Beiträge von Malte321

    Hallo Pusteblume,


    du hast recht: eine Scheidung kann sehr kostspielig werden. Im Durchschnitt zahlen Ehegatten ca. 2.000 € für ihre Scheidung.


    Geld könnt ihr sparen, indem bspw. du einen Anwalt beauftragst und dein Ex-Mann nicht. Wenn du den Scheidungsantrag einreichst und dein Ex-Mann zustimmt, seid ihr geschieden und zahlt nur einen Anwalt, statt zwei. Also 50% Ersparnis! Dafür ist jedoch erforderlich, dass ihr euch bzgl. Unterhalt, Vermögen, Hausrat, Ehewohnung und Sorge- und Umgangsrecht einig seid. Es hilft, wenn ihr in diesen Punkten schriftliche Einigungen trefft.


    Schleichwerbung raus genommen. TK


    Ich hoffe, dass dir meine Antwort und das Video weiterhelfen!

    Hallo,


    du widersprichst mir allerdings nicht, wenn du sagst, dass man den Versorgungsausgleich ausschließen kann, dies jedoch mit Umständen verbunden ist. Dies hätte ich sicherlich noch zusätzlich erwähnen können, jedoch gibt es zum Thema "Ausschluss des Versorgungsausgleichs" auch bspw. umfangreiche Rechtsprechung des BGH, die die Grenzen der freien Regelungsmöglichkeit festsetzt und dementsprechend ebenfalls zu beachten ist.


    Richtig, formal kann nur eine Person einen Anwalt beauftragen. Allerdings können sich die Ehegatten untereinander absprechen, dass der eine Anwalt nur zur Stellung des Scheidungsantrags beauftragt wird. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn es sich um eine einvernehmliche Scheidung handelt. Es ist völlig klar, dass dieser Anwalt nicht dazu befugt ist, auch die andere Partei zu vertreten.


    Und drittens: Online kann man auch das Scheidungsverfahren anstoßen, wie beispielsweise ein Wikipedia-Artikel zeigt. Auch hier gilt, dass eine Terminsvertretung im Falle einer einvernehmlichen Scheidung vollkommen ausreichend ist. Daher sind Streitpunkte wie der VErsorgungsausgleich bereits geregelt, wenn es zur Gerichtsverhandlung kommt.


    Naja, eine Scheidung kostet in Deutschland wenigstens um die 1.000 €. Da verstehe ich jeden, der davon lieber in den Urlaub fährt. Wieso also nicht die bestehenden Möglichkeiten nutzen, um unnötige Kosten zu sparen?


    Grüße, Malte

    Hallo Lara,


    bevor du Google bemühst, kann ich dir auch direkt einen Scheidungskostenrechner verlinken, der bei Google weit oben steht. Wenn du dein Nettoeinkommen und das deines Mannes kennst, weißt du so ziemlich genau, wie hoch deine Scheidungskosten sein werden. Du kannst dann auch sehen, wie viel Geld du sparst, wenn du dich für eine einvernehmliche bzw. eine Online-Scheidung entscheidest.


    Dass ihr die Wohnsituation bereits geklärt habt und eine einvernehmliche Scheidung anstrebt, ist schonmal genau der richtige Weg, um Scheidungskosten zu reduzieren.


    Bei der einvernehmlichen Scheidung solltest du folgendes beachten:


    1) Einige dich mit deinem Mann über Unterhalt, Zugewinn und Versorgungsausgleich. Das könnt ihr alles wirksam ausschließen. Die Frage ist aber, ob du das willst bei deinem Einkommen. Eventuell möchtest du ja auch finanziell von der Scheidung etwas profitieren. Hier solltest du dir also darüber klar werden, was du möchtest, bevor du mit deinem Ex-Mann verhandelst.


    2) Wenn ihr nur einen Anwalt beauftragt, achte darauf, dass ihr eine schriftliche Vereinbarung über die Aufteilung der Kosten, die für diesen einen Anwalt anfallen, trefft. Nur so kann jeder sicher gehen, dass der andere Teil auch tatsächlich für die Kosten aufkommt.


    3) Wenn du möglichst wenig Zeit, Aufwand und Fahrtkosten in deine Scheidung investieren willst, nutze die Möglichkeit der sogenannten Online-Scheidung. Das meiste geht dann online bzw. telefonisch, bis auf den Verhandlungstermin vor Gericht.


    Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte. Alles Gute!


    Malte