Beiträge von timekeeper

    Hi,


    Atteste - ich bin keine Freundin davon, sie sind in der Regel zu kurz, der behandelnde Arzt wird kaum ein Attest gegen einen Patienten ausstellen, den er behandelt. In dem Fall würde ich das Gutachten des MDK einreichen. Das ist dann doch etwas aussagefähiger und darauf hinweisen, dass nunmehr wohl alles klar sei.


    Mit dem Kindesunterhalt ist es ja so, dass dein Selbstbehalt gewaltig heruntergesetzt werden kann, weil du mit jemandem zusammen lebst. DAs sieht wahrscheinlich dein Anwalt auch so.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    die Kosten, die du da anführst, die sind im Selbstbehalt enthalten. Aber, in so Fällen ist meine erste Frage, ob denn ein Zugewinnausgleich stattgefunden hat? Denn z.B. der Lottogewinn, so er denn in der Ehe erfolgte, ist ja Zugewinn. Ebenfalls Zinsen, wir hatten ja nicht immer die Zinssituation wie heute. Das solltest du mal überprüfen. Im übrigen scheinst du ja auf hohem Level zu leben, wenn ich allein deinen Mietzins ansehe.


    Nun zur eigentlichen Frage. Einkommen aus Vermögen ist Unterhalt. Und es gibt durchaus Anlagemöglichkeiten, welche noch Zinsen bringen, und zwar nicht nur hoch spekulative. Mir fällt da als erstes auch z.B. eine Immobilie ein, andere Beteiligungsformen an was auch immer. Natürlich kann man niemanden zwingen, sich aktiv um sein Vermögen zu kümmern, kann man auch zu Hause unterm Kopfkissen bunkern und sich am täglichen Durchzählen freuen. Aber, dann wird mit fiktivem Einkommen gerechnet. Wie das im Einzelfall aussieht, das kann ich hier nicht abschätzen. Der Vermögensstamm muss in der Regel nicht angegriffen werden, deshalb ja die Ertragsregelung. Um eine solche Berechnung vornehmen zu können, sollte man schon wissen, was da ist. Sonst kann man ja nicht rechnen.


    Schwarzarbeit ist kein Verwirkungsgrund bei dir, aber dieses Einkommen geht natürlich auch in die Berechnung ein, als Einkommen.


    Was ich nicht verstehe, das ist, dass das alles nicht im Rahmen des Scheidungsverfahren geregelt wurde. Wie lange seid ihr denn geschieden? Wann wurden in diesem Zusammenhang die Unterhaltsforderungen gestellt? Das wäre ganz wichtig zu wissen. Könnte nämlich sein, dass die Unterhaltskette unterbrochen ist, dann ist ohnehin Schluß, dann brauchen wir hier überhaupt nicht mehr zu rechnen.


    Also, schiebe noch ein paar konkrete Angaben nach. Danke dir!


    Herzlichst


    TK

    Mein Lieber,


    geschieden wird nicht, weil der Fall noch nicht entscheidungsreif ist. Da Du nach wie vor keine Zahlen nennst, kann auch nicht abgeschätzt werden, wie hoch ein möglicher Anspruch der Gegenseite ausfallen würde. Auf eine Begutachtung von dir kommt es nur an, wenn überhaupt ein Anspruch besteht. Da du aber Krankengeld bekommst, dürfte eine Begutachtung ohnehin entbehrlich sein. Außerdem, so ein Gutachten ist teuer. Wenn du schon länger krank bist, liegt möglicherweise ja ein Gutachten des MDK vor, welches man in das Verfahren einbringen könnte?


    Jedenfalls würde ich mich nicht zwecks Beschleunigung des Verfahrens begutachten lassen, ich halte es einfach für abwegig, dass Krankheit ein Beschleunigungsgrund für eine Scheidung ist. Hatte ich ja schon geschrieben.


    Das mit den Krediten ist so eine Sache. Im Prinzip sind ja nicht alle Kredite unterhaltsrelevant. Wahrscheinlich wird auch deshalb bestritten, dass diese Einfluß haben auf Berechnungen haben, das kann ich hier nicht abschätzen.


    Aber, solange hier nur sehr allgemein gefaßte Beiträge kommen, kann man auch nur sehr allgemein antworten.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    in Ermangelung irgendwelcher Zahlen ist das etwas schwierig mit dem Rat, ich habe leider keine Kristallkugel zum wahrsagen. Die Angabe, er verdiene sehr gut, das ist doch arg relativ. Da muss sauber gerechnet werden, anhand der bereinigten Einkünfte aus den letzten 12 Monaten. Ob die Mieteinnahmen anzurechnen sind, auch das können wir hier nicht einschätzen. Es kann nämlich sein, dass unter Berücksichtigung der Kredite, des Finanzmodells in der Ehe nichts anzurechnen ist. Außerdem muss die Berücksichtigung der Mieteinnahmen nicht zwingend zu einer Erhöhung des Unterhalts führen. Die Gehaltsstufen sind ja doch recht weit gefasst.


    Wechselmodell heisst nicht, dass er gar nichts zahlen muss. Er würde dann für den halben Monat Unterhalt zahlen, du umgekehrt nach deinen Verdiensten an ihn den anderen halben Monat. Eine Nullnummer wird daraus nur, wenn die Verdienste nach Bereinigung gleich sind. Vorsichtshalber weise ich noch darauf hin, dass das Wechselmodell kein Sparmodell ist, sondern die teuerste Option, die es gibt. Denn letztlich hat man dann doch alles doppelt: Garderobe, PC u.s.w. Das wird häufig unterschätzt, und scheitert dann schon daran.


    Wenn du mit dem Jugendamt nicht zurecht kommst, dann kündigst du die Beistandsschaft und nimmst dir einen Anwalt.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    da sind ja einige Baustellen. Ich fang mal mit dem Umgang mit den Kindern an. Wie alt sind die Kinder denn? Dass du die Kids in der Wohnung der Ex besuchst, das ist etwas ungewöhnlich. Da sollte eine Lösung gefunden werden, die es den Kids ermöglicht, bei dir an deinem Alltag teilzunehmen. Sprich deinen Anwalt darauf an.


    So, dass du Kindesunterhalt zahlen musst, das dürfte klar sein. Es scheint um Unterhalt für die Ex zu gehen. Da stellt sich doch zunächst die Frage, um wieviel es überhaupt geht. Bei dem Empfang von Krankengeld und Kindesunterhalt dürfte da doch kaum noch Verteilmasse sein. Und - Trennungsunterhalt kann in vielen Fällen auf ein Jahr innerhalb der Trennungszeit vor der Scheidung begrenzt werden, sprich darauf mal deinen Anwalt an. Ist natürlich davon abhängig, wie lange ihr verheiratet wart, ob die Ehefrau überhaupt eine Chance hat, einen Job zu bekommen.


    Geschieden wird, wenn das Verfahren entscheidungsreif ist. Scheidung als Therapie, sorry, das läuft nicht. Der Richter wird erst terminieren, wenn eben alles geklärt ist, bzw. im Termin geklärt werden kann.


    Du hast jetzt keine Zahlen geliefert, deshalb ist das alles etwas schwierig. Ich werfe trotzdem mal eine Idee in den Ring. Du bietest für den Exenunterhalt eine Einmalzahlung an. Gebündeltes Bares hat häufig einen Sinneswandel zur Folge, die ordinäre Geldgier überwiegt häufig. Diese Lösung ist zwar etwas risikobelastet, für den Fall, dass die Frau ALG II in Anspruch nimmt, aber wenn sie in einer festen neuen Beziehung lebt, dann kann man evtl. dieses Risiko eingehen. Und der Fall wären entscheidungsreif.


    Das wäre das, was mir im Augenblick dazu einfällt. Wie alt sind denn die Kinder, wie weit wohnt ihr entfernt?


    Herzlichst


    TK

    Sophie, ich spekuliere nicht wild drauf los. Es gibt so viele juristische Konstruktionen dieser Kassen, wie es Arbeitgeber gibt, die so etwas anbieten. Und das kann auch eine vorzeitige Rente sein. WElches Zahlungsmodell hier gewählt wird, das ist unterschiedlich. Es gibt z.B. auch das Modell, dass es teilweise in normale Rentenpunkte umgewandelt wird, die würden dir dann direkt zukommen.


    Also, man muss erst einmal wissen, was für ein Konstrukt da existiert. Aber, normalerweise regelt das doch alles das Gericht, gibt die Auskünfte dann an die Anwälte der Parteien weiter, und dann kann man Stellung nehmen.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    kleine Korrektur. Er kann eventuell (wenn es das Pensionsmodell vorsieht) die Auszahlung zwar durchziehen. Aber, wenn es das einzige Vermögen der Ehepartner ist, muss die Ausgabe eventuell von dem Ehepartner abgesegnet werden. Aber das ist der nächste Schritt. Die Anwältin soll die Auskunft von der Pensionskasse einholen, ich verstehe nicht, wieso das nicht passiert, und dann kommt die Fragestellerin auch weiter. Und es kommt auch nicht undedingt darauf an, was der Ehemann eingezahlt hat, insoweit kann die Auskunft des Arbeitgebers zutreffend sein, häufig zahlt ja nur der Arbeitgeber ein. Die Kasse muss, wie Gauss richtig anmerkte, die Auskunft erteilen. WEnn allerdings nichts (mehr) da ist, dann kann die Auskunft allerfings nur lauten, dass kein laufendes Pensionskonto besteht.


    Die Fragestellerin geht offensichtlich davon aus, dass sie wegen ihrer EM-Rente sofort eine Zusatzrente aus der Pensionskasse bekommt. Das dürfte allerdings eher unwahrscheinlich sein. Einfach, weil die Anwartschaften in der Regel noch nicht berechenbar sind. Dafür gibt es dann den sog. schuldrechtlichen Versorgungsausgleich, welcher zum Zeitpunkt des Begins der Altersrente durchgeführt wird.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    alles etwas wirr. Wenn über Teamviewer etwas gelöscht wurde, dann merkt man das doch. Und wieso hast du ihn nach der Trennung nicht rausgekickt? Keine Sicherheitskopie auf externem Stick, externer Platte? Das kann ich einfach nicht glauben. Das ist doch Hilfsschulwissen für den Umgang mit PCs bzw. mit Daten. Was machst du denn, wenn du dir einen Virus einfängst, und dann alles kaputt ist? Ist sogar mir bei aller Vorsicht und Sorgfalt mal passiert.


    Nö, eine strafbare Handlung sehe ich nicht. Du hast ihm Zugriff auf deinem PC eingeräumt. Außerdem sind Gehaltsabrechnungen doch ganz schnell Altpapier. im Augenblick ist der Zeitraum von März letzten Jahres bis Februar diesen Jahres relevant. Und, aus den Abrechnungen, die die Anwältin dann gemacht hat, ergibt sich doch auch das Gehalt.


    Wie die Pensionskasse zu bewerten ist, das können wir hier nicht abschätzen. da gibt es so viele Modelle, da hat hier niemand den Überblick. Warum sollte sein Arbeitgeber ihn wegen eines FAmilienrechtsstreits kündigen? Es kann allerdings sein, dass er aus anderen Gründen gekündigt wird. Er scheint ja gesundheitlich nicht so wahnsinnig fit zu sein, und lange Fehlzeiten wegen Krankheit, das ist ein Kündigungsgrund.


    Wir wissen nicht, wie die Pensionskasse aufgebaut ist, hatte ich ja schon geschrieben. Jedenfalls ist er nicht verpflichtet, wegen dir diese Kasse weiter zu bestücken. Und ob man sich da vorzeitig was auszahlen lassen kann, können wir auch nicht wissen. Ebenso wenig, wie die während der Ehe erworbenen Ansprüche in die Scheidung einfließen. Mir fallen da nachfolgende Alternativen ein: Ansprüche aus der Pensionskasse gehen in den Zugewinn ein, oder du bekommst da ein eigenes Konto, dann könnten die Ansprüche schon jetzt als Rente ausgezahlt werden, oder andere Alternative, erst, wenn du das altersrentenalter erreicht hast. Oder, wenn der Mann das Altersrentenalter erreicht hat. Oder, der Anspruch auf die kapitalisierte Rente jetzt, oder wenn Mann in Altersrente geht oder du das Alter erreicht hast. Das sind so die Modelle, die mir bekannt sind.


    Aber deine Anwältin sollte das mit der Pensionskasse klären, und die Kassen wissen normalerweise, wie damit umzugehen ist. Ist ja nicht die einzige Scheidung, die die haben.


    So, das waren wohl deine Fragen. Wenn ich was übersehen habe, dann frag noch einmal.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    wenn du in der nächsten Zeit deinen Scheidungstermin hast, dann ist doch alles klar. Ist bei dir alles etwas wirr geschrieben. Da die Trennung erst zwei Jahre alt ist, gehe ich mal davon aus, dass dein Anwalt den Scheidungsantrag erst eingereicht hat, nachdem alles klar war? Das ist nämlich die Voraussetzung.


    Also, was ist der Verfahrensstand, wie ist die Haltung des Mannes?


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    es hat keinen Sinn, jetzt weiter zu raten. Der 17. Febr. ist abzuwarten. Ich gehe im Augenblick davon aus, dass die Aktion des Vaters die zügige Abwicklung, die ich so im Kopf hatte, ausgebremst hat. Um das einschätzen zu können, da wüsste ich gerne, wie denn die Glaubhaftmachung aussieht. Was ist so dringend, das jetzt sofort erledigt werden muss, dass sofort das komplette Sorgerecht übertragen werden muss? Umgangsrecht, Briefeschreiben u.s.w. ist KEIN Gegenstand des Sorgerechts. Also, was ist vorgetragen?


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    morgen kommt die ausführliche Antwort. Nur so viel: Eilverfahren mit mündlicher Verhandlung sind immer kritisch. D.h., es kann nicht im schriftlichen Verfahren eintschieden werden. Eilverfahren zur Kontaktaufnahme, das wäre für mich unkritisch gewesen. Welche Unterschriften müssen denn sofort geleistet werden, so dass ein normales Verfahren nicht ausreicht.


    Und Eilverfahren müssen sofort terminiert werden, also nichts neues im neuen Gericht. Was im Eilverfahren entschieden wird, wenn es denn positiv entschieden wird, das richtet sich nach dem Antrag.


    Alles andere morgen.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    in der Zeit vor der Volljährigkeit ist die Hälfte der Ausbildungsvergütung auf die Unterhaltszahlung anzurechnen, ab Volljährigkeit muss ganz neu gerechnet werden. Existiert denn ein Titel und geht der über die Volljährigkeit hinaus?


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    da wir kein Verschuldnesprinzip mehr haben, kommen die Härtefallregelungen (Scheidung ohne Trennungsjahr) eigentlich kaum noch vor. Meist sind das Fälle, in denen z.B. versuchte Tötungsdelikte im Raum stehen oder aus vergleichbaren Vorkommnissen ein Trennungsjahr unzumutbar ist. Und auch bei Härtefallscheidungen dauert es in der Regel Monate, bis alles klar ist. Die Trennung ist doch gerade mal zwei Wochen alt. Und der Vater kann das Kind ja auch zu sich nehmen, ich denke mal, in dem Alter wird der Junge alleine entscheiden, wo er in Zukunft leben möchte.


    Man sollte das Trennungsjahr als Chance sehen, alles zu regeln, zur Ruhe zu kommen und Abstand zu gewinnen.


    Noch ein Hinweis: Rache, Wut, Krieg, das ist etwas, was der Körper vielleicht zum Abreagieren benötigt. Aber, es sollte einen Menschen nie dauerhaft beherrschen. Dann ist es nämlich nicht mehr das Ventil, was man benötigt, sondern dann wird man selbst zugrunde gerichtet. Und dann verliert man alles. Ich finde da die Novelle "Michael Kohlhaas" immer noch sehr wirklichkeitsnah und lehrreich.


    Herzlichst


    TK

    Na ja frase, die Trennung ist ja noch ganz frisch. Da kann sich dem Himmel sei Dank noch einiges ändern. Nur eines muss dem Fragesteller klar sein: wenn er eine schnelle Scheidung will, die Kosten gering halten will, ebenso die Reibungsverluste, dann ist es sinnvoll, sich jetzt Beistand zu suchen, das alles den Profis überlassen, und bitte, bitte das Kind nicht aus den Augen verlieren.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    ohne Grundwissen zumindest im Ansatz wird es schwer ohne Anwalt. Zugewinn ist das, was in der Ehe erwirtschaftet worden ist. Dabei ist es einerlei, wer da finanziell mehr geleistet hat. Es ist gemeinsam erwirtschaftet worden. Es geht also um das, was von Eheschließung an bis zur Rechtshängigkeit der Scheidung "angehäufelt" hat. Das ist zu teilen.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    du brauchst für die Ehescheidung ohnehin einen Anwalt. Nimm ihn dir jetzt, denn es geht ja um etliche Werte. Die Weichen müssen jetzt gestellt werden. Und ehe sich die ganze Angelegenheit emotional noch weiter hochschaukelt, ist da eine regulierende Hand schon wichtig.


    Wieso jetzt schon die Änderung der Steuerklasse kam, das ist mir schleierhaft, ihr habt euch doch erst in diesem Jahr getrennt, und der Wechsel sollte dann eigentlich erst zum 1. Jan. 2021 erfolgen.


    Aber, es geht ja nicht nur um die Häuser. Es steht Trennungsunterhalt im Raum, Unterhalt für das Kind, Hausrataufteilung, um nur mal die wichtigsten Posten zu nennen. Und, es ist in euer beider Interesse, schnell auseinander zu kommen und sich nicht über Jahre zu zerfleischen. Diese Scheidung nach nur einem Jahr der Trennung setzt aber voraus, dass ihr euch im wesentlichen einig seid, dass alles geregelt ist. Ich denke mit Schrecken an eine Scheidung, die wegen Streitereien insgesamt so zwischen 5 und 7 Jahren gedauert hat. Alle waren zermürbt, die einzigen Gewinner waren die Anwälte. Das muss nicht sein. Also ab zur Erstberatung.


    Bitte bei all dem Kuddelmuddel auch an das Kind denken. Oder glaubst du, dass dem ein Rosenkrieg guttut?


    Herzlichst


    TK