Familienrecht-heute.de




Familienrecht: Scheidung, Unterhalt, Kindesunterhalt, Unterhaltsrecht, Anspruch ...
Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich, Teilung von Hausrat und Wohnung, Scheidungsanwalt


Zurück   Forum zu Scheidung, Unterhalt, Familienrecht > Betreuung, Vormundschaft, Pflegschaft > Vormundschaft - Pflegschaft

Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 19.01.2012, 12:10
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 08.01.2012
Beiträge: 8
Standard Frage, Pflegschaft

Eben war ich auf dem Jugendamt und es ging drum, ob ich meine Kinder wieder bekomme oder nicht. Letzte Woche hatte ich schon mal dort einen Termin. Der Vater der beiden war auch dort. Ich sagte Dinge zu ihm, dass er doch dran Schuld sei, dass die beiden weg seien. Denn Fakt ist, dass mir die Kinder genommen wurden, weil ich in eine Klinik musste, da ich wegen IHM einen Nervenzusammenbruch hatte. Ich wurde total instabil entlassen, bekam die Kinder wieder und nächsten Tag wurden sie wieder abgeholt.

Heute sagte die Frau vom JA, dass ich doch total instabil sei. Begründung: "Ja so wie sie zu ihrem Ex waren!" Ich erwiderte nur, dass ich doch lediglich sagte, dass er Schuld dran sei, dass ich in der Klinik war (und dadurch halt die Kinder weg sind). Ich hatte damals auch eine SPFH. Ich sagte der frau vom JA auch, dass sie mal in deren Akten schauen soll, da die SPFH schon zu mir meinte, dass ja alels drin steht, wie es is. Also, dass der Kindsvater immer mit mir spielte, ich aber auch immer so blöd war, mich auf ihn einzulassen, um den Kindern a FAMILIE zu bieten.

Fakt ist, ich hatte einen Nervenzusammenbruch. Ich war deshalb in ner Klinik, bekomm aber meine Kinder nicht wieder.
Das JA begründet es so: Ich sei instabil (bei mir wurde vor FÜNF Jahren eine Borderline diagnose gestellt). Grund für instabil is für sie, dass ich nen Hass auf mein Ex schieb. Sie sieht mein Borderline als schuldig. Ich bin seit 3 Jahren in DAUERBEHANDLUNG (Ambulant). Und ich weiß, dass ich schon seit ETLICHEN MONATEN nicht mehr genug Kriterien erfülle, um solch eine Diagnose "derzeit bekommen zu können". Also fragte ich sie, nach den Kreterien, die ich derzeit erfülle. Die WOLLTE sie mir NICHT nennen.

Dann sagt sie wieder, dass doch alle wollen, dass ich meine Kinder wiederbekomme. Aber nö, krieg ich nicht. Achja und mein Sohn (2,5 Jahre) sei ja auch gestört. Er habe eine Bindungsstörung. Ja sehr proffessionell (schreibt man das so?), eine Diagnose bei einem Kind zu stellen, ohne mit der Mutter geredet zu haben (ich hab dort heute 15 Uhr ein Termin). Ich sagte dem JA dann vorhin auch wieder, dass ich sowas auch entwickeln würde, wenn ich mit knapp 2 von meiner Mum weggerissen werde. Warum hat er sich denn so gewehrt, wo sie ihn mitnahmen??? Ich durfte ihn nun 4 Monate nicht mehr sehen. Denn wenn wir uns sehen, dann spielen und lachen wir. Alles ist toll. Wenn ich weg bin, spinnt er halt 2 bis 3 Wochen. Da haben se doch schon ihren Grund für seine "Bindungsstörung": Er wird immer wieder weggerissen.

Klar, ich wart heut eh mal den Termin ab. Aber kann ich nicht auch irgendwas anderes noch machen???? Hoffentlich antwortet hier mal jemand..... -.-
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 19.01.2012, 18:55
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.12.2010
Ort: In Delta von Werre und Aa
Beiträge: 459
Standard

Hallo Schnattchen,

Du hättest Dir die Diagniose der Bindungsstörung mal besser erklären lassen sollen.

Im Ganzen heißte es "reaktive Bindungsstörung im Kindesalter".

Diese wird nicht dadurch hervorgerufen, dass das Kind aus einer Familien herausgenommen wird oder durch das JA in Obhut genommen wird.

Die reaktive Bindungsstörung resultiert aus körperlicher und emotionaler Vernachlassigung in der Familie. Dieses findet dann bereits vor der Herausnahme statt. Um diese Diagnos zu stellen bedarf es auch nicht einer Befragung der Mutter oder der Eltern. Allein am Verhalten des Kindes kann die reaktive Bindungsstörung diagnostiziert werden.

Es ist recht einfach immer die Schuld bei den Anderen zu suchen. Trifft aber hier nicht zu. Da solltest Du die Ursachen bei Dir suchen.

Meiner Meinung nach ist die Inobhutnahme des Kindes durch das JA absolut gerechtfertigt.

LG chico
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 19.01.2012, 21:19
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 08.01.2012
Beiträge: 8
Standard

Dumm nur, dass ich meinen Sohn nie vernachlässigt habe. Und dumm nur, dass sogar das Jugendamt und meine Therapeutin sagten, dass es NICHT sein darf, dass SO eine Diagnose gestellt wird, ohne mit mir gesprochen zu haben.

Und des weiteren ist es dumm, dass ich heute bei der guten Frau war und es absolut NICHTS mehr hieß von einer Bindungsstörung.

Und wie erlaubst du es dir, zu sagen, dass es gerechtfertigt ist? Warst du dabei? Ich denke kaum...
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 19.01.2012, 22:08
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 14.01.2012
Beiträge: 401
Standard

Hallo,

kommen wir doch mal zu dem zurück, was wesentlich ist. Fakt ist, dass ich hier überhaupt nichts vom Kindeswohl lese. Nichts darüber, wie du dir vorstellst, den Kindern (und es geht nur um die Kinder, nicht um dich oder den Kindsvater) ein stabiles Zuhause zu bieten. Ich lese nur von Schuldzuweisungen. Der Kindsvater, das Jugendamt, derjenige, der beim Kind eine Diagnose gestellt hat. Niemand hat behauptet, dass du die Kinder körperlich vernachlässigt hast. Aber, es gibt auch eine psychische Vernachlässigung. Und darum scheint es hier zu gehen. Du hast selbst offensichtlich erhebliche Probleme. Bitte versteh mich richtig, auch das ist keine Schuldzuweisung. Denn psychische Zusammenbrüche fallen ja nicht vom Himmel. Da war auch vorher schon was. Das musst du einfach realisieren. Nicht, indem du Schuldige suchst, sondern dir überlegst, wie du damit umgehst.

Diagnosen können gestellt werden ohne dass die Eltern einbezogen werden. Allenfalls bei der Erforschung Ursache müssen die Eltern involviert werden. Oder glaubst du ernsthaft, dass die Diagnose eine andere wäre, wenn du gehört worden wärst? Geht doch wohl kaum. Außerdem fallen ja auch Familienhilfen nicht vom Himmel. Da war ja schon vorher was, was nicht richtig lief. Jemals darüber nachgedacht?

Wie wärs, wenn du dich erst einmal von Schuldzuweisungen frei machst. Wenn du eine dauerhafte Beziehung zu den Kindern aufbaust, indem du sie regelmäßig siehst, zeigst, dass du zuverlässig bist, und zwar über einen langen Zeitraum. Dann die Kontakte ausbaust, bis sie wieder bei dir sind?

Ach ja, Kinder nimmt das Jugendamt auch nicht einfach weg. Entweder du warst damit einverstanden, oder aber es gibt einen Gerichtsentscheid. Wenn du meinst, dass alle irren, dann klagst du beim Familiengericht.

Herzlichst

TK

Geändert von timekeeper (19.01.2012 um 22:10 Uhr)
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 19.01.2012, 22:26
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 08.01.2012
Beiträge: 8
Standard

Die Kinder waren zu keiner Zeit in ihrem Wohl bei mir gefährdet. Es ist aber richtig, wo ich den Zusammenbruch hatte, konnte ich mich nicht kümmern. Um sowas in Zukunft zu vermeiden, habe ich ja auch einen Plan. Sonst würde das alles ja auch nicht funktionieren.

Wie soll ich meinen Sohn denn psychisch vernachlässigt haben? Gar nicht.

Es war EIN psychicher Zusammenbruch, den ich hatte. Weil der Vater der Kinder drei Jahre lang Katz und Maus mit mir spielte. Das ging von "Wir sind nicht zusammen", über "Lass uns heiraten", dann wieder "ich bin xy zusammen", dann "lass uns zusammenziehen". Diese wechsel waren teilweise wöchentlich. Ich denke, es ist "legitim" bei sowas nach drei Jahren mal zusammenzubrechen. Was nicht heißt (und das sagte ich auch auf Ämtern etc.) dass ich die Schuld nicht bei mir seh - schließlich hat mich ja nie einer gezwungen bei ihm zu bleiben. Nur wenn er mal sagt "lass uns zusammen sein", denk ich "Hey, das is gut für die Kinder - arbeiten wir daran!". Wenn er sagte "Lass uns nur Eltern sein.", dachte ich "Ok, tun wir halt dafür alles mögliche." Aber wenn dauern so ein Wechsel ist....

Wie willst du eine Diagnose bei einem Menschen stellen, der nicht sagen kann, was los ist? Das sagte selbst die Therapeutin selber vorhin zu mir, dass das nicht geht! Und die Familien-Hilfe war da, weil ich immer so ein Streß mit dem Kindsvater hatte und sie mir dort hielf.

Genau, Kontakte ausbauen. Das will ich ja. Aber weißt du, was das Problem ist? Ich seh meine Kleine 1 mal im Monat. Meinen Großen sah ich zuletzt vor 4 Monaten.
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 19.01.2012, 22:38
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.12.2010
Ort: In Delta von Werre und Aa
Beiträge: 459
Standard

Hallo,

Zitat:
Wie willst du eine Diagnose bei einem Menschen stellen, der nicht sagen kann, was los ist?
Genau dafür sind Psychologen ausgebildet. Ein besonderes Merkmal für die reaktive Bindungsstörung ist die "frozen watchfulness". Das kann allein am Kind erkannt werden. Dafür muss das Kind nichts sagen. Es ist eine abnorme Verhaltensweise. Dafür reicht die Beobachtung des Kindes aus.

Schnattchen, arbeite mit dem JA zusammen, arbeite an Dir und an Deinem Umgang mit Deinen Kindern. Dann bekommst Du die Kinder vielleicht irgendwann wieder in Deine Obhut.

LG chico
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 19.01.2012, 22:41
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 14.01.2012
Beiträge: 401
Standard

Hallo,

ich habe keine Diagnose gestellt. Da sieht man aber, wie deine Denkstruktur läuft. Fakt ist nun mal, dass du mit den Kindern alleine nicht zurecht kamst. Dass ihr permanent betreut werden musstet. Dass du nicht in der Lage warst, deine partnerschaftlichen Probleme alleine durchzustehen. Und dass es zu einem Zusammenbruch kam. Glaub mir mal, Zusammenbrüche sind nicht normal. Du schreibst dir immer noch dein Leben schön, alle Defizite sind normal, die anderen sind schuld, u.s.w. Daran solltest du arbeiten, und dir nicht nur die Rosinen aus allem raus picken, also, das, was dir passt. Solange diese mangelnde Introspektionsfähigkeit da ist, solange wird das auch nichts mit den Kindern.

Alles ist erst ein paar Monate her. Stabilität in psychischer Hinsicht kann man so schnell nicht erlangen. Also, gib allen Zeit.

Wo ich mich drauf konzentrieren würde (notfalls mit gerichtlicher Hilfe), das ist ein ausgedehntes Umgangsrecht. Denn du kannst nur beweisen, dass du in der Lage bist, dich um die Kinder zu kümmern, wenn du da Stabilität und Zuverlässigkeit zeigst. Entwickle da ein Konzept, notfalls mit anwaltlicher Hilfe. Ich denke, das wäre ein guter Einstieg.

Herzlichst

TK
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 19.01.2012, 22:55
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 08.01.2012
Beiträge: 8
Standard

Chico, was ich am Interesanntensten finde is, dass die ganzen Fachleute in den 2 Jahren wo mein großer bei mir war, immer nur sagten, wie weit er is, etc.. Dass es ihm total gut geht und kaum ist er nicht mehr bei mir, heißt es, er sei gestört etc.. Wäre es alles so, dann wäre es früher aufgefallen! Kinderarzt, SPFH, meine Therapeutin. Und alle sagten immer nur, er ist zu weit für sein Alter. Und nun heißt es, er sei motorisch zurück. Es ist einfach totale Gegensätze die nicht zusammenpassen!

Und keine Sorge, ich arbeite mit dem JA von Anfang an zusammen. Sonst würde ich einfach her gehen, die Kinder einfordern. Das JA klärte mich auf, dass ich dazu das Recht habe und sie dann zum Gericht gehen müssten, um mir die Kinder wieder zu entziehen. Da es mir aber nicht drum geht, sie zu "besitzen", sondern sie so schmerzlos wie möglich zurück zu führen, mach ich alles, was dazu notwendig ist.

Timekeeper, wo bitte sagte ich, dass DU eine Diagnose gestellt hättest??
Fakt ist, dass ich SEHR GUT mit meinen Kindern ALLEINE zurecht kam. Ich glaube auch kaum, dass DIES etwas ist, was DU beurteilen kannst. Oder wie kommts, dass das JA (entgegen allem) trotzdem sagt, dass sie wissen (!) dass ich immer gut zu meinen KIndern war und sie es immer gut bei mir hatten? Dass ich eine SPFH hatte, hatte nichts mit den KIndern zu tun, sondern mit meinem Verhältnis zu dem Vater der Kinder. Meine SPFH sagte all zu oft, dass sie keinen Grund hat, wegen den Kindern zu mir zu kommen!

Und ja, ich habe ja verstanden, dass es absolut falsch war, drum zu kämpfen, dass meine Kinder Mama UND Papa haben. Das weiß ich heute auch. Ohne Papa wären sie besser dran gewesen. Keine Sorge, das weiß ich schon.

In psychicher Hinsicht war ich die letzten Jahre immer stabil. Eben nur nicht, wenns um den Vater der KInder ging. Und ob ich dahingegen stabil bin oder nicht, kannst du eben so wenig beurteilen.

Und was das Umgangsrecht angeht... Mehr als einmal im Monat steht mir nicht zu. AUSSER es geht um Rückführung!
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 19.01.2012, 22:57
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 14.01.2012
Beiträge: 401
Standard

Hallo,

natürlich steht dir mehr Umgang zu. Wo steht das mit einmal im Monat?

Herzlichst

TK
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 19.01.2012, 23:07
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 08.01.2012
Beiträge: 8
Standard

Das sagt das Jugendamt so....
Die Kleine seh ich einmal im Monat für ne Stunde.
Und den Großen, wie gesagt, gar nicht. Wenn wir uns sehen, ist alles top. Wir spielen und lachen zusammen. Wenn ich weg bin, soll er sich 2 - 3 Wochen wie die Axt im Wald benehmen. Drum darf ich ihn zur Zeit net sehen.
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Stichworte
borderline, kindesentzug, pflegefamilie

« vormundschaft | - »
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are aus
Pingbacks are aus
Refbacks are an



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 23:47 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.4 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2013, Jelsoft Enterprises Ltd.
SEO by vBSEO 3.3.0
familienrecht-heute.de