Bleibt Vermögen wirklich unberücksichtigt?

  • Hallo in die Runde,


    Elternunterhalt ein Dauerbrenner. Mir geht es um die Eingangsfrage.


    Bei der Berechnung der Ämter wird ja auch der Wohnwertvorteil berücksichtigt.

    Das ist doch eine indirekte Vermögensabschöpfung, oder?


    Wer sein Heim also über viele Jahre mühselig abgestottert hat (Vermögen gebildet), dem wird der Wohnwert als Einkommen angerechnet.

    Wer weiterhin in Immos investiert, der muss aus diesem Vermögen ja auch die Überschüsse als Einkommen angeben.

    Gleiches für Wertpapiere, wenn diese Dividenden abwerfen.


    Also bleibt das Vermögen doch garnicht unberücksichtigt!


    Wenn die neue Gesetzgebung kommt, haben nur Eigenheimbesitzer (schuldenfrei), die unter 100.000€ liegen hier dann einen "Vermögensschutz", sehe ich das richtig?


    VG frase

  • Bei der Berechnung der Ämter wird ja auch der Wohnwertvorteil berücksichtigt.

    Das ist doch eine indirekte Vermögensabschöpfung, oder?

    bei der Prüfung spielen Unterhaltsaspekte wie Wohnvorteil keinerlei Rolle

    das Vermögen spielt bei der Prüfung der Grenze keine Rolle, darf auch nicht abgefragt werden


    Kapitalerträge ja, zählen ja zu den Einkunftsarten

  • Bei der Berechnung der Ämter wird ja auch der Wohnwertvorteil berücksichtigt.

    Das ist doch eine indirekte Vermögensabschöpfung, oder?


    würde ich es auch so sehen und nennen, ja




    Wer sein Heim also über viele Jahre mühselig abgestottert hat (Vermögen gebildet), dem wird der Wohnwert als Einkommen angerechnet.

    Wer weiterhin in Immos investiert, der muss aus diesem Vermögen ja auch die Überschüsse als Einkommen angeben.

    Gleiches für Wertpapiere, wenn diese Dividenden abwerfen.

    Also bleibt das Vermögen doch garnicht unberücksichtigt!


    deine Eingangsfrage lautet doch "Bleibt Vermögen wirklich unberücksichtigt?"

    Eigentlich würde ich diese Frage mit "ja, bleibt unberücksichtigt" beantworten und eigentlich wurde das Thema hier schon oft diskutiert.

    Allerdings gibt es auch andere Meinungen, wie hier im Forum schon erwähnt.

    Beispiel:

    https://www.mainz-kwasniok.de/…6rigen-entlastungsgesetz/

    Zitat

    auch für Mandanten, die weniger als 100.000 € verdienen, ggf. weiter Beratungsbedarf besteht. Nämlich dann, wenn sie z.B. mietfrei wohnen (und dadurch die genannte Grenze überschreiten) oder hohes Vermögen haben.

    ..worauf auch immer diese Meinung nun basiert und ohne jetzt zu urteilen ob sie korrekt oder falsch oder teilweise korrekt ist, solche Meinungen werden nun mal vertreten.


    Außerdem wurde hier im Forum schon mal andiskutiert, dass "Vermögen" nicht gleich Vermögen" ist und es unklar ist wie ein Gericht entscheiden würde, wenn ein potentieller UHP sagen wir 2 Mio besitzt. Jetzt kann 2 Mio durch zwanzig ersetzen oder durch ein halbes Mio oder durch 150 Tausend Euro oder oder oder.. man kann es machen und man kann versuchen vorauszusehen wie ein Gericht im nächsten Jahr oder in einigen Jahren entscheiden wird..


    weiß nicht, ob es eine Antwort auf deine Frage ist oder du was anders im Sinn hattest




    Wenn die neue Gesetzgebung kommt, haben nur Eigenheimbesitzer (schuldenfrei), die unter 100.000€ liegen hier dann einen "Vermögensschutz", sehe ich das richtig?

    diese Aussage verstehe ich nicht



    grüße,

    m

    Abkürzungen: UHP = Unterhaltspflichtige(r), UHB = Unterhaltsberechtigte(r), RWA = Rechtswahrungsanzeige, SHT/SA = Sozialhilfeträger/Sozialamt, AVV = Altersvorsorge(schon)vermögen