Beiträge von Jano

    Hallo TK!


    Danke für Deine ausführliche Antwort. Das bedeutet also, um in Kontakt mit seinen Kindern zu kommen müsste der Vater erst die Umgangsregelung neu bestätigen und anpassen lassen, wobei es dann immer sinnvoll wäre, explizit hinein zu schreiben, dass ein Brief- und Telefonkontakt zugelassen werden muss. Dann kann die Mutter die entsprechenden Daten nicht mehr verweigern.


    Mittlerweile hat der Vater eine einstweilige Anordnung bezüglich der elterĺichen Sorgte beantragt und das neue Amtsgericht hat auch sofort für den 17. Februar terminiert. Dort scheint ein ganz anderer Wind zu wehen. Die Frage ist halt, ob bei dem Termin auch über den Umgang entschieden wird, oder der Vater wieder abreisen muss, ohne seine Kinder gesehen zu haben.


    Lieben Gruß

    Erst mal vielen Dank für die Ausführlichen Antworten!

    Ganz kurz, weil ich morgen fit für die Kinder sein muss:


    Allein zum JA, weil der Vater 600km weg wohnt.

    Per Telefon weil der JA Leiter auf meine Bitten um ein Gespräch nicht reagiert hat. Da hilft nur ein Brief an die Landrätin, die reagiert ratz fatz und der JA Leiter ruft einen an. Dann kann man trotzdem mit dem ganz freundlich reden, aber ohne Druck geht da gar nichts.


    Das JA beruft sich halt auf den Datenschutz der eine Auskunft über den Aufenthaltsort der Kinder verbieten würde. Dass dadurch auch das Umgangsrecht den Bach runter geht ist halt Pech.

    Das war schon so, als die Mutter mit den Kindern heimlich hier her gezogen ist. Damals bekam der Vater, trotzt bestehender gemeinsamer Sorge weder von der Polizei noch vom Jugendamt Auskunft, weil das angeblich das Persönlichkeitsrecht der Mutter verletzen würde. Geholfen hat ihn schliesslich nur ein Tipp aus der Verwandtschaft.


    Deshalb suche ich einen § der klar aussagt, dass der Vater über den Aufenthaltsort seiner Kinder informiert werden muss.


    Der konkrete Fall könnte aber noch eine Wendung erfahren weil durchgesickert ist, dass die Mutter erneut umgezogen ist und ein anderes JA und Familiengericht zuständig sein wird. Dass der Fall nicht mehr bei der Richterin landet die dem Vater ohne Begründung das Sorgerecht aberkannt hat ist ja schon mal ein Hoffnungsschimmer. Bei unserem AG ist immer der selbe Richter für eine Familie zuständig und wenn einen der oder die nicht leiden kann, tut man sich auf Dauer schwer.


    Aber erst mal gute Nacht!

    Danke timekeeper für die schnelle und ausführliche Antwort.

    Es wäre auch schön wenn es so laufen könnte wie Du geschrieben hast. Aber das Jugendamt (ich habe schon mit dem Leiter gesprochen) stellt sich auf den Standpunkt, dass der Vater erst einbezogen werden kann, wenn er wieder das Sorgerecht hat, wohl wissend dass das zwischen einem halben und einem Jahr dauern kann. So lange soll er keine Auskunft bekommen, wo sich seine Kinder befinden.


    Deshalb meine grundsätzliche Frage, ob sich mit Berufung auf das ja bestehende Umgangsrecht eine Auskunft über den Aufenthaltsort der Kinder erzwingen lässt. Mir tun halt die Kinder leid, die eine Antwort auf ihren Brief erwarten und sich nun im Stich gelassen fühlen, weil der Vater nicht reagiert.


    Vielleicht könnte man sogar einen Schritt weiter gehen und von der Betreuungseinrichtung verlangen, dass sie stellvertretend für die Mutter die Umgangsvereinbarung erfüllt. Wenigstens durch die Ermöglichung eines Briefkontaktes. Die Alltagssorge liegt ja nun wahrscheinlich beim Heim, sodass das Heim für die Erfüllung der diversen Pflichten (Schulpflicht usw.) sorgen muss.


    Dass die Kinder aus dem Heim und zum Vater kommen halte ich für unwahrscheinlich. Das Ganze spielt in der Bayrischen Provinz, da gelten noch die alten Rollenbilder. Ich habe den Fall von Anfang an begleitet und Tenor war immer, dass nicht gegen den Willen der Mutter gehandelt wird. Es wäre daher schon viel erreicht, wenn die Kinder wenigstens wieder etwas in Kontakt mit dem Vater kommen könnten.

    Ich bin Vater zweier Kinder und leite seit 8 Jahren eine Vätergruppe, in der immer wieder "schwierige Fälle" auftreten. Deshalb bin ich froh auf dieses Forum gestossen zu sei. Vielleicht kann ich aus eigener Erfahrung auch mal was beisteuern. Aktuell bräuchte ich aber Hilfe bei dieser Frage:

    Kann ein bestehendes Umgangsrecht dadurch vereitelt werden, dass dem Vater (ohne Sorgerecht) der Aufenthaltsort der Kinder verschwiegen wird?


    Die Details:


    Mutter (4 Kinder von 3 Vätern) zieht ohne Wissen des Vaters der beiden jüngsten Kinder aus der gemeinsamen Wohnung aus und 400 km weg. Der Vater kann erst nach Wochen den Aufenthaltsort ausfindig machen, verlässt seine Heimat und zieht hinter her um bei den Kindern sein zu können.

    Die Mutter verweigert aber den Umgang. Gerichtlich wird ein Umgang 7 Stunden jeden Samstag festgelegt, was eine Zeit lang funktioniert. Dann setzt die Mutter den Umgang ohne Begründung über Monate völlig aus oder lässt ihn nur sporadisch zu. Der Vater erhält von Gutachter und Umgangsbegleiterin beste Noten. Die Mutter benötigt 10 Stunden Familienhilfe jede Woche um überhaupt um die Runden zu kommen, ältestes Kind lebt bei der Oma, zweites Kind musste schon mehrfach in Obhut genommen werden, Anzeigen wegen schwerer Vernachlässigung usw. Trotzdem stellt sich das Jugendamt routinemässig auf die Seite der Mutter. Kurioser Weise wird schliesslich dem Vater das Sorgerecht entzogen. Im Gerichtsurteil steht dazu keine Begründung.

    Der Vater resigniert und zieht wieder weg. Gut 4 Jahre lang schreibt er den Kindern zwar Briefe und schickt Geschenke, kann aber sonst keinen Kontakt aufnehmen.

    Nun wird er vom Jugendamt aufgefordert mehr Unterhalt zu zahlen, da die Kinder in ein Heim eingewiesen wurden. Zeitgleich erhält er von seinem ältesten Sohn (11) einen anrührenden Brief in dem er sich für das Geburtstagsgeschenk bedankt und die Hoffnung ausdrückt, den Vater wieder zu sehen. Allerdings steht auf dem Umschlag noch die alte Adresse.

    Der Vater lebt in geordneten Verhältnissen und könnte die Kinder jederzeit zu sich nehmen. Vor allem möchte er schnell mit den Kindern in Kontakt kommen, wissen was vorgefallen ist..... Das Jugendamt verweigert aber jegliche Auskunft. Selbst ein Telefonat mit den Kindern wird nicht zugelassen.

    Das Sorgerecht liegt noch bei der Mutter, da diese der Inobhutnahme nicht widersprochen hat.


    Ist so ein Vorgehen des Jugendamtes üblich, oder hätte man vor der Einweisung mit dem Vater reden müssen?

    Darf trotz bestehendem Umgangsrecht der Kontakt mit den Kindern verweigert werden?


    Vielen Dank für Eure Hilfe!