Beiträge von Bleu_de_Coup

    Du kannst auch einfach Dein Jahresnetto nehmen incl. aller Sonderzahlungen und dann auf den Monat als Durchschnittswert runter brechen. Für die Berechnung ist grundsätzlich massgeblich, was in der Tasche landet und das ist ja das Nettoeinkommen. Das Bruttoeinkommen zieht man heran, wenn durch die inzwischen eingetretene Steuerklassenänderung eben auch eine Änderung des Nettoeinkommens eintritt. Beispiel: Trennung in 2013 führt zur Steuerklassenänderung ab 1.1.2014. Dein Netto in 2014 entspricht nicht Deinem Netto in 2013! Also: Umrechnen! (Brutto-Netto-Rechner gibts en masse im Netz).


    Dein Netto kannst Du um Aufwendungen bereinigen. Es ist egal, ob z.B. LV schon vor der Ehe bestanden oder erst in der Ehe abgeschlossen wurden. Aber: Neben der gesetzlichen Altersvorsorge kannst Du insgesamt höchstens 4% - ausgehend vom Bruttoeinkommen - zusätzlich geltend machen. Also: VwL, LV, DirektV ja, aber nicht mehr als insgesamt 4%. Da wirst Du wahrscheinlich drüber liegen.


    Wohnwert: Da wird unterschieden. Wohnwert in Trennungszeit und WW ab Rechtshängigkeit des Scheidungsantrages. Ersterer ist geringer anzusetzen: :thumbdown: je nach dem... 350€ - 450€; ab Rechtshängigkeit des Scheidungsverfahrens kann der objektiv zu erzielende Mietzins genommen werden. Diesen Wohnwert kannst du in voller Höhe dem Einkommen Deiner Frau hinzurechnen.
    Wenn Du alle Kosten trägst, muss das natürlich berücksichtigt werden. Verbrausabhängige Nebenkosten komplett. Diese Kosten erspart sie ja auch in voller Höhe. Verbrauchsunabhängige Kosten... da streiten sich die Geister... insb. bei der Versicherung. Zinsen der Finanzierung m. E. komplett, Tilgungsaufwand zur Hälfte, da Du ja auch Deinen Anteil entschuldest. Schöpfst Du die 4% AV (s.o.) wider Erwarten nicht voll aus, kannst Du aber auch die Tilgung bis zur 4%-Grenze als private AV geltend machen.


    WiSo Trennungsbuch... was es nicht alles gibt...

    Zu Deiner Berechnung:


    Nachdem Du 1/7 Erwerbstätigenbonus in Abzug gebracht hast kannst Du nicht nach 3/7 quoteln. Die 3/7 Quote berücksichtigt ja bereits den Erwerbstätigenbonus. Bringst Du 1/7 in Abzug, musst Du dann nach der Halbteilungsmethode - also 1/2 - den Unterhaltsanspruch Deiner Frau berechnen.

    Ich kann dem so nicht uneingeschränkt folgen... Arbeitslosigkeit ist per se kein Grund von einer Leistungsunfähigkeit auszugehen. Wer einem minderjährigem Kind gegenüber zum Unterhalt verpflichtet ist, muss darlegen und beweisen, dass er sich intensiv aber erfolglos um einen Job bemüht hat. Dabei genügt es nicht, den Stellenangeboten bzw. Anforderungen der AA nachzugehen. Ein solcher "Entlasungsbeweis" ist schwer zu führen, mit der Folge, dass Unterhaltsvorschuss erfolgreich geltend gemacht werden kann. Ev. können Ansprüche nicht erfolgreich vollstreckt werden... aber das steht auf einem anderen Blatt.


    Auf den übrigen Krams... wollte kein Kind... manipuliertes Kondom... bla bla bla kommt es nicht an. Wenn der Vaterschaftstest positiv verläuft, reden wir über Ansprüche und nicht darüber, ob Mann/Frau das wollte...