Hallo zusammen,
meine (Noch-)Ehefrau und ich befinden uns seit Sommer 2025 im Trennungsjahr.
Wir möchten eine Scheidungsfolgenvereinbarung treffen, in der es hauptsächlich um das Haus geht.
Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen oder kann mir Vorteile/Nachteile/Risiken zu meiner Situation nennen?
Zur Ausgangssituation:
Wir haben 3 gemeinsame Kinder (4, 7, 8 )
Ich arbeite als Beamter in Vollzeit
Sie ist noch in Elternzeit und erzielt kein Einkommen. Künftig wird sie maximal in Teilzeit arbeiten und eher wenig verdienen.
Wir besitzen gemeinsam ein Haus, welches über Bankkredit finanziert wird.
Ich bin im Herbst in eine Mietwohnung gezogen, sie wohnt mit den Kids weiter im Haus und übernimmt hauptsächlich die Betreuung.
Die Idee:
Wir bleiben beide weiterhin 50/50 Eigentümer der Immobilie.
Sie trägt künftig alle anfallenden Kosten (Kredit, Reparaturen, Modernisierungen, Steuer, …).
Sie ist verantwortlich für Unterhalt und Pflege des Hauses und Grundstücks.
Dafür zahlt sie keine Nutzungsentschädigung/Miete an mich.
An einem festgelegten Datum in der Zukunft (ca. 20 Jahre, wenn alle 3 Kids groß genug sind) wird das Haus von einem Gutachter geschätzt, verkauft und der Erlös 50/50 aufgeteilt. Alternativ bleibt sie dann dort wohnen und zahlt mich aus.
Für das Haus haben wir vor 10 Jahren zwei Kredite aufgenommen
110.000€ Bank, läuft noch bis 2035, monatliche Rate 500€
50.000€ KFW, läuft im Januar aus. Restschuld 40.000€. Die 40.000€ würde sie von Ihren Eltern als Privatkredit/Schenkung erhalten und damit den KFW Kredit komplett tilgen.
Somit könnte sie relativ günstig im gewohnten Umfeld wohnen bleiben.
Ich hätte den Vorteil, dass ich dann in ca. 20 Jahren den hälftigen Erlös bekomme. Nachteil wäre, dass das halt noch lange hin ist und bis dahin mir das Geld "fehlt".
Realistisch gesehen kann sie mich aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht auszahlen (Haus ist jetzt ca. 380.000€ wert) und laut Ihrem Anwalt, wäre ein Auszug schwer, da sie nicht auf die schnelle eine gleichwertige Mietimmobilie finden kann und damit defacto dort wohnen bleiben könnte.
Auf den ersten Blick klingt die Vereinbarung für mich gut.
Wäre so eine Vereinbarung rechtlich machbar? Müsste diese anwaltlich oder notariell beurkundet werden, da eine Immobilie betroffen ist? Oder ginge es komplett ohne Anwalt/Notar?
Was meint ihr?
Vielen Dank für eure Gedanken und Hilfestellungen. ![]()