• Einen schönen guten Abend zusammen,


    ich hoffe das ich hier mit meinem Anliegen richtig bin.


    Ich bin 44 Jahre alt und bin mit meiner Frau seit 18 Jahren verheiratet.


    Wir haben 4 Kinder ( 15, 12, 9 Jahre alt ), das 4. Kind verstarb mit 6 Monaten am plötzlichem Kindstod.


    Ich und meine Frau haben uns über die Jahre auseinander gelebt. Der Alltagsstress ( mittlerweile beide Vollzeit berufstätig ) hat uns fest im Griff gehabt und jetzt wo die Kinder älter geworden sind und wir eigentlich mehr Zeit für einander haben könnten fingen wir an uns gegenseitig an zu giften.


    Im letzten Sommer Urlaub ist der Faden vollstens gerissen, meine Frau will nicht mehr mit mir zusammen sein und Sie will die Scheidung/Trennung.


    Nach dem Urlaub hieß es schweigen. Wir redeten miteinander nur dann wenn es wirklich sein musste. Desto mehr ich mich bemühte, sie in der Wohnung zu unterstützten umso schlimmer wurde irgendwie alles.


    Dann packte mich die männliche Zicke und ich dachte mir okay, dann mach ich nur noch das Nötigste. Dies gefiel ihr auch nicht und eines Tages ( vor ca. 6 Monaten ) platzte sie und wollte

    mich aus der Wohnung schmeißen, ich wollte aber nicht gehen. Ihr Argument ist gewesen, das Sie die Miete zahlt und ich somit zu gehen habe. Sie packt es nicht mehr mit mir und sie hält es nicht mehr mit mir aus. Die Miete würde ja schließlich Sie zahlen und somit hätte ich auf der Stelle die Wohnung zu verlassen.


    Ich war förmlich geschockt und wusste nicht wie ich mich zu verhalten habe. Sie hatte ja im Endeffekt Recht, die Miete wird von ihrem Konto abgebucht aber im Mietvertrag steht mein Name.


    Ich bin am nächsten Tag für ein Tag zu einem Freund, aber mehr wie eine Nacht mag ich nicht woanders bleiben und bin wieder heim. Sie war über meine Rückkehr nicht erfreut und meinte daß ich "ehrenlos" sei und mich schämen sollte. Ich sei ein gering verdiener und hat richtig ausgeholt, halt alles was weh tut...


    Ich habe auch nicht alles auf mir sitzen lassen und habe auch versucht ihr mit Wörtern weh zu tun.


    Bitte versteht mich nicht falsch, während ich diese Sätze schreibe weint mein Herz...es ist beschämend und verrückt wie 2 Personen die mit liebe in die Ehe gegangen sind, sich so verletzen können...


    Ich meinte daß ich dafür die Einkäufe mache, das ich das Auto abzahle, Trainingsgebühren für die 3 Kinder zahle, gez und zich andere Kleinigkeiten zahle.


    Als sie schwanger war, wollte sie die Kinder abtreiben. Ich war dagegen, ich blieb zu Hause und war bei den Kindern. Da sie mehr verdiente wie ich, war es logisch das ich zu Hause bleibe und die Kinder betreue.


    Ich musste mir zu der Zeit viel von meinem Umfeld anhören wie zb " ein man muss arbeiten" oder " eine Frau sollte die Kinder groß ziehen und der MANN sollte das Geld heimbringen " usw...Später als meine Tochter in den Kindergarten ging, fing ich an nachts bei einer Spedition Teilzeit zu arbeiten... Fakt ist, ich habe ihr all das dann auch vor die Nase gehalten, Grad das mit der Abtreibung.


    Ich hab sie gefragt warum ich die Wohnung verlassen soll, die Scheidung will sie ja, sie will doch die Trennung. Dann könnte doch sie gehen.


    Ihr Argument, 4 Tage Homeoffice und eine Person geht schneller wie 4 Personen, Sprich, sie krallt sich auch die Kinder, ist das alles wirklich so einfach ?


    Ich war bei allen Kindern als sie arbeiten war zu Hause, hab mit ihnen viel unternommen, fühlte mich damals schon wie ein allein Erzieher.


    Ich arbeite seit 10 Jahren als technischer Mitarbeiter in einer Sporthalle. Verdiene jedoch bei weitem nicht so viel wie sie.


    Jetzt nach knapp 10 Monaten Stillschweigen, Streit, kein Sex, keine Zärtlichkeit, nichts...ich hab keine Kraft mehr. Jeden Tag so weiter zu leben, wenn ich sie etwas Frage kommt eine pampige Antwort. Wenn Wäsche gewaschen wird, wird meine Wäsche akkurat von ihrer getrennt. Ich hab das Gefühl das sie mich aus der Wohnung ekeln will und das mit Erfolg.


    Nun hab ich mitbekommen das wenn ich meine Sachen packe und ausziehe, dies mir später vor Gericht zum Nachteil werden kann. Stimmt das ?


    Heute sprach ich sie wieder an und fragte wo wir stehen ? Ihr Antwort war bestimmend und direkt, es ist AUS, such dir eine Wohnung.


    Mein Konto ist am Limit und ich kann mir kein Anwalt leisten. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wo ich anfangen soll und bräuchte eine virtuelle Hand die mir ein weg zeigt...


    Ich hab viel geschrieben und bin ehrlich gesagt emotional sehr aufgewühlt, bitte um Verständnis falls ich zu durcheinander geschrieben habe.


    Bleibt gesund und liebe Grüße ✌️

  • Hallo Sonnenlicht 78,


    dieses Forum ist weniger für emotionale Hilfe, sondern mehr für Hilfe wenn es ums Familienrecht geht.


    Gern werden wir deine Fragen zum Familienrecht beantworten?


    Stelle bitte deine Fragen?


    edy

    Eine freundliche Begrüßung bei jedem Beitrag, ist eine Werschätzung gegenüber den Antwortgebern
    z.B. "Hallo"
    Das ist ein Laienforum, die Antworten sind nicht rechtsverbindlich.

  • Hallo Edy,


    einen emotionalen Beistand hab ich hier auch nicht erwartet und meine Frage hab ich gestellt gehabt.


    Das ganze natürlich emotional verpackt, da ich emotional geladen bin.


    "wenn ich meine Sachen packe und ausziehe, kann dies mir später vor Gericht zum Nachteil werden ?"


    Danke ..

  • Hallo Sonnenlicht,


    ich habe nach deinem Text überlegt, ob ich hier was schreiben soll.

    Bin kein Rechtsexperte, hab aber selber eine ähnliche Geschichte vor 30 Jahren durchlebt.

    Mein erster Tip, überlege, was du selber willst, schreib eine Prioritätenliste.

    Wenn deine Frau die Scheidung will, wirst du das nicht verhindern können.


    Dann soll Sie aber auch die Scheidung einreichen.

    Wenn es um die Zuweisung der Wohnung geht, da ist es schon ein Hinweis, wenn ein Elternteil diese "freiwillig" verlässt.


    Stell dir auch die Frage, wie und wo willst du mit den Kids leben und siehst du eine realistische Chance die jetzige Wohnung alleine zu finanzieren?


    Gruß


    frase

  • frase, um was es wirklich geht, das versuche ich ja mit meiner Frage zu ergründen. Mir fallen da etliche Problemkreise ein. Was ein Auszug für Folgen hat, das kann je nach Problemkreis eben unterschiedlich sein. Die "nackte" Scheidung haben wir doch in den seltensten Fällen. Aber, wir haben z.B. noch die Zuweisung der ehelichen Wohnung, Sorgerecht, speziell Aufenthaltsbestimmungsrecht, Unterhalt für Kinder, Unterhalt der Eheleute untereinander, Aufteilung des Hausrats, Betreuung der Kinder, um mal nur die wichtigsten Punkte zu nennen.


    Wenn man das alles vor Gericht streitig entscheidet, dann wird es richtig teuer. Es ist also im ureigenen Interesse, vieles sauber und außergerichtlich zu klären. Ich weiß nicht, wie Sonnenlicht das alleine gebacken bekommen möchte. Und da jetzt fachkundige Beratung in Anspruch zu nehmen, das kann wesentlich preiswerter sein, als erst einmal alleine vor sich hin zu wurschteln. Denn gerade am Anfang sollten die Weichen richtig gestellt werden.


    Insbesondere muss gerechnet werden. Wenn das Konto bei ihm, obwohl sie die Miete allein bezahlt, am Anschlag ist, dann frag ich mich, wie er allein in Zukunft für den Mietzins aufkommen will. So, und, der Rat, sie solle gefälligst die Scheidung einreichen, sorry, der ist nicht so wahnsinnig glücklich. Einmal haben wir eine Trennungszeit, bis zur Scheidung kann es also recht lange dauern. Abgesehen davon kann (nicht muss) es finanziell günstiger sein, wenn der finanziell Schwächere den Antrag stellt. Wenn gleichzeitig ein Antrag auf Verfahrenskostenhilfe gestellt wird, dann muss er zumindest im Bewilligungsfall in der Regel keine Kostenvorschüsse zahlen.


    Herzlichst


    TK

  • GuMo TK,

    wir haben z.B. noch die Zuweisung der ehelichen Wohnung, Sorgerecht, speziell Aufenthaltsbestimmungsrecht, Unterhalt für Kinder, Unterhalt der Eheleute untereinander, Aufteilung des Hausrats, Betreuung der Kinder, um mal nur die wichtigsten Punkte zu nennen.

    genau, viele Fragen!

    Daher ist ein emotional aufgeladener Mensch eben überfordert.

    Hier hat es edy ja schon geschrieben,

    Gern werden wir deine Fragen zum Familienrecht beantworten?

    Dazu braucht es aber eben einen roten Faden, den man finden sollte.


    Klar ist eine fachliche Betreuung einer Trennung für beide Partner anzuraten.

    Das gibt dann auch etwas mehr Sicherheit.


    Gruß


    frase