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Familienrecht: Scheidung, Unterhalt, Kindesunterhalt, Unterhaltsrecht, Anspruch ...
Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich, Teilung von Hausrat und Wohnung, Scheidungsanwalt


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  #1  
Alt 02.01.2012, 17:46
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Standard Müssen mir meine Eltern noch Unterhalt zahlen?

Guten Tag,

erstmal ein paar Eckdaten: Ich bin 23, mache zurzeit eine Ausbildung zum Zimmerer. Meine Eltern waren nie verheiratet, meine Mutter hat mich alleine aufgezogen, ohne Kontakt zum Vater. Mit ende 17 bin ich ausgezogen und habe dann immer während des Abiturs nebenbei gearbeitet und ein wenig Unterhalt bekommen.

Nun hat sich jedoch meine Situation verändert: Ich musste umziehen, weil ich in meiner alten Heimat keine Wohnung in meiner Preisklasse gefunden habe, lebe nun in einer WG ein wenig weiter weg. Brauche ein Auto und muss täglich ca. 80km fahren. Wie ihr euch vorstellen könnt drückt das ganz schön aufs Geld. Mit Miete und Autokosten komme ich im Monat auf 650 Euro, da ich meine Kaution monatlich abbezahle erhögt sich das ganze auf 700. Mein Einkommen sind 750€ Gehalt und 180€ Kindergeld. Nach einigem Hin und Her rechnen bleiben nun 230€ für mich im Monat zum Leben. Ich für meinen Teil finde das extrem wenig, das reicht nicht mal für das Essen, weil ich natürlich auch durch die körperintensive Arbeit sehr viel esse(n muss).
Mein Schulfachbuch und die Zeichenplatte konnte ich mir bisher nicht leisten. Genauso wie ich zum TÜV müsste. Von Kino, etc. ist ganz zu schweigen. Um es genauer zu sagen, ich lebe nicht, sondern überlebe.

Da ich ein nicht so gutes Verhältnis zu meinen Eltern habe, habe ich sie ganz vorsichtig um Unterhalt gebeten. Mein Vater ist selbstständiger Architekt, verdient also ganz gut. Ich habe ihn um 90€ gebeten. Meine Mutter hat keine Nebenausgaben, bis auf ihre Wohnung und ist Chefsekretärin in einem sehr sehr großen Krankenhaus. Sie meinte mal zu mir, dass sie 2100Netto hat. Ich habe sie um 60€ gebeten.
Natürlich haben beide noch zweimal nachgefragt, ob es nicht andere Wege gibt. Meine Mutter war sehr sauer und meinte, ich sollte meine Ansprüche nicht so hoch setzen. Schlussendlich hat mein Vater zugestimmt (die beiden haben heute immernoch kein Kontakt miteinander), die Aussage meiner Mutter war nicht eindeutig. Sie meinte ich solle zu ihr kommen, wenn ich Geld brauche, jedoch habe ich natürlich keine Lust jeden Monat nach Geld zu betteln.
Nun kam auch von meiner Mutter mit dem Kindergeld kein Unterhalt mit und ich weiß nicht genau was ich machen soll, bzw. weiß gar nicht, was mir zusteht. Ich bräuchte dringend Hilfe und würde mich über diese sehr freuen, weil ich gerade etwas verzweifelt bin.

Mit freundlichen Grüßen,
Dennis
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  #2  
Alt 02.01.2012, 19:56
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Hallo Dennis,

Dein Bedarf als Azubi mit eigenem Hausstand beträgt 670€. Darauf angerechnet wird das volle Kindergeld wie auch Deine Azubivergütung.

Zitat:
Mein Einkommen sind 750€ Gehalt und 180€ Kindergeld
Damit deckst Du Deinen Bedarf selber und hast keinen Anspruch mehr auf Unterhalt von Deinen Eltern.

LG chico
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  #3  
Alt 02.01.2012, 20:20
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Also müsste ich nach dem deutschen Gesetz verhungern?
Was ist mit den 300€Kosten für Auto (bzw. Sprit)? Ich will kein Auto, das ding hab ich mir nur für die Lehre zugelegt.
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  #4  
Alt 03.01.2012, 11:51
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Hallo Tortendieb,

Zitat:
Also müsste ich nach dem deutschen Gesetz verhungern?
Quatsch, schreib nicht so´n Blödsinn. Meinst Du, Du bist der einzige in einer solchen Situation? Tausende von Studentan haben nicht mehr zum Leben.

Die 670€ sin der pauschale Unterhaltsbedarf nach den Unterhaltsrechtlichen Leitlinien der OLG´s.

Zitat:
Ich will kein Auto, das ding hab ich mir nur für die Lehre zugelegt.
Du könntest noch ausbildungsbedingte Mehraufwendungen geltend machen und somit Deine Aubivergütung um 90€ bereinigen.

750€ -90€ =660€ + 184€ = 844€ Damit deckst Du Deinen bedarf immer noch selber.

Wie wäre es denn, die 80km mit öffentlichen verkehrmitteln zu bewältigen? Nicht jeder Azubi kann sich ein Auto leisten. Oder warum ziehst Du nicht näher zu Deiner Ausbildungastelle?

Du hast zur zeit mehr Geld zur Verfügung als ein Hartz4 Empfänder. Du jammerst also auf hohem Niveau.

LG chico
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  #5  
Alt 03.01.2012, 12:24
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Jetzt hör mir mal zu lieber Chico.
Ich weiß, aus einer anderen Perspektive schlaue Sprüche zu bringen ist ziemlich leicht, aber wer lesen kann ist klar im Vorteil und das sagt mir schon einiges über die Qualität deiner Aussage auf, trotzdem halte ich sie für richtig.

1. Um 4 Uhr morgens (denn das ist die Zeit, die ich aufstehen müsste, wenn ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu meiner Arbeitsstelle kommen wollte), fahren in der ländlichen Gegend keine Verkehrmittel.
2. (und jetzt kommen wir zu dem besseren Lesen) Schrieb ich doch bereits, dass ich in der Gegend meiner Heimat, also in der Nähe meiner Ausbildungsstelle, wie man im Kontext kombinieren könnte, keine Wohnung in meiner Preisklasse gefunden habe. Die Wohnung, die ich vorher dort bezog, war mit einem guten Freund zusammen und dieser war Hartz4-empfänger, wodurch ich weiß, dass sein Teil der Miete vom Amt übernommen wurde. Als dieser dann eine Ausbildungsstelle bekam, stellte sich natürlich das Amt quer weiter zu zahlen, obwohl sein Gehalt so niedrig war, dass er eigentlich Förderung bekommen sollte und es TROTZDEM NICHT bekommen hat. Das mal so kurz zum Staate.
3. Weiß ich wie es während eines Studiums ist, denn während meines Physikstudiums habe ich eindeutig mehr Förderung bekommen.
4. Ist es mir schleierhaft, wie du mich mit einem Hartz4 Empfänger vergleichen kannst, denn soweit ich weiß, wird ihnen zumindest zu einem gewissen Regelsatz die Wohnung finanziert, wodurch sie mehr zum Leben haben, als ich (siehe oben, meinem Freund ging es besser als mir).

5. und das mal nicht zu dir, sondern Allgemein, finde ich es schade, dass sich die Menschen auf die Seite des Staates stellen, simpel und stumpf, ohne zu hinterfragen, ob es überhaupt richtig ist. Ich finde es schade, dass es nun mir und meinem Freund so schwer gemacht wird, sich ein Leben aufzubauen, obwohl wir; nicht wie viele anderen, die tagtäglich sich im Büro in der Nase popeln und denken sie wären die größten Macker der Welt, weil sie mit Anzug und Krawatte rumrennen; wirklich hart arbeitende Menschen sind, die Spaß an ihrer Sache haben und auch nicht auf den Kopf gefallen sind, da wundert es mich nicht, dass wir Fachkräftemangel in Deutschland besitzen, denn sowas prägt und alles wollen und nichts geben (was wiederrum auch nicht in jedem fall stimmt, denn unser Sozialsystem fängt ja schon die meisten auf) funktioniert nicht und prägt und irgendwann wird auch dieser Staat erkennen, dass man von Finanzen nicht satt wird, weil alle in ein anderes Land gehen, um dort ihr Glück zu finden und nicht ein Schwamm sein müssen. Aber das ist eine Grundsatzdiskussion und leider in einem Pseudo-Globalen-Staat mit seinen abgelenkten und mikropsychisch-denkenden Menschen (was ein Widerspruch in sich selbst ist) nicht unbedingt möglich und gehört hier auch nicht her.

Daher finde ich mich damit ab, werde nun neben meiner 50 Stunden Woche nochmal einen Nebenjob machen und werde danach dem Staat nichts mehr schenken und gehen.


Somit allen ein möglichst sinnfindendes Neues Jahr 2012, denn das brauchen wir wirklich.
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  #6  
Alt 03.01.2012, 15:01
edy edy ist gerade online
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Hallo TortenDieb,

Versuchs doch einfach mal über einen Rechtsanwalt (Beratung ca.200€).

Dem kannst du dann sagen:

"Jetzt hör mir mal zu lieber RA"


lg
edy
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  #7  
Alt 03.01.2012, 18:20
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Gute Idee, aber wenn die Rechtslage da so eindeutig ist, kann man da wohl nichts machen und ich muss mein Menschsein mal wieder dem Rechtsstaat, zum "Allgemeinwohl", unterwerfen und einfach Jobben gehen
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  #8  
Alt 03.01.2012, 20:25
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Hallo Tortendieb,

ich gehe jetzt mal nicht mehr auf auf Dein Einlassungen ein, da Du dem Anschein nach nicht alles verstanden hast.

Nur noch so viel....

Zitat:
Weiß ich wie es während eines Studiums ist, denn während meines Physikstudiums habe ich eindeutig mehr Förderung bekommen.
...in dem Fall hättest Du eh keinen Anspruch mehr auf Unterhalt von den Eltern. Du scheinst ja schon eine Ausbildung genossen zu haben.

Zitat:
Schrieb ich doch bereits, dass ich in der Gegend meiner Heimat, also in der Nähe meiner Ausbildungsstelle, wie man im Kontext kombinieren könnte, keine Wohnung in meiner Preisklasse gefunden habe.
Wie wäre es mit ´ner neuen WG? Oder hast Du schon mal versucht Wohngeld zu beantragen?

Und bitte sieh es nicht als schlaue Sprüche an, es sollen lediglich Ideen oder Denkanstöße sein.

LG chico
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  #9  
Alt 04.01.2012, 10:49
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Hey,

ja das mit der neuen WG habe ich versucht, leider ergab sich hier halt wieder das Problem mit der dörflichen Gegend, weil es einfach kaum Jugendliche gab (die, die es gab ziehen in große Städte zum studieren oder um dort zu arbeiten)...der Rest des dorfes sind halt typischerweise Rentner.
Eine neue WG eröffnen ging leider auch nicht, weil mein Kumpel eigentlich keine WG wollte und ich vorher schon "untergekommen" bin.

Das mit dem Wohngeld kann ich nochmal versuchen, jedoch schätze ich, dass diese dann sagen werden, dass meine Eltern zu viel verdienen oder ist das dort unrelevant?

Das mit der Ausbildung würde stimmen, wenn ich das Studium abgeschlossen hätte, aber nach ein paar Semestern wurde es mir zu bunt und ich wollte was mit meinen Händen machen und draußen sein und mich bewegen und mal nen bisschen Back to the roots sein :P

Danke für die Gedanken
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  #10  
Alt 05.01.2012, 20:31
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Hallo Tortendieb,

Zitat:
dass meine Eltern zu viel verdienen oder ist das dort unrelevant?
Ist es. Da zählt nur Dein Einkommen. Also versuch es einfach...

LG chico
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