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#1
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| Hallo, heute gibt es was Neues bzgl. des Sorgerechts und Aufenthaltsbestimmungsrechts für die Väter nichtehelicher Kinder zu berichten. Das Bundesversassungsgericht hat mit einer Entscheidung, die am 03. August 2010 unter dem Aktenzeichen 1 BVR 420/09 veröffentlicht wurde, ledigen Vätern mehr Rechte eingeräumt. Sie haben ein Recht auf gemeinsame elterliche Sorge. Das bedeutet, dass sie bei Aufenthalt, Ausbildung oder Religion des Kindes gleichberechtigt mit der Mutter entscheiden dürfen. Die bisherige Regelung des Sorgerechts ist verfassungswidrig. Bisher konnten nicht mit der Mutter verheiratete Väter nur mit Zustimmung der Mutter ein gemeinsames Sorgerecht für die Kinder bekommen. Dies ist ein Verstoß gegen das grundgesetzlichgeschützte Elternrecht des Vaters. Dies ist ein Gewinn für das Kind, denn der Alltag des Kindes wird in Zukunft stärker von Mutter und Vater gemeinsam geprägtsein. Väter können nun etwa beim Aufenthaltsrecht mitbestimmen, also den Wohnort des Kindes mitbestimmen. Die Mutter kann nun mit ihrem Kind nicht einfach weit weg ziehen. Väter können dagegen jetzt Einspruch einlegen und juristisch prüfen lassen, ob ein Ortswechsel mit dem Wohl des Kindes in Einklang steht. Väter haben nun ein Informationsrecht bei Schulfragen. Sie sind dazu berechtigt, sich über die Leistungen ihres Kindes in der Schule zu informieren. Sie haben ein Recht darauf, sich vom Lehrer das Zeugnis geben zu lassen, wenn es die Mutter nicht tut. Sie dürften mitentscheiden, auf welche Schule das Kind gehen soll und sie dürfen auch Elternsprechstunden besuchen. Vater und Mutter müssen gemeinsam, wenn das Kind auf eine neue Schule wechseln soll. Es besteht auch ein Informationsrecht in Gesundheitsfragen für ledige Väter. Sie haben einen Anspruch darauf, vom Arzt Auskunft über den Gesundheitszustand des Kindes zu bekommen. Auch müssen Väter einer Operationen zustimmen. Nun haben Väter auch ein Recht auf Vermögenssorge, können ein Konto für das Kind eröffnen und auch verwalten. Väter können bei der religiöser Erziehung mitbestimmen, ob das Kind evangelisch oder katholisch getauft wird. Kommt keine Einigung zustande, so muss das Gericht entscheiden. Um die Rechte als lediger Vater ausüben zu können, muss die Vaterschaft anerkannt werden, und zwar beim Jugendamt am Wohnsitz des Kindes. Dort wird auch die sogenannte Sorgeerklärung abgegeben, die öffentlich beurkundet werden muss. Das Jugendamt prüft den Antrag. Verweigert die Mutter ein gemeinsames Sorgerecht, kann der Vater seinen Antrag beim Familiengericht überprüfen stellen. Bisher war dies nicht möglich. |
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#2
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| traurig, das erst der europäische gerichtshof kommen muss, der dem zivilisiertesten land der welt (deutschland) klar macht, das diese handhabe bislang gegen die menschenrechte und das gleichstellungsgesetz verstößt. aber es sind ja auch bloß männer die davon betroffen waren. diese taugen laut unseren gesetzen und einigen frauenmeinungen sowieso nur zum zuchtbullen und melkkuh. von daher sah unsere regierung da bislang auch keinen handlungsbedarf! |
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#3
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| Hallo Coldplay ... Besser sehr spät als gar nicht. Als vor 65 Jahren wieder die Glühbirne in die Fassung geschraubt wurde war noch kein Saft im Kabel ... langsam wirds in Deutschland hell und wenn man schon auf der einen Seite zu den fortgeschritteneren Nachbarn schaut muss man auch mal auf die andere Seite blicken und da sehe ich viele Staaten bei denen tüftelt man noch wie man den Docht in die Kerze bekommt. Will eigentlich nur sagen, dass Demokratie und Sozialstaatlichkeit wachsen müssen. Als es 1998 die große Kindschaftsrechtsreform gab war das an den Gerichten lange lange Zeit nur Papier. Bis sich weitflächig die neuste Familienrechtsreform (siehe FamFG) des letzten Jahres durchsetzt werden wieder viele Jahre ins Land ziehen und die Tatsache, dass ein Gesetz regeln muss, dass auch die unehelichen Männer am Sorgerecht teil haben können zeigt doch nur, dass nicht nur die Gesetzgebenen Zeit brauchen sondern auch die Menschen, die diese Gesetze fordern oder misachten. Also Geduld und Anerkennung statt bitteren Sarkasmus Coldplay. Ich bin schon ein bischen rum gekommen und arbeite auch im Familenrecht und finde, dass es in Deutschland gerade familienrechtlich ziemlich bergauf geht und freue mich für die Kinder wenn sie durch die Neuregelung profitieren. Aber wie so oft in der Demokratie wird es nie für alle ein Segen sein ... Für all jene machthungrigen Väter die nicht wirklich an Erziehung oder gar Erziehungspartnerschaft sondern nur an Kontrolle und Rückschlaghunger interessiert sind öffnen sich auch die Tore. Aber ich beklage mich nicht, da dies weitaus weniger Männer sein werden als all jene Väter, die Gutes für Ihre Kinder erreichen können. Geändert von wach (17.08.2010 um 22:18 Uhr) |
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#4
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| Hallo Coldplay ... Besser sehr spät als gar nicht. Als vor 65 Jahren wieder die Glühbirne in die Fassung geschraubt wurde war noch kein Saft im Kabel ... langsam wirds in Deutschland hell und wenn man schon auf der einen Seite zu den fortgeschritteneren Nachbarn schaut muss man auch mal auf die andere Seite blicken und da sehe ich viele Staaten bei denen tüftelt man noch wie man den Docht in die Kerze bekommt. Will eigentlich nur sagen, dass Demokratie und Sozialstaatlichkeit wachsen müssen. Als es 1998 die große Kindschaftsrechtsreform gab war das an den Gerichten lange lange Zeit nur Papier. Bis sich weitflächig die neuste Familienrechtsreform (siehe FamFG) des letzten Jahres durchsetzt werden wieder viele Jahre ins Land ziehen und die Tatsache, dass ein Gesetz regeln muss, dass auch die unehelichen Männer am Sorgerecht teil haben können zeigt doch nur, dass nicht nur die Gesetzgebenen Zeit brauchen sondern auch die Menschen, die diese Gesetze fordern oder misachten. Also Geduld und Anerkennung statt bitteren Sarkasmus Coldplay. Ich bin schon ein bischen rum gekommen und arbeite auch im Familenrecht und finde, dass es in Deutschland gerade familienrechtlich ziemlich bergauf geht. |
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#5
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| hallo wach, Zitat:
Meine aussagen bezüglich zuchtbulle und melkkuh sind weniger sarkastisch zu betrachten, als vielmehr die ansicht eines mannes der mit offenen augen durch das leben geht und dies alles sogar objektiv betrachten kann – da es mich persönlich glücklicherweise nicht betrifft. Und die landläufige meinung von richtern ist nun mal nach wie vor, dass männer in scheidungsfragen kleine brötchen zu backen haben! Diese tatsächliche aussage eines richters gegenüber eines bekannten von mir zeigt hinlänglich die eigentliche position des mannes in familie und beruf. Zitat:
Zitat:
und das ist genau das was ich meine: feministisch und gegen männer zu sein, ist eben trendy. frau erntet vielerorts noch ein schulterklopfen, obgleich sie unrechtmäßig gehandelt hat. im gegenteil: sie können es sich erlauben da sie genau wissen, die typisch deutsche rechtsprechung hinter ihnen stehen zu haben. bei solchen dingen kommt mir der kaffee hoch und ich beglückwünsche jeden vollzeit arbeitenden mann, welcher sich frühzeitig gegen heiraten und kinder entschieden hat. alle anderen stehen anscheinend auf tickende zeitbomben und totalverluste! |
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#6
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| Zitat:
Anbetracht der Tatsache, dass auch die Menschen sich aus evolutionärer Sicht nur Fortpflanzen müssen ... egal wie (Ehe, Kindererziehung, Alimentezahler, Amts- und Oberlandesgerichte waren da vom großen Baumeister nicht vorgesehen ) ... ist Kummer für so manche Erzeuger vorprogrammiert. So bitter das ist, das heisst nicht, dass man sich damit abfinden muss, aber man sollte da nicht zu lange rumjammern, seinen Neokortex anschalten und die Sache ohne großen weiteren Schaden überblicken und in Griff bekommen ... survive,survive Geändert von wach (18.08.2010 um 10:33 Uhr) |
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#7
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| ja, die fortpflanzung ist so eine sache. du hast recht wenn du sagst, dass dies bildungsunabhängig ist. also wohl denen, die prinzipiell keinen hang zur familienplanung haben. denn diese sind (so lange kein ungeplanter ausrutscher passiert) gefeit vor diesen totalschäden! ![]() und so lange derart mit zweierlei maß gemessen wird, ist es uninteressant zu heiraten. das bestätigt mir auch die fortwährend hohe scheidungsrate in der BRD. es ist eben nichts beständig. wenn ich sehe wie viele mütter von ganz kleinen kindern bereits alleinerziehend sind frage ich mich schon, "was ist da bitte schief gelaufen"? können sich menschen wirklich so wenig selbst und die gesamte situation einschätzen? wo ist das verantwortungsbewusstsein gegenüber den kindern und den versprechungen gegenüber des partners geblieben? das "ja" sagen bis in den tod ist also nur blöde tradition?? weshalb hat man denn dann geheiratet? sorry, selbst wenn ich heiratswillig wäre, würde ich es mir aufgrund der alltäglichen meldungen verkneifen! ich habe da eine absolut kompromisslose haltung. ICH weiss nicht was ich in 5 oder 10 jahren für meine partnerin empfinden werde - also werde ich auch keinen schritt tun, welchen ich in 5 oder 10 jahren bereuen könnte. und dazu gehört primär, eine beziehung nicht fester gestalten als eben sein muss. auch sollten beide eigenständige und für sich selbst sorgende menschen bleiben. unsere gesellschaft bietet diese möglichkeit, da wir nicht mehr in der steinzeit leben. das konzept "ehe" funktioniert nur, wenn man auch zusammenbleibt. ansonsten werden nerven, zeit und geld verschwendet. vielleicht besteht die intelligenz oder weisheit auch darin, sich diesen dingen bewusst zu sein und sich trotz fortpflanzungstrieb, dementsprechend dagegen zu entscheiden? ![]() EDIT: es soll ja menschen geben die sagen: "heiraten und familie gründen "ja", wenn die scheidung nicht so teuer wäre..." ich denke schon, dass man dies auch als einen anflug von intelligenz und logischem denkvermögen bezeichnen könnte! ^^ Geändert von Coldplay (18.08.2010 um 12:29 Uhr) Grund: nachtrag |
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| aufenthaltsbestimmung, gesundheitsfürsorge, kinder, nichteheliche, sorgerecht |
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