Beiträge von thz2906

    Hallo, guten Morgen und danke für die Antwort!


    Ich gehe davon aus, dass das dann das Minimalgehalt wäre, aber noch hat er ja anscheinend Probezeit. Laut seiner Aussage kommen dann im Laufe der Zeit dann aber noch Überstunden und Schicht- und Wochenendzulagen dazu.


    Vermutlich wäre der neue Titel dann entweder über Gehalt minus Eigenbehalt von 890 Euro minus 5% arbeitsbedingte Kosten bzw. Wegegeld. Das ist natürlich weniger als die Titel über 105%, die wir haben. Aber, wie gesagt, was nützen die, wenn sie sowieso nicht vollstreckbar sind, weil da nichts zu holen ist. Deswegen meine Frage: wieviel würde da denn da im Zweifelsfall herauskommen, wenn man in die Vollstreckung ginge und was wären die weiteren Konsequenzen?


    Danke vorab für Eure Mühe!

    Und noch eine Frage: wenn der KV neue Titel berechnen ließe, so heißt es, es würde das Einkommen der letzten 12 Monate herangezogen. Das wäre natürlich Blödsinn. Es muss ja auf das neue Gehalt abheben. Geht das?

    Hallo,


    eine Frage noch: gesetzt den Fall, man würde in die Vollstreckung der vorliegenden Titel gehen, was wären da die Konsequenzen für den KV? Vollsteckungskosten, Schufa-Eintrag, Gehaltspfändung (bis zu welcher Höhe)? Ich kenne mich mit sowas überhaupt nicht aus ...


    Danke nochmals für Eure Unterstützung und Informationen!

    Danke, Borussia! Da liegt der Fall dann doch noch etwas anders als bei uns. Da ist anscheinend der KV während der Scheidung von sich aus zu seiner Freundin gezogen und wollte dann den erhöhten Fahraufwand auch noch den Kindern anlasten. Das geht natürlich nicht, aber das war bei uns nicht so. Scheidet also aus. Da bleibt bei uns allenfalls noch die Verhältnismäßigkeit der Fahrtkosten zum Nettoeinkommen.


    Danke, Timekeeper! Das ist der Spagat zwischen dem wir uns bewegen. Wenn Du mit Mindestunterhalt die DDT 100% meinst, dann ist das wohl illusorisch. Ich wäre schon froh, wenn er Netto minus 5% minus 890 Eigenbehalt zahlt. Wenn wir jetzt noch die Hälfte Fahrtkosten ansetzt, dann kommen wir ungefähr auf den Betrag, den er zahlt. Die Zahlungsverpflichtung aus dem Titel bleibt jedoch, bis er einen neuen beibringt. Wir haben es bisher so gemacht, dass ich aufgeschrieben habe, wieviel jeden Monat fehlt, und er hat es dann später wieder nachgezahlt. Vielleicht gehen wir weiter so vor.


    Ich habe mal spaßeshalber ausgerechnet (oder Excel rechnen lassen), wieviel man ungefähr verdienen muss, um den Mindestunterhalt überhaupt leisten zu können (ausgehend von 2 Kindern 12-18 Jahre, KV Steuerklasse 1). Ich hänge es hier an.

    Hallo Timekeeper,


    ich freue mich über Deine Antwort und Dein Interesse!


    Okay, das wusste ich soweit erstmal nicht. Hätte mich interessiert, was in dem Dokument steht, um vergleichen zu können. Aber Du hast natürlich recht: in solchen Fällen muss jeder Richter individuell entscheiden. Wobei ich hoffe, einen Prozess vermeiden zu können. Nur, als Argumentationshilfe wäre der Inhalt allenfalls möglicherweise nicht schlecht gewesen. Aber egal.


    Der Kindsvater zahlt aktuell 57% des austitulierten Betrags. Er wurde arbeitslos und hat in seiner Branche keinen Job gefunden (obwohl wenn ich in dieser Branche und unserer Gegend nach Jobs googele oder die Jobdatenbanken befrage, finde ich da durchaus welche -- die Lage am Arbeitsmarkt ist ja aktuell nicht schlecht. Weiss der Fuchs, warum er nichts findet). Jetzt ist er Quereinsteiger mit einer "Schnellausbildung" in einem völlig fremden Bereich.


    Genügt das? Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, man weiß ja nie ...

    Guten Morgen,


    hat jemand Zugriff hierauf: KG FamFR 2013,463 und kann mir sagen, mit welcher Begründung die Anrechnung der Fahrtkosten in dem Fall zurückwiesen worden ist? Vielleicht kann ich daraus ableiten, ob der Fall auch bei uns passt.


    Danke im Voraus!

    Hallo, liebe Forenmitglieder,


    wir haben hier folgendes Problem:


    Nachdem der unterhaltspflichtige KV zu seiner Freundin aufs Land hinausgezogen ist, will er das Wegegeld von/zur Arbeit bei Unterhaltsrechnung mindernd einbringen, immerhin ca. 260 Euro im Monat. Hingegen akzeptiert er nicht, dass sein Selbstbehalt nunmehr 890 und nicht 1080 Euro beträgt. Hat er damit recht? Ich hoffe und nehme mal an: nein.


    Zudem hat er zwischenzeitlich den Job gewechselt und nunmehr weit weniger Einkommen, so dass die alten Titel ohnehin praktisch nicht mehr vollstreckbar sind, ohne ihn in den Ruin zu treiben und wir am Ende gar keinen Unterhalt mehr bekommen. Er ist nicht grundsätzlich zahlungsunwillig und wir sind sicher auch nicht gierig, aber das was er bereit ist zu zahlen ist eben weit zu wenig, und mit der o.g. Argumentation meiner Meinung nach auch nicht vertretbar.


    Was meint Ihr dazu? Habt Ihr einen Tipp, wie wir mit der Situation am besten umgehen können?


    Herzlichen Dank im Voraus!

    Hallo und guten Morgen,


    es mag sein, dass Deine Meinung richtig ist. Die Mutter ist offenbar anderer Auffassung. Vermutlich haben beide Ansichten ihre Berechtigung. Wenn man sich nicht einigen kann, dann muss man halt vor Gericht ziehen und darauf hoffen, dass die Richterin/der Richter ein Urteil fällt, das dem Kindeswohl am nächsten kommt.


    Ein Gesetz, das in der Lebensgestaltung Vorschriften macht, gibt es wohl kaum. Da muss jeder Einzelfall entschieden werden.


    Alles Gute.

    Hallo,


    das stimmt sicherlich, vielleicht ist eine direkte Befragung da kaum zielführend. Sogar bei Kindern im Pubertätsalter bekommt man da nicht immer eindeutige, verwertbare Aussagen, sogar da schwanken die Neigungen halt oft. Aber wir haben beispielsweise zwei Kleinkinder im Haushalt, da käme ich nicht auf die Idee, sie im Trennungsfall zu mir (als Vater) nehmen zu wollen, weil ich weiß, dass sie ohne die Mama nicht klar kämen. Und das meinte ich eigentlich. Es geht ums Kindeswohl und nicht um die Bequemlichkeit oder den finanziellen Vorteil der Eltern.

    Zitat

    Das gemeinsame Sorgerecht findet nur noch Anwendung in Angelegenheiten, deren Regelungen für das Kind von erheblicher Bedeutung sind. Diese sind: Schulwechsel, Umschulung, Berufswahl, Wechsel des Kindes in ein Heim oder Internat, Taufe, schwere medizinische Eingriffe und Reisen kleiner Kinder in ihnen nicht vertraute Kulturkreise bei mehrstündigen Flügen.


    So steht es bei Wikipedia (Elterliche Sorge (Deutschland) > Inhaber der elterlichen Sorge bei ehelichen Kindern > Getrenntleben der Eltern).

    Guten Morgen,


    m.W. kann man mit dem Sorgerecht in dem hier erfragten Kontext nicht wirklich viel anfangen. Alle Alltagsentscheidungen trifft die Familie ohne Rückfrage beim Expartner. Im Wesentlichen geht es nur um Entscheidungen der Schullaufbahn des Kindes (Schulwechsel usw.) und notwendige Operationen, da müssen alle Sorgeberechtigten unterschreiben. Ansonsten wüsste ich praktisch nichts.

    Hallo und guten Morgen an alle!


    Vielen, vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten und Eure Mühe!


    Ich habe es an den betreffenden Vater weitergeleitet, aber er geantwortet, dass dort im Moment Ruhe ist, das Kind ist wohl von selbst drauf gekommen, dass das Ansinnen so nicht durchführbar ist. Und wenn wieder Frieden einkehrt, ist es doch das Beste, was passieren kann.


    Was mich persönlich rein spaßeshalber interessieren würde: geht es denn auch anders herum? Können Eltern ein Kind vor die Tür setzen und einfach den Barunterhalt zahlen? Also, bei minderjährigen Kindern ja wohl auf keinen Fall, oder? Weiß jemand, wie da die Rechtslage ist?

    Hallo timekeeper,


    auch Dir herzlichen Dank!!


    Meines Erachtens ist der Knackpunkt genau das: der "Bedarf einer auswärtigen Unterbringung". Den sehe ich da ebenfalls nicht.


    Zu Schritt 1: wie geschrieben, der andere Elternteil ist nicht leistungsfähig.


    Zu Schritt 2: grundsätzlich hat das volljährige Kind ja Anspruch auf Barunterhalt. Die Frage ist nun nach der Höhe, wenn es durch seine persönlichen Bedürfnisse (was kein sachlich bedingter Bedarf ist) Mehrkosten verursacht, weil noch die Miete für eine Wohnung anfällt.


    Ich würde dem Vater empfehlen, dem Kind anzubieten, entweder den Naturalunterhalt weiterhin anzunehmen (also in der elterlichen Wohnung zu bleiben, bis die Ausbildung abgeschlossen ist und es sein eigenes Geld verdient) oder sich selbst irgendwie durchzuschlagen. Als Kompromiss könnte man anbieten, sich auf freiwilliger Basis mit der Bar-Entsprechung gemäß DDT zu begnügen.

    Hallo gobberblast und danke auch Dir!


    Aus Deiner Antwort würde ich schließen: entweder Naturalunterhalt (das Kind lebt im elterlichen Haushalt) oder gar nichts.


    edy,
    wie gesagt: alles nicht gegeben. Das Kind will ausziehen, obwohl es nicht aufgrund gegebener Umstände notwendig wäre.

    Hallo edy,


    daraus schließe ich nunmehr: es sind die Beweggründe unerheblich,

    • warum das Kind einen eigenen Hausstand hat,
    • ob der eigene Hausstand notwendig ist oder nicht,
    • ob es mit oder ohne Einverständnis der Eltern ausgezogen ist,
    • ob es die Möglichkeit hat, im elterlichen Haushalt zu leben.


    Andersrum gesagt: das Kind kann ausziehen und bei den Eltern den Bedarf von 735 € anmelden, ob es den Eltern gefällt oder nicht.


    Das steht allerdings im Widerspruch zu Deiner ersten Aussage:

    Zitat

    So einfach ausziehen geht nicht, die Eltern können dem Kind anbieten


    weiterhin bei einem Elternteil zu wohnen.


    Tschuldi, aber was stimmt denn nun?