Beiträge von timekeeper

    Liebe bleu:


    Jemand, der ohne jedwede Unterlagen zum Sozialamt marschiert, der muss sich nicht wundern, wenn er abgewiesen wird. Und dass irgend jemand am Telefon irgendwelche Auskünfte bekommt, das ist doch auch mehr als unwahrscheinlich. Wäre wahrscheinlich sogar strafbar, wenn die Auskünfte gegeben würden. Man kann ja nicht mal nachvollziehen, wer anruft. Ich hatte ja schon geschrieben, er muss erst einmal seine Unterlagen zusammen stellen, und dann möglichst mit Unterstützung zu den Behörden. Denn alleine schafft er das alles nicht. Da sie offensichtlich weiterhin die Kredite bedient, wird er keinen Unterhaltsanspruch haben. Denn so sexy ist ihr Gehalt ja auch nicht. Zumal wir nicht wissen, ob schon die neue Steuerklasse berücksichtigt ist. Und das Einkommen noch nicht bereinigt ist.


    Es kann natürlich sein (so hab ich das damals gemacht), dass die Zwangsversteigerung angepeilt wird. Ich hatte dadurch dann den Anteil meines Ex "für nen Appel und ein Ei" erworben, er war draußen und dann konnte ich die Kiste mit Gewinn veräußern.


    Ich verstehe die Empörung des Sohnes eigentlich nicht. Die Mutter hat sich vom Vater getrennt. Scheidungen sollen vorkommen. Sie besteht auf ihren legalen Rechten, auch das soll vorkommen. Er ist nicht in der Lage, seine Rechte durchzusetzen. Sein Problem. Und Telefonate vom Sohn an irgend jemanden, die helfen doch nun wirklich nicht weiter. Abgesehen davon wissen wir nicht, für was die Anwältin mandatiert ist. Auch so eine Sache.


    Der Sohn sollte doch erst einmal die Sachen des Vaters sortieren, um sich einen Überblick zu verschaffen. Dann die Liste, die du hier eingegeben hast, abarbeiten (ist wesentlich konkreter als meine Liste, wesentlich besser, geht aber in dieselbe Richtung). Und dann sieht man weiter.


    Nur, eines mal ganz klar. Die Mutter ist nicht die Caritas. Auch sie muss finanziell schauen, wo sie bleibt. Auch ihre Altersversorgung steht und fällt mit dem Haus. Deshalb ist die Idee, das Haus nur für die Schulden, die noch bestehen, zu erwerben, abwegig.


    Herzlichst


    TK

    In Ergänzung: es gibt inzwischen viele behindertengerechte Wohnungen. Seniorenwohnungen. Das wäre wohl das angebrachte für den Vater. Da auch mal schlau machen. Oder ein Seniorenheim. Wenn er 4 Tage die Woche flach liegt, ist das auch eine Überlegung.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    offensichtlich weisst Du vieles nicht. Natürlich hat es im Unterhaltsverfahren eine Überprüfung der Behauptung gegeben, sie würde den Kredit abzahlen.


    Und abgesehen davon, bei 600 € im Monat, da ist er im Augenblick wahrscheinlich auch kein Fall für die Grundsicherung. Die aktuellen Zahlen sind (gerundet) etwa: 395 € für den persönlichen Bedarf. Davon ist auch Strom zu zahlen. Und dann bleibt die Differenz von 200 €. Davon sind doch nun wirklich Wassergeldzahlungen möglich. Ich verstehe es einfach nicht. Wie wärs, wenn Du einfach mal dort bei der Vollstreckungsstelle anrufst, und das klärst? Einfach die Höhe der Schulden erfragst? Und dann wird bezahlt.


    Wenn der Vater aber nicht mal in der Lage ist, eine Überweisung zu tätigen, dann sollte man über einen amtlichen Betreuer nachdenken. Der richtet dann auch die Daueraufträge ein. Euch ist schon klar, dass hier wahrscheinlich Seuchengefahr besteht, und dass das alles wahnsinnig teuer werden kann? Rausstemmen aller sanitärer Anlagen inkl. Fliessen, Sonderfirma, die die Abwasserwege wieder mit Hochdruck freipustet? Und das alles, nur weil er nicht in der Lage war (warum auch immer), eine schlichte Ummeldung bei der Wasserbehörde zu machen? Auch dein Verhalten: absolut unverständlich.


    Ob es Zugewinn gibt, das weiss doch niemand. Das sind doch häufig Wolkenkukuksheime. Und selbst wenn ein Zugewinn raus kommt, dann doch erst in langer Zeit. Zumindest darlehensweise müsste dann Grundsicherung drinnen sein, wenn denn die Voraussetzungen da sind. Sind sie im Augenblick aber nicht. Erst mit eigener Wohnung.


    Nimm dir doch mal 2-3 Tage Zeit. Klappere die Ämter ab. Wohnungsamt (wegen drohender Zwangsräumung), sortier die Unterlagen vom Papa, nimm sie mit zum Sozialamt. Kläre, was die brauchen, um eine Wohnung (teilweise) zu finanzieren. Vielleicht bekommst du eine Zusicherung, dass die Miete übernommen wird. Glaub mir, auch ALG II Empfänger oder Empfänger von Grundsicherung bekommen Wohnungen. Nur, wenn er hingeht und sagt, ich hab 600 € Rente, und mehr nicht, dann bekommt er natürlich keine Wohnung. Wundert dich das?


    Und das Verhalten des Anwaltes der Frau ist doch absolut in Ordnung. Viele Köche verderben den Brei. So ein Verfahren funktioniert nur, wenn EINER die juristische Seite klärt. So einfach ist das. Abgesehen davon, die Frau ist ja auch keine Großverdienerin. Viel mit Unterhalt für ihn wird da nicht sein. Sie kann ihn auch nicht schädigen. Sie will ihn aus ihrem Haus raus haben, das völlig legitim. Und bei den sanitären Verhältnissen, je schneller, desto besser.


    Es gibt einen Räumungstitel. So, und jetzt bist du als Sohn gefragt, zwecks Schadensbegrenzung. Und zwar sofort.


    Herzliche Grüße


    TK

    Hi,


    ob der Vater überhaupt einen Anspruch auf einen finanziellen Ausgleich hat, das können wir hier nicht abschätzen. Ist eine Frage des Zugewinns. Ganz klar.
    So, und nun zur Räumung. Die kann vollstreckt werden, wenn ein Urteil existiert. Das scheint der Fall zu sein. Damit ist der Vater draußen, und hängt auch noch auf den Vollstreckungskosten. Und, dass ein Aufschub der Vollstreckung ohne Wasseranschluss erfolgt, das ist eher unwahrscheinlich. Ist ja schon ein Fall für das Gesundheitsamt. Aus Gründen der Hygiene. Dann ist er noch schneller draussen. Und ganz ehrlich, das Gericht hat mit absoluter Sicherheit überprüft, was die Mutter für das Haus zahlt. Wahrscheinlich die Darlehen. Und mehr muss sie auch nicht leisten. Bei 600 € im Monat, da hätte er doch zumindest das Wassergeld zahlen können.


    Der Vater hat eine Möglichkeit. Sich sofort um eine Wohnung zu kümmern, die Optionen hatte ich bereits aufgezeigt. Was ist inzwischen geschehen? Nein, das Haus gehört aus was für Gründen auch immer nur ihr allein. Sie kann bestimmen, wie es weiter geht. Und er sollte mal anfangen, sein Leben in den Griff zu bekommen.


    Herzlichst


    TK

    Hi Deumeline,


    das können wir nicht wissen. Ganz einfach, weil wir bei der Verhandlung nicht dabei waren. Und bei einem Versäumnisurteil gibt es keine Urteilsbegründung. Die Einspruchsfrist ist eine absolute Notfrist und beträgt zwei Wochen ab Zustellung des Urteils. Wenn du das machst, dann sollten aber alle, wirklich alle Unterlagen vorliegen. Mehr kann man hier nicht raten.


    Herzlichst


    TK

    Hallo,


    alles etwas unsortiert. Deshalb ist wahrscheinlich auch noch keine Antwort gekommen. Bitte gewöhne dir an, alle persönlichen Verletzlichkeiten raus zu zu lassen. Wir haben seit 1976 kein Verschuldensprinzip mehr, sondern nur das Zerrüttungsprinzip.


    Fakt ist, dass weder die Mutter noch der Vater das Haus halten können. Und offensichtlich ist der Vater schon rechtskräftig zur Räumung verurteilt worden. Sonst wäre nämlich der Gerichtsvollzieher nicht im Spiel. Ich frag mich wirklich, warum er es so weit hat kommen lassen (kopfschüttel). Hat der Vater denn einen eigenen Anwalt? Er sollte auf jeden Fall mit dem Räumungstitel zum Sozialamt seiner Stadt gehen. Normalerweise haben die beim Wohnungsamt für so Notfälle Hilfen.


    So, dann ist der Vater auch kein Fall für ALG II. Wenn dann Grundsicherung, auch dafür ist das Sozialamt der Stadt zuständig, nicht die ALG-Behörde. Denn er steht ja dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Und da sollte er bitte das Urteil mitnehmen, aus dem hervorgeht, dass er keinen Unterhaltsanspruch hat sowie das Räumungsurteil. Damit sollte dann der Umzug in trockenen Tüchern sein. Und wenn er vor der Zwangsräumung eine neue Wohnung hat, dann nimmt er das mit, was er braucht, den Rest lässt er da.


    So, das wären die ersten Schritte.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    na ja, dass Frau den Ex nicht mehr wann auch immer in der Wohnung haben möchte, das ist doch wohl nachvollziehbar, oder? Da muss eine vernünftige Regelung her. Wenn es über Jugendamt als Vermittler nicht geht, dann bleibt noch das Familiengericht.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    die Angaben sind zu vage, um etwas sagen zu können. Jedenfalls so viel: nach der Scheidung sehe ich null Chancen auf Unterhalt für ihn. Bis zur Scheidung könnte ein minimaler Unterhaltsanspruch bestehen, rein rechnerisch, was ich aber bezweifle. Man müsste beide Einkommen bereinigen. Zahlt er denn Kindesunterhalt?


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    zunächst einmal ist das Kind nicht dazu da, das Immobilieneigentum der Eltern zu finanzieren. Deshalb werden nur die Zinsen anerkannt. Das ist völlig in Ordnung. Notwendige Reparaturen, die muss teilweise auch jeder Mieter zahlen, oder aber sie werden über die laufenden Mietzahlungen finanziert.


    Im übrigen - Steuerrecht hat nichts mit Unterhaltsrecht zu tun.


    Wieso werden die eigenen Kinder bestraft? Das andere Kind bekommt zwar nicht mehr, möglicherweise, aber der Steuerzahler muss das doch nun wirklich nicht finanzieren.


    Herzlichst


    TK

    Hi edy,


    stimme dir zu. Vielleicht mal so ein Einstiegstipp in die Problematik. Jeder der Ehepartner sucht einen Anwalt auf. Erstberatung ist nicht so furchtbar teuer. Dann weiss man, wo man finanziell steht (ganz wichtig). Welche Rechte man hat, und auch, welche Pflichten. Und dann kann man gmeinsam ein Konzept erarbeiten. Vielleicht dann mit einem Mediator. Aber den Blödsinn, den wir im Augenblick immer wieder sehen, der ist doch wie folgt. Man geht für ein Schweinegeld zu einem Mediator, kennt seine Rechte nicht, der Mediator kennt sie auch nicht, und es wird sich fröhlich verglichen. Hinterher wird festgestellt, dass es so nicht funktionieren kann. Und "piep, piep, wir haben uns alle lieb, und gehen fröhlich in die Scheidung", das läuft doch nicht.


    Also, erst juristische Beratung, und wenn man meint, dann noch jemanden zu benötigen, dann heuert man den an. Wohl wissend, dass der Mediator keinen Anwalt ersetzt und zusätzliche Kosten verursacht.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    das mit dem Anspruch auf Barunterhalt für volljährige Kinder ist hier nicht ganz richtig dargestellt. Es ist zwar zutreffend, dass die Kids ab Volljährigkeit rein rechnerisch gesehen einen Anspruch auf Barunterhalt haben. Aber, wenn das Kind im Haushalt der Mutter lebt, hat sie auch die Möglichkeit, zu entscheiden, ob sie das Kind bar auszahlt und im Gegenzug Kostgeld verlangt, oder aber die Leistung durch "Naturalien" erbringt. Steht so im BGB. Nur, die Berechnung des mütterlichen Anteils muss natürlich in € erfolgen. Einfach weil ja zwischen den Eltern zu quoteln ist. Wir haben hier also zwei Schritte, die zu beachten sind.


    Herzliche Grüße


    TK

    Hi,


    das Jugendamt wird im Rahmen einer Beistandsschaft für das Kind tätig. Ist also so eine Art Anwalt für das Kind. Es überprüft die Zahlungseingänge und leitet das Geld weiter. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ist also nur ein "Abwickler." Und ist nicht dafür zuständig, deine Interessen zu vertreten, dir zu erklären, wann du was machen musst. Um dich musst du dich selbst kümmern.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    für die Ausübung des Sorgerechts benötigt man nicht mal eine Vollmacht. Das sind doch nur ein paar Unterschriften, mehr nicht. Also, welche weiterführende Schule, eigenes Konto, ärztliche Behandlung, die über die Routine hinaus geht, Pass, Lehrvertrag. Und das wars im Prinzip. Alles andere sind Alltagsentscheidungen des täglichen Lebens, die die Mutter alleine fällen kann. Ganz ohne Vollmacht. Das ist nun wirklich ein absolut überflüssiges Verfahren, was nur kostet.


    Herzliche Grüße


    TK

    Hi,


    wieso alleiniges Sorgerecht? Das ist nun ein wirklich überflüssiges Verfahren. Und auch nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Sorgerecht, das sind ein paar Unterschriften, mehr nicht. Was soll das z.B.?


    Ob er Jobs abgelehnt hat oder nicht, das interessiert in der Trennungsphase überhaupt nicht. Und dass er nach der Scheidung nichts erhält, das ist ohnehin klar.


    Wichtig ist doch nur die Scheidung und die Austitulierung des Kindesunterhaltes.


    TK

    Guten Morgen Ilona,


    wieviel der Anwalt kosten wird, das ist von vielen Faktoren abhängig. Unter anderem auch davon, was alles bei Gericht anhängig gemacht wird. Kindesunterhalt, Ehegattenunterhalt, Scheidung, Zugewinn, was auch immer. Dazu kommt dann noch der Streitwert, der auch wiederum variieren kann. Anders ausgedrückt: eine "nackte" Scheidung kostet bei gleichem Arbeitsaufwand bei jemandem mit einem Monatsverdienst von 20000 € mehr als bei jemandem mit 2000 € monatlich. Das ist im Rechtsanwaltvergütungsgesetz geregelt. Nur, meine Erfahrung ist, das in Fällen wie deinem, der Einsparfaktor bei Unterhalt durch rechtzeitiges Einschalten eines Anwaltes wesentlich höher ist, als das laienhafte rumwerkeln alleine. Das wird zumindest immer dann teuer, wenn der Fordernde einen Anwalt hat.


    Ich rätsele immer noch mit dieser Bescheinigung des Finanzamtes. Woher um Himmels Willen soll das Finanzamt wissen, ob ihr getrennt lebt? Ruf da doch einfach mal an. Und schau dir mal die Bestimmungen an, die ich dir weiter oben genannt hab. Dann wirst du auch in der Sache etwas sicherer, was ja wichtig ist. Und - mich würde wirklich interessieren, woraus sich diese Verpflichtung für Verheiratete ergeben soll. Und was ist mit jenen, die steuerlich hier gar nicht erfasst sind (das gibt es durchaus), aber verheiratet sind?


    Herzliche Grüße


    TK