Beiträge von kai99

    Gauss, man hat doch eine Deckelung. Nur, die wird anders ermittelt.


    Herzlichst


    TK

    Hallo Timekeeper,


    Du sprichts jetzt zum wiederholtem Mal die Deckelung an, ohne Sie für uns zur erläutern?:/


    Ich kenne nur die Deckelung, die hier im thread auch schon beschrieben ist, wie folgt:


    Ein Elternteil darf bei der Quotelung der Anteile zur Unterhalsberechnung nicht schlechter gestellt werden, als wenn er alleine zahlen würde.


    Bsp: Wenn man der Vater sich in Zeile 6 der Einkünfte befindet, sollte der Zahlbetrag von 722 EUR - 219 EUR (Kindergeld) = 503 EUR nicht überschritten werden!


    Ist das Dein Verständnis der Deckelung, von der Du hier immer wieder spricht, oder gibt es noch eine andere Deckelung?


    Danke im Voraus für eine Klarstellung der Deckelung.


    VG Kai

    Ich habe der Einfachheit bei Mutter und Vater jeweils 5% Werbungskosten vom Netto abgezogen. Ich hatte gelesen, dass dieser Wert von den Gerichten immer anerkannt wird. Bei mir kommt der Wert dann auch mit den tatsächlichen Werbungskosten hin, auch bei richtiger Kilometerberrechnung (hin und rück) bei Arbeitswegen. PKV mit Selbstbehalte auch schon vorher abgezogen.


    Aber ich bin offen für Tipps, die man zum Abzug bringen kann. Wenn einer mal eine Liste hat wäre das super.:thumbup:


    Ich möchte aber klarstellen, dass ich meinem Kind nicht auf Derb und Verbrechen weniger zahlen möchte, indem ich hier künstlich das Netto herunter rechne. Ich zahle gerne für meinen Studierenden Sohn und später auch für meine Tochter<3:!:


    Ich finde halt nur 903 EUR cash8), wenn die beiden bei der Mutter wohnen echt viel:/. Das Geld fällt schließlich nicht von den Bäumen, sondern muss hart erarbeitet werden.


    VG Kai

    Hallo Martyxxx,


    leider gehört auch eine Abfindung zum unterhaltsrelevanten Einkommen. Sprich die wird dem Jahreseinkommen hinzugerechnet und somit auf das anteilige 12ige bereinigte Netto-Monatseinkommen umgerechnet. Damit erhöht sich die Unterhaltsschuld, die bei Dir ggf. durch Arbeitslosigkeit nicht tragisch wird.

    Tipp: Geld erstmal zur Seite legen und abwarten, wenn es Keiner mitbekommt, weil Deine Ex evtl. keinen ESt-Bescheid oder Verdienst-Jahresaufstellung sehen möchte, kannst Du Glück haben und es später für die Schulden Tilgung nehmen.


    VG Kai

    Hallo TK,


    da ist alles klar, das beide Elternteile voll im Boot sind und das Kindergeld voll anzurechnen ist. Aber wo soll die Deckelung sein?:/

    Konkret sieht es so aus:

    Kind 18 (Studierender) steht nach kumuliertem Einkommen beider Eltern 903 EUR zu:

    +903,- EUR

    -219,- EUR (Kindergeld was das Kind auch erhält)

    684,- EUR verbleiben

    Nach Quotelung der Einkommen (V+M) muss Mutter 1/3 und Vater 2/3 von den 684,- EUR noch an das Kind zahlen, sind:

    228,- EUR die die Mutter zahlen müsste, die aber logischerweise immer mit Kost und Logis verrechnet werden. Somit ist die Mutter von der 6,48%igen Erhöhung nicht wirklich betroffen.

    Vater zahlt die restlichen 2/3 - 465,- EUR und somit mehr als 2020! Darum geht es mir.:!: Würde das Kind eine eigene Wohnung haben würde ich weniger zahlen.


    VG Kai

    Hallo TK,


    danke für die Antwort, nur sollte dann auch der Höchstbetrag nach Altersstufe 4 mit Verdienstzeile 10. mal gedeckelt werden.:cursing:

    Hintergrund: Es bleibt eben somit nur am zahlenden Vater die Erhöhung hängen.

    Der Betrag wurde von Jahr2020 von 848 EUR auf 903 EUR in 2021 erhöht, das sind 6,48%:!:8| Kein Mensch erhält zu diesen Zeiten eine derartige Netto Gehaltserhöhung:/! Durch die Quotelung beider Einkommen (Mutter+Vater) kommt ein Zahlverhältnis von 1/3 Mutter zu 2/3 Vater heraus. Das Kindergeld geht an das Kind. Der Zahlanteil der Mutter wird natürlich nie ausbezahlt, sondern mit Kost und Logis von der Mutter ggü. dem Kind verrechnet und ist sicherlich auch OK so.


    Nur gerade deshalb kommt die fordernde Barzahlungserhöung nur wieder beim Vater an!X/.

    Würde der Studierende seine eigene Wohnung haben müsste ich dieses Jahr nicht mehr zahlen (ganz im Gegenteil sogar weniger) und das ist einfach unfair.


    Mich wird der Betrag nicht umbringen, aber verrückt finde ich es schon.


    Danke und beste Grüße

    Kai

    2021: In Abs. 7 der Düsseldorfer Tabelle 2021 wird der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden, der nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, mit monatlich 860

    EUR festgelegt. Wenn der Studierende jedoch bei seinen Eltern bzw. einem Elternteil zu Hause wohnt und beide Elternteile als Arbeitnehmer zusammen 5.200 EUR verdienen, stehen dem Studierenden 903,- EUR (inkl. Kindergeld) zu. Entnommen aus Altersstufe 4 mit Verdienstzeile 10.=O Der Betrag von 5.200 EUR bei zwei Vollverdienern ist schnell erreicht.

    Das ist doch unlogisch und unverständlich, was haben sich die Oberlandesgerichte und der Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstages e.V. dabei gedacht?:/

    Umgekehrt könnte ich das noch verstehen, aber da gibt es ja überhaupt keinen !finanziellen! Anreiz für Studierende sich ihre eigene Wohnung zu suchen.


    Hat dafür irgendjemand eine Erklärung?


    VG

    Kai