliches Ass auf diesem Gebiet und hat alleine hier in diesem Forum schon unzähligen Leuten geholfen.

Ich wünsche dir alles Gute. Und bevor du nicht sicher bist welcher Schritt der nächste ist, oder du nicht sicher bist in Bezug auf die Entscheidungen eines Anwalts, einfach nochmal melden. Oberstes Gebot sollte für dich nun sein, eine saubere Scheidung in die Wege zu leiten und den von dir geangelten Nassauer, finanziell abblitzen zu lassen.
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  #9  
Alt 13.12.2011, 08:25
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Danke Coldplay, ich habe die ganze Nacht noch nach weiteren Tipps im Forum und auch im www gesucht. Auf Folgendes wurde ich noch aufmerksam; auch viele Jahre nach der Eheschließung ist es noch möglich einen Ehevertrag/Gütertrennung abzuschließen. Egal ob jetzt wie bei mir alles in Schutt und Asche liegt oder nicht. was ist wenn sich ein Ehepartner weigert einen solchen Vertrag abzuschliessen? Habe im Web gesucht, aber für mich keine zufriedenstellende Antwort gefunden. Habt ihr dazu einen Tipp?
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  #10  
Alt 13.12.2011, 09:00
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Ich hätte noch eine Frage. Mein Mann hat im Jahre 2001 ein Betrag von umgerechnet ca. 10.000 € von einer Unfallversicherung erhalten, hatte ich in meinem ersten Beitrag schon erwähnt. Davon hat er ca. 4000,- € zum Bau einer Garage beigetragen, hat sich ein goldenes Armband (ca. 500,- €) mit eine Kette (ca.700 €) und eine DVD-Home-Surroand-Anlage (ca. 600,-) . Der Rest ging für den Lebensunterhalt drauf. Wird dieses Geld auch in den Zugewinn gerechnet? Nicht falsch verstehen, ich will von dem Geld keinen Cent, aber auch nicht, dass ihm dieses Geld nicht beim Zugewinn, mir aber eine eventuelle Wertsteigerung meiner Immo angerechnet wird.
Auch hat er nie Strom-Gas-Telefon-Wasserrechnungen bezahlt. Seine Handykosten werden über meine Agentur mit abgerechnet, darum braucht er sich auch keine Gedanken machen. Muß ich das irgendwie nachweisen, dass ich diese Kosten beglichen habe?

Geändert von Elise (13.12.2011 um 09:03 Uhr)
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