Mangelfall Ehegatten Unterhalt

  • Hallo ich habe mal eine Frage!

    Ich könnte die Unterhaltszahlungen für meine 3 Kinder zahlen und einen teil des Ehegatten Unterhaltes.

    Aber dennoch bin ich durch den Unterhalt für meine Frau ein Mangelfall.

    Sie bekommt doch dann Geld vom Amt oder nicht?

    Meine Frage ist... muss ich dasGeld später ans Amt zurück zahlen?

  • Hallo Gizmo69,


    Du musst nur so viel Ehegattenunterhalt zahlen, wie er gerichtlich festgesetzt wurde.


    Was zahlst du denn an Ehegattenunterhalt? wer hat den festgelegt?


    Ihr seid schon geschieden?


    edy

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  • ein sind wir noch nicht! Wird dur den Selbstbehalt nachdem ich für3 Kinder zahle noch ein rest an meine Frau zahlen. Aber sie bekommt doch ausgleich vom Amt damit sie ein gewisses Grundeinkommen hat oder nicht?! Deswegen die Frage, ob das dann auch eine art Vorschuss ist den ich später ans Amt zurück zahlen muss

  • Hallo,


    Fragen wir doch mal nach deinem Netto-Einkommen. Wie hoch ist das?


    Wenn dein Einkommen nicht für die 3 Kinder und die Noch-Frau reicht,


    dann wirst du nichts zurück zahlen müssen.


    edy

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  • Hallo,


    du wirst ca. 950€ Kindesunterhalt zahlen. Für den Ehegattenunterhalt bleibt da kaum


    was übrig.


    Wenn das Amt keine Berechnung des Ehegattenunterhaltes verlangt (eine Prüfung könnte erfolgen) , wirst du nichts zurückzahlen müssen.


    edy

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  • Hi,


    ich rechne jetzt nicht nach, zumal ab nächstem Jahr ja auch die ungünstigere Steuerklasse ansteht. Deshalb nur ein paar grundsätzliche Angaben. Die Reihenfolge ist klar, du nimmst das Einkommen der letzten 12 Monate, bereinigst es um berufsbedingte Aufwendungen, dann wird der Kindesunterhalt berechnet. Schau da bitte auch in die Anmerkungen deines OLGs, findest du alles im www. Erst dann kommt die Ehefrau dran. Die Frau wird von dem, was dann noch übrig bleibt also die Differenz des Betrages, der nach Kindesunterhalt übrig ist und deinem Selbstbehalt nicht leben können. Da ist dann das Job-Center gefragt. Wieviel sie dann dazu bekommt, muss genau ausgerechnet werden. Das hängt natürlich auch vom Mietzins ab.


    Und, in der Regel ist der Ehegattenunterhalt auf ein Jahr begrenzt, vielleicht auch bis zur Scheidung, darüber hinaus ist das aber eher die Ausnahme. Einzelfallbetrachtung. Ich empfehle in so Fällen immer, das Jahr zu nutzen, in welchem noch gezahlt wird. Für Weiterbildung, Fortbildung, Praktika, was weiss ich. Corona wird ja nicht ewig andauern. Es gibt inzwischen unglaublich viele Programme, von der Arbeitsagentur aufgelegt, die da auch weiter helfen. Man sollte jetzt die Zeit nutzen, um mal zu schauen, was es alles gibt.


    Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass alles zurückgezahlt werden muss. Die Voraussetzungen sind da ganz klar definiert.

    Für Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt gilt gleichermaßen, dass nur das eingefordert werden kann, was auch austituliert ist. Ein Titel kann ein Urteil seinein gerichtlicher Vergleich, ein Beschluß. Weiterhin eine vom Schuldner unterzeichnete Verpflichtungsurkunde vom Jugendamt oder aber ein Bescheid der Unterhaltsvorschußkasse oder aber des Job-Centers. Gegen die letzteren beiden kann man Widerspruch einlegen, dann wird überprüft, ob die Berechnung stimmt. Wenn man diese Bescheide aber bestandskräftig werden lässt, dann muss man eventuell zurückzahlen, obwohl die materiell-rechtlichen Voraussetzungen gar nicht da sind, einfach, weil man gepennt hat.


    Du siehst, alles gar nicht so düster. Gute Planung, gute Organisation, das ist wichtig.


    Herzlichst


    TK