Beiträge von DSX

    Ja, ich verstehe schon deine Punkte und wird um Stellungnahme bitten.


    Mein Punkt ist der, ich verstehe wirklich nicht, wie die Kindesmutter als Bindungstolerant bezeichnet werden kann. Sie hat häufig und teils nachweislich bei den Kindern schlecht behandelt und damit meine ich das Kind um es sich im Verfahren handelt. Beispiele sind:


    Bedrohungen mit Polizei

    Ihr dürft mit dem Papa nicht reden

    Papa hat euch nicht lieb

    Papa will euch nicht

    Papa will uns vor Gericht ziehen, ich will das nicht


    Ob das jetzt was am Ergebnis ändert spielt für mich keine Rolle. Ich kann nur nicht verstehen, wie dieses Verhalten als Bindungstolerant bezeichnet wird.


    Meine Vermütung ist die Sicht, dass Bindungstoleranz im Auge des Gerichts "nur" mit Umgangsverweigerung zu tun hat und nicht mehr. Ein Kind sitzt bereits in der Psychatrie wegen der Kindesmutter und ich verstehe, dass die Kinder getrennt betrachtet werden. Schließlich hat das zweite Kind aktuell kein Schaden.

    Hallo zusammen,


    ich befinde mich aktuell in einem Verfahren wegen des Aufenthaltsbestimmungsrechts für eine meiner Töchter. Im Oktober ist die große Schwester zu mir gezogen. Jetzt geht es um die Kleine. Die Kindesmutter ist vom ursprünglichen Wohnort umgezogen.


    Es wurde ein psychologisches Gutachten durchgeführt. Eines meiner Probleme ist die mangelnde Bindungstoleranz der Mutter. In der Vergangenheit gab es viele Fälle, in denen die Kindesmutter den Kontakt zu den Kindern untersagt hat. Teilweise hat sie die Kinder sogar mit der Polizei bedroht und ihnen gesagt, sie sollen nicht mit mir reden, etc.


    Im Gutachten steht nun, dass beide Elternteile bindungstolerant seien. Ich weiß, dass das Kind uns beide liebt und nichts Schlechtes über uns sagen wird. Trotzdem gibt es objektive Beweise für die Bindungsintoleranz der Mutter. Meine Beschwerden waren unmisverständlich.


    Wie kann es sein, dass so etwas festgestellt wird? Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, wie das so betrachtet wird.

    Ich weiß, dass ich mich darüber beschweren kann. Trotzdem ist es für mich nicht nachvollziehbar, wie das so bewertet wurde. Hat jemand Erfahrungen damit?

    Egal was die Mutter macht und tut, ist es deine Aufgabe eine Lösung zu finden. Die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind ist auch eine Option. Weder noch die AWO noch das Jugendamt können rechtliche Entscheidungen treffen. Sie dienen als Hilfe- und Beratungsstelle. Die Aussage die ich von der AWO habe ist, sie protokollieren nichts was nach Außen getragen werden kann.


    Wenn du und die Kindesmutter euch nicht einig sind, kann man's über eine Beratungstelle probieren. Sollte keine Lösung darauß entsehen, bleibt nur noch den rechtligen Weg. Und wenn du das nicht tust, kann man dir vorwerfen, du hättest nicht genug fürs Kindeswohl getan.


    I.d.R. wird dann ein Verfahrensbeistand bestellt als Anwalt des Kindes. Das Jugendamt wird auch mit reinbezogen. Der Verfahrensbeistand und das Jugendamt geben dem Richter liefern eine Empfehlung. In schwierigen Fällen wird ein psychologisches Gutachten bestellt, da ein Richter ein Jurist und kein Psychologe ist. Am Ende trifft das Gericht eine Entscheidung, was ggf. von den Fachkräften abweichen kann. Am Ende ist ein Beschluss eng betrachtet auch nur eine Richtlinie.


    Allgemein sind Verfahren im Familiengericht keine Strafverfahren, da geht es weniger um Beweise und Lügen und hauptsächlich ums Kindeswohl. Nichtsdestotrotz, können Beweise bestimmte Argumente unterstützen. Manchmal muss man mehrfach vor Gericht bis es zur Lösung kommt.

    Kommt grundsätzlich darauf an, ob der Vater das zustimmt oder nicht.


    Ich hatte den gleichen Fall, nur umgekehrt, wo die 13-jährige sofort bei mir bleiben wollte. Ich habe mich mit der Mutter in Verbindung gesetzt und wir waren uns direkt einig, dass das so passieren muss. Bei uns lag allerdings eine Kindeswohlgefährdung vor.


    Wie Timekeeper schon sagte, versuch den friedlichen Weg erstmal zu gehen und parallel das Jugendamt informieren. Vielleicht hilft ein Beratungsgespräch, damit das Kind sich beim Vater besser fühlt und er die Chance hat, Sachen zu bessern.


    Im Streitfall geht's vor Gericht, wobei man mit 14 gute Chancen hat. Umgang muss dann im Nachgang geklärt werden, da das nichts mit den Aufentalt zu tun hat.

    Hallo,


    ich wollte euch nur kurz was mitgeben. Ich habe einen Antrag auf den Aufentaltsbestimmungsrecht Anfang Februar eingereicht. Das Gerichtstermin findet Mitte März statt. Ich gehe davon aus, dass der Beschluss noch etwas länger dauert, da höchstwahrscheinlich ein psychologisches Gutachten in Frage kommt. Ist kein Eilverfahren gewesen, aber trotzdem ca. 1.5 Monate bis zum Gerichtstermin.

    Liebe Grüße an euch beide,


    es war eine schwierige Zeit. Vor einiger Zeit erfuhr ich, dass der Ex-Partner meiner Ex-Frau heimlich die Kinder beim Duschen gefilmt hat. Es scheint, als hätte er ähnliches auch in früheren Beziehungen getan. Derzeit sitzt er in Untersuchungshaft. Obwohl die Mutter der Kinder nichts davon wusste, hat sie offensichtliche Anzeichen ignoriert. Nach der Trennung setzte sie weiterhin Druck auf unsere 13F, was dazu führte, dass ich sie aus dieser Situation herausholen musste, da sie sich selbst verletzt hat (nicht zum ersten Mal). Ich hoffe arg, dass niemand Ähnliches durchmachen muss.


    Schon vor unserem Umzug hatte ich überlegt, 9F zu mir zu nehmen, aber ich zögerte wegen der bestehenden Schule. Sie müsste mitten im Jahr die Schule wechseln und würde ihre Freunde verlieren. Im Nachhinein mag es anders wirken, aber die gesamte Situation war äußerst belastend. Mein Hauptanliegen war es, sicherzustellen, dass es 13F wieder gut geht, was mir auch gelungen ist.


    Die Schwester der Kindesmutter hat erwähnt, dass sie ihr Leben mit Unterstützung der Kinder finanzierte (vor dem Umzug von 13F). Mit 1175 Euro Netto erhielt sie damals auch 840 Euro Mindestunterhalt von mir und 500 Euro Kindergeld. Zusätzlich bekam sie wohl Wohngeld und Kinderzuschlag, aber vermutlich nicht in vollem Umfang. Mit einer Miete von 900 Euro und einem Job im selben Ort gab es natürlich nicht viele Ausgaben.


    Ich weiß, wie kostspielig die Kindererziehung normalerweise ist, aber ich kann mir vorstellen, dass nach all den Abzügen der Kindesmutter viel übrig blieb. Sie kaufte immer die günstigsten Dinge und ließ 9F in viel zu kleinen, jahrelang verschmutzten Unterhosen herumlaufen. Gleichzeitig gönnte sie sich selbst ein iPhone und einen MacBook, während die Kinder um Winterstiefel bettelten oder sich mit ihrem eigenen Taschengeld einen Rucksack für 16 Euro für die Schule kauften. Dies hat zwar nichts mit der aktuellen Situation zu tun, ich will nur damit sagen, dass es Elternteile gibt, die an ihren Kindern sparen und verdienen. Als 13F zu mir zog, musste ich viele neue Sachen kaufen, damit sie wieder einen "normalen" Vorrat hatte. Dies habe ich auch regelmäßig getan, als beide noch bei der Kindesmutter lebten.


    In der Phase, als 13F den Wunsch äußerte, zu mir zu ziehen, erwähnte die Kindesmutter sehr oft, welche finanziellen Auswirkungen das für sie haben würde. Sie bekommt die Zuschläge und das Wohngeld anscheinend nicht mehr und ist jetzt in eine Sozialwohnung umgezogen. Jetzt muss sie täglich zur Schule und zur Arbeit fahren. Derzeit zahlt sie keinen Kindesunterhalt, und ich erhalte Unterhaltsvorschuss. Sollte 9F zu mir ziehen, verliert sie weitere 676 Euro pro Monat (ich zahle weiterhin den Mindestunterhalt für 9F). Das belastet jemanden, der nicht Vollzeit arbeiten möchte (so die Aussage der Kindesmutter). Ich habe ihr (trotz allem, was sie den Kindern und mir angetan hat) finanzielle Unterstützung angeboten, um ihre Situation zu stabilisieren, aber sie hat dies von sich aus abgelehnt. Das finanzielle hat zwar vor Gericht keine Gültigkeit, ich wollte meine persönliche Situation etwas erläutern, weswegen ich davon ausgehe, das die KM sich schwer tut.


    Ich hatte oft den Eindruck, dass sie uns allen nur das sagt, was wir hören wollen :) Ich arbeite daran, dass 9F ihre eigene Meinung zu allem bildet und kommuniziert. (auch wenn es nicht die gleiche Meinung ist wie meine). Das Gleiche habe ich mit 13F gemacht, und es hat gut funktioniert. Ich dränge sie nicht. Ich weiß aber, dass die Kindesmutter nicht die gleiche Einstellung hat wie ich und versuchen wird, das Kind zu manipulieren und bei sich zu behalten. Leider haben wir diese Erfahrung schon oft gemacht. 13F hat das von sich aus auch gemerkt und hat kein Kontakt zur KM. 9F ist leider noch nicht soweit, dass sie sowas merkt, da sie andere Erfahrungen als 9F macht.


    Aus Erfahrung von zwei gerichtlichen Auseinandersetzungen kann es 1-2 Monate dauern, aber es kann auch anders sein. Beim ersten Mal waren es 2 Monate, beim zweiten vielleicht 1,5.


    Ja, ich weiß, dass ich das Gespräch suchen muss. Ich denke, ich werde mich bei meiner Anwältin melden und mich beraten lassen. Ich habe leider keine Erfahrungen mit terminierten Umzügen von Kindern und wie die Gerichte solche Fälle sehen. Damals gingen die Beschlüsse immer ab sofort.

    Liebe Community,


    ich stehe vor einer herausfordernden Situation:


    Seit fünf Jahren getrennt, habe zwei Kinder mit der Ex-Frau: 13F und 9F (4. Klasse). Letztes Jahr zog 13F zu mir, da die Kindesmutter psychische Gewalt ausübte, was für sie unerträglich wurde. Es gibt weder Kontakt noch Umgang zwischen 13F und der Kindesmutter. 9F lebt noch bei ihrer Mutter, und der Umgang findet jedes Wochenende statt.


    Die Kindesmutter ist vor kurzem etwa 20 km vom ursprünglichen Wohnort der Kinder weggezogen. 9F geht noch zur Grundschule im alten Wohnort.


    Nun steht der Schulwechsel zur Weiterführenden Schule (Gymnasium, 5. Klasse) an. Die Kindesmutter möchte natürlich, dass 9F bei ihr bleibt und sich in der neuen Schule einschreibt. Ich hingegen möchte, dass 9F zu mir zieht und sich bei uns anmeldet.


    Das bevorstehende Gespräch mit der Mutter wird wahrscheinlich keine Einigung bringen, da sie finanziell von den Kindern abhängig ist. Eine gerichtliche Auseinandersetzung ist sehr wahrscheinlich.


    Hier sind meine Argumente, warum ich denke, dass 9F zu mir ziehen sollte:


    1. Wir leben in einem geräumigen Haus, in dem jedes Kind sein eigenes Zimmer hat. Die Kindesmutter ist in eine Sozialwohnung gezogen.

    2. Außer der Mutter hat 9F keinerlei Kontakte im neuen Wohnort, während sie bei uns mich, meine Freundin, zwei Omas und drei Geschwister hat. Außerdem kennt sie einige Kinder in der Schule bei uns.

    3. Unser Zuhause besteht seit 4,5 Jahren, während die Umgebung für 9F bei der Mutter seit ein paar Monate besteht.

    4. Sowohl 13F als auch 9F vermissen sich stark. Ich finde es nicht gut, dass die Geschwister getrennt leben und sich nur am Wochenende sehen.

    Aufgrund des psychischen Drucks der Mutter hat sich 13F selbst verletzt. Die Mutter übt nicht den gleichen Druck auf 9F aus, sondern behandelt sie wie ein "Golden Child".

    5. 9F kann sich vorstellen, bei uns zu wohnen. Sie hat ein gutes Verhältnis zu beiden Eltern (was ich eigentlich gut finde). Sie weiß selber nicht, was sie genau will.

    6. Ich stehe den Umgang der Kinder mit der Kindesmutter nicht im Wege, obwohl sie sehr häufig meine Beziehung zu den Kindern angegriffen hat.


    Jetzt zu meinen eigentlichen Fragen:


    Ich bin mir sicher, dass die Kindesmutter nicht zustimmen wird, dass 9F zu mir zieht. Wann wäre der richtige Zeitpunkt, um einen Antrag vor Gericht zu stellen? Der Umzug würde frühestens im Juli stattfinden, aber es gibt noch andere Themen zu klären (Anträge, Ummeldung usw.). Die Wartezeit für einen Gerichtstermin beträgt normalerweise 1-2 Monate. Wenn ich den Antrag im Februar stelle, hätten wir möglicherweise erst im März oder April einen Gerichtstermin. Wäre das in meinem Fall zu früh? Wie viel Zeit soll man der Kindermutter "lassen" vor man einen Antrag stellt? Oder ist es besser, sobald die Ablehnung ihreseits kommt, direkt vor Gericht zu gehen?


    Meine zweite Frage betrifft die Erfolgschancen. Natürlich ohne Garantie, aber ich glaube, dass ich gute Gründe und eine gute Umgebung für 9F habe. Abgesehen von der Kontinuität hat 9F ihre leibliche Schwester, die bereits bei uns lebt. Ich frage mich, wie Richter es sehen, wenn zwei Geschwister, die sich lieb haben und Zeit miteinander verbringen wollen, getrennt leben.


    Vielen Dank im Voraus für eure Einschätzung und Hilfe!

    Hallo Zusammen,


    habe folgende Konstellation:


    geschieden, 2 Kinder, 13F und 9F. 13F wohnt ganz bei mir und 9F wohnt ganz bei der Mutter. Für beide Kinder liegt ein Titel vor, ich habe für 13F ein Titel und die Kindesmutter eins für 9F.


    Aktuell zahle ich für 9F den Mindestunterhalt i.H.v. 377 EUR (502 - 125 KG). Die Kindesmutter arbeitet Teilzeit und ich bekomme Unterhaltsvorschuss i.H.v. 338 EUR (588 - 250 KG). Eigentlich müsste ich 463 EUR von der Kindesmutter bekommen, allerdings wird ein Teil vom Jugendamt abgedeckt.


    Mein Verstand der Sache ist, die Kindesmutter hat zwei Gläubiger dem sie Geld schuldet, einmal das Jugendamt und einmal ich. Dem Jugendamt schuldet sie 338 EUR und mir 125 EUR (ergibt den Mindestunterhalt für 13F).


    Auf das Schreiben vom Jugendamt heißt es, wenn die KM in irgendeiner Form leistet, dass sich das direkt mit dem Unterhaltsvorschuss verrechnet, auch wenn es sich um "meinen" Teil handelt. Hier jetzt meine theoretische Frage (für die Einfachkeit passe ich die Beträge der DDT 2024 nicht an, da sich am KG nichts ändert):


    Wenn ich 12 Monate lang UHV bekommen sollte, heißt das, KM schuldet das Jugendamt 338x12 = 4056 EUR. Mir schuldet sie 125x12 = 1500 EUR. Wenn ich sie verklagen wurde, müsste die KM zuerst den Betrag vom Jugendamt ausgleichen vor ich was bekomme? Sprich, geht der Anspruch vom Jugendamt vor mein Anspruch? Oder wenn die Kindesmutter mir beispielsweise sagen wurde, sie zahlt den hälftigen Kindergeld die sie mir schuldet und sie zahlt später den UHV ab, das geht nicht, richtig?


    Zum Verständnis: ich plane keine Klage auf kurze Sicht, da ich möchte dass die Situation der KM sich stabilisiert. Auf lange Sicht möchte ich den Betrag erstattet bekommen (hängt natürlich vom sozialen ab, allerdings ist sie in der Lage zu arbeiten, tut es aber gerade nicht). Ist eine theoretische Frage, danke!

    Es gibt aus meiner Sicht grundsätzlich zwei Aussagen, die passieren könnten. Entweder sagt die Unterhaltsvorschusskasse die Mutter ist Leistungsfähig und müsste mehr arbeiten, um auf den Mindestunterhalt zu kommen. Die andere Variante ist, dadurch dass sie 9F betreut, muss ich mich zuerst damit abfinden, Unterhaltsvorschuss zu erhalten. Ich höre unterschiedliche Aussagen zu dem Thema, weswegen ich mich erkündigen wollte. Aussage meine Anwältin: Mindestunterhalt ist auf jeden Fall zu leisten und die Mutter muss dafür aufkommen, da ein weiteres Kind darunter leiden wird.


    Bezüglich meine vorherige Aussage wegen der Arbeit hast du Recht. Ich habe es in meinem Kopf richtig verstanden, mich im Post aber sehr falsch ausgedruckt, danke für die Korrektur. Ich habe noch eine Frage dazu: wird das fiktive Einkommen von der Vorschusskasse berechnet oder/auch im Streitfall vom Gericht? Ich habe Urteile gesehen, wo eine KM kein Unterhalt zahlen wollte, weil sie nich ein 14-jähriges Kind betreut (auch Geschwistertrennung) und teilzeit arbeitete. Das Gericht hat entschieden, sie muss dafür aufkommen. Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen ein 9- und 14-jähriges Kind. Mit 14 ist man eigenständiger als mit 9.


    Aktuell ist es so, ich habe eine schriftliche Forderung ende September gegenüber der Kindesmutter gestellt, für Oktober (Mindestunterhalt). Unterhaltsvorschuss habe ich jetzt beantragt, da ich kein Unterhalt von der KM bekomme. Meine Anwältin hat die KM zum 31.10. gefordert, den Mindestunterhalt für 13F titulieren zu lassen. Die KM tut sich gerade schwer damit, da sie behauptet, sie wäre einen Mangelfall. Sie behauptet die Ämter "tun sich damit schwer eine Mutter ausbluten zu lassen und verlangen kein Titel". Konkret weiß ich nicht, ob man jemand zu einem Titel zwingen kann. Damals habe ich die Titel freiwillig unterschrieben.

    Hallo Zusammen!


    habe folgenden Fall: geschieden, zwei Kinder, 13F und 9F. Bis vor kurzem waren beide Kinder bei der Mutter, 13F hat sich entschieden zu mir zu ziehen, Ummeldung ist passiert.


    Wir haben miteinander ausgemacht, dass ich Unterhaltsvorschuss beantrage, was ich auch getan habe. Kind wohnt bei mir seit dem 01.10., sprich ich muss mir keine Sorgen machen wegen Rückwirkende Zahlungen. Mindestunterhalt zahle ich für 9F weiter, habe keine Rückstände.


    Ich weiß, in der Theorie werden Eltern gezwungen bis zu 48 Stunden die Woche zu arbeiten bzw. wird das fiktiv angerechnet. Die Kindesmutter arbeitet 19,5 Stunden die Woche bei der Post und behauptet sie wäre einen Mangelfall. Sie sagt, aufgrund dass sie 9F betreuen muss und die Post ungünstige Zeiten bei Vollzeit hat (z.B., sie müsste um 06:30 anfangen zu arbeiten, kann keine Betreuung gewährleisten) wird sie nicht mehr arbeiten müssen. Studiert hat sie und danach eine Ausbildung gemacht. Sie hat sich selbständig gemacht und das lief nicht gut, weswegen sie gerade bei der Post arbeitet. Gesundheitlich gibt's auch keine Probleme. 9F geht zu eine Ganztagsschule ca. 28 Stunden die Woche und ist in der 4. Klasse. Kindesmutter arbeitet Montags nicht, dafür Samstags. Aktueller Umgang mit 9F ist jedes 2. Wochenende Freitag auf Sonntag und jeden Freitag Mittag auf Samstag Nachmittag.


    Der Antrag ist sehr frisch und ich warte logischerweise auf Rückmeldung des Amtes.


    Hat jemand evtl. praktische Erfahrungen dazu? Wird eure Meinung nach im obigen Fall die Kindesmutter verpflichtet, mehr zu arbeiten? Oder meint ihr Aufgrund der Betreuung von 9F bleiben wir bei Unterhaltsvorschuss?

    Ja, ich bin hin- und hergerissen, wenn es um die gesamte Thematik mit 13F und ihren Selbstverletzungen geht. Das hat mich wirklich sehr mitgenommen.


    Ich habe bereits angeboten, dass 9F zu mir zieht, da die Kindsmutter angegeben hat, "existenzielle Sorgen" um sie zu haben. Ich habe dieses Angebot gemacht, damit die Kindsmutter Zeit hat, ihre Situation zu stabilisieren. Ihre Antwort war, dass ich das Kind von ihr wegnehmen wolle. Leider hat sie meine Nachricht offensichtlich missverstanden, weshalb ich mich wohl zu 100% vor Gericht wiederfinden werde.


    Ich bin mir unsicher, ob ich darauf bestehen sollte, bevor der Umzug vollzogen ist, oder ob ich damit warten sollte. Ich frage mich, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und wie ich mich am besten darauf vorbereiten kann. Vorteil wäre, ein anderes Familiengericht wäre für uns zuständig. Beim alten hatte ich den Eindruck, das die Richterin weniger "neutral" war und grundsätzlich auf Seite der Mutter.


    Verstehe mich bitte nicht falsch: Ich versuche nicht, die Kindsmutter zu "ruinieren", sie hat es selbst geschafft, das 13F kein Kontakt mehr zu ihr haben will. Ich habe aber grundsätzlich kein Vertrauen mehr in ihre Erziehungsfähigkeiten und möchte alles in meiner Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass 9F nicht in Gefahr gerät und sich irgendwann selbst verletzt...

    Hallo zusammen,


    ich stehe vor folgender Situation: Seit 2019 bin ich von meiner Ex-Frau getrennt, und die Scheidung wurde im Jahr 2020 vollzogen. Wir haben zwei gemeinsame Kinder, eine 13F und eine 9F. Wir teilen uns das Sorgerecht für die Kinder.


    Die Beziehung zur Mutter meiner Kinder war stets herausfordernd, denk Richtung Narzissmus. In den Jahren 2020 und 2021 gab es bereits zwei gerichtliche Verfahren bezüglich des Umgangs mit den Kindern. Bis zum Sommer 2023 hatte ich erweiterten Umgang und sah die Kinder jedes Wochenende.


    Sowohl meine Ex-Partnerin als auch ich haben neue Beziehungen eingegangen. Mit meiner neuen Partnerin habe ich einen 7 Monate alten Sohn. Im Laufe der Jahre hat die Kindesmutter ihr damaliger Partner erheblichen psychischen Druck auf die Kinder ausgeübt. Es stellte sich heraus, dass ihr damaliger Partner die Kinder heimlich beim Duschen gefilmt hat. Gegen ihn läuft derzeit ein Verfahren, und er befindet sich in Untersuchungshaft. Die Kindesmutter hat sich von ihm getrennt, setzte jedoch weiterhin Druck auf die Kinder. Die Situation verschlechterte sich derart, dass 13F, sich selbst verletzte und nun die Entscheidung getroffen hat, bei mir zu leben. Die Mutter stimmte dem zu, die Ummeldung erfolgte, und der Schulwechsel ist ebenfalls bereits vollzogen. 13F hat selbst entschieden, den Kontakt zur Mutter komplett abzubrechen, was unter diesen Umständen nachvollziehbar ist.


    Die Kindesmutter wird demnächst aus ihrer aktuellen Wohnung in eine Sozialwohnung umziehen, zum 1. November. Sie hat angedeutet, dass sie möchte, dass 9F, die Schule vor Ort wechselt. Derzeit besucht sie die vierte Klasse, und spätestens am Ende des Schuljahres müsste sie auf die weiterführende Schule wechseln. 9F lebt noch bei ihrer Mutter und hat zu uns, in ihre Wahrnehmung, eine gute Beziehung.


    Konkret geht es mir um 9F. Auf lange Sicht plane ich, die Mutter gerichtlich zu verklagen, damit sie zu mir zieht. Nach der Trennung und angesichts des begrenzten Umgangs mit den Kindern hatte ich mich damit abgefunden, dass die Mutter sich um die Kinder kümmern würde, obwohl wir uns nicht verstehen. Leider wurde ich in dieser Hinsicht enttäuscht.


    In meinem Kopf habe ich zahlreiche Argumente dafür, dass 9F zu mir ziehen sollte. Ich möchte diesen Schritt planen und zur richtigen Zeit die nötigen Schritte einleiten.


    Hilfe vom Jugendamt war bis jetzt katastrophal, da trotz Beweisen für die Beeinflussung der Kinder durch die Mutter (z.B. sie wurde die Polizei rufen weil sie bei mir sind), bisher vor Gericht nichts unternommen wurde. Beim Umzug 13F habe ich mich ebenfalls an das Jugendamt gewandt, doch die Mutter weigerte sich, dort Kontakt aufzunehmen, weshalb ich diesen Weg als aussichtslos empfand.


    Hier sind einige Gründe, warum ich glaube, dass 9F zu mir ziehen sollte:


    1) die leibliche Schwester 13F lebt bereits bei uns, und auch die Halbschwester 11F, die aus der ersten Ehe meiner neuen Partnerin stammt, wohnt zu 100% bei uns. Unser gemeinsamer Sohn ist ebenfalls bei uns. Der Umzug 9F würde also eine Geschwisterzusammenführung ermöglichen. 9F sagt, sie verstehe die Situation nicht und vermisse ihre Schwester.

    2) wir haben das Glück, dass meine neue Partnerin ein eigenes Haus besitzt, in dem jedes Kind seinen eigenen Bereich hat, sogar auf einer eigenen Etage.

    3) wenn 9F zu mir zieht, habe ich die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten, um eine bessere Betreuung bieten zu können. Meine Partnerin ist derzeit in Elternzeit und wird ab Mai in Teilzeit arbeiten. Zudem wohnt meine Schwiegermutter in einer Einliegerwohnung bei uns und ist immer vor Ort.

    4) mit einem Ortswechsel und dem eventuellen Schulwechsel würde 9F all ihre Freunde verlieren und keine weiteren Kontakte außer zur Mutter haben. Bei uns zu Hause ist sie seit 4 Jahren verwurzelt.

    5) auch 13F ist besorgt um unsere jüngere Tochter und möchte alles dafür tun, dass sie zu uns zieht. Leider ist psychische Gewalt schwer nachzuweisen und nicht illegal, daher bin ich unsicher, wie die Richter darauf reagieren werden.

    6) die Kindesmutter arbeitet derzeit Teilzeit bei der Post. Eine Vollzeitstelle würde bedeuten, dass sie nicht in der Lage wäre, unsere 9F angemessen zu betreuen, da ihre Arbeit bereits um 6:30 Uhr morgens beginnt. Ich erhalte derzeit keinen Unterhalt für 13F, das läuft separat. Ich bin jedoch der Meinung, dass sie gezwungen wird, Vollzeit zu arbeiten. Bei uns ist, wie bereits erwähnt, immer jemand da, um für die Kinder zu sorgen.

    7) 9F wird derzeit häufig von ihrem Handy betreut, da die Mutter meinte, sie könne sich nicht immer um die Kinder kümmern und macht sich "existenzielle Sorgen" um 9F. 9F entwickelt meiner Meinung nach eine Essstörung, indem sie zu viel Ungesundes isst, sich selbst als zu dick empfindet und sich selbst als hässlich empfindet. Sie nahm letzter Zeit viel mehr zu (nicht übergewichtig). Leider kann ich nur begrenzt Einfluss darauf nehmen, da sie überwiegend bei der Mutter lebt.


    Zur 13F: es geht ihr derzeit sehr gut, sie ist fröhlich und wird ab nächstem Jahr eine Therapie in der Nähe beginnen. Sie hatte bereits eine Therapeutin, bei der die Chemie nicht gestimmt hat und die Termine logistisch schwierig waren, weshalb ich sie von der alten Therapie abgemeldet habe. Aktuell brauch sie raum sich im neuen Leben zu integrieren und kann, wenn sie zur Ruhe kommt, das innerhalb der Therapie zu klären.


    Ich bin mir unsicher, wann der richtige Zeitpunkt ist, die Mutter gerichtlich zu verklagen und wie ich mich am besten darauf vorbereiten kann. Wie bereits erwähnt, zieht die Mutter am 1. November um, was bedeuten würde, dass ein anderes Gericht für die Belange 9F zuständig wäre. Möglicherweise hat jemand Erfahrungen oder Ratschläge, die mir in dieser Situation helfen könnten. Einen Wechselmodell schließe ich direkt aus, da zu einem die Kindesmutter 30 Minuten entfernt wohnt und sie für sehr viele Probleme bezüglich den Terminen der Kinder gesorgt hat. Hat jemand hier Tipps oder Ratschläge für mich?


    Danke!

    Sie arbeitet auch nebenbei und bekommt noch KG dazu, schätze sie kommt auf ca. 2650 netto mit allem. Bis vor zwei Monate hatte sie auch noch einen Partner der sie mitfinanzierte. Die Kinder haben über die Jahre erwähnt sie müssten lange auf Sachen wie Winterstiefel warten während die Kindesmutter sich einen iPhone und einen Mac neu gekauft hat bzw. hatten selbst weniger zu essen bekommen als die beide Erwachsenen. Am Weihnachten hatten die Kinder bspw. Gurken und eine vegane Schnitzel bekommen während die Erwachsenen viel Fleisch usw. gegessen haben. Sind natürlich Themen die ich nicht ändern kann und fühle mich deswegen besser, wenn die Kinder das Geld direkt bekommen. Ich denke in der Praxis gibt's Beispiele in alle Richtungen, dass ist nur so wie es bei uns läuft.


    Danke für die Berechnung und alle Infos!

    Tabula rasa ja ich bin leider in der Situation dass ich gerade über die Runden komme, ist insgesamt trotzdem schwierig. Mir ist es 1000% lieber wenn die Kinder das Geld direkt bekommen, weil die Kindesmutter leider viel für sich behält. Kann man nicht ändern aber irgendwann wird's einfacher. Wie hast du die Fahrtkosten berechnet? Ich habe das so im Gedächtnis: 17 km x 2 Fahrten am Tag x 5 Tage die Woche x 4.5 Wochen x 0,30 pro KM, oder?


    Gauss danke, ja wusste nicht mehr genau ob das so ist, aber die Große wird das KG direkt bekommen, dann passt das auch.

    Und noch eine Frage, bis zu dem Zeitpunkt wo sie studiert zahle ich den Regelunterhalt, sprich 660 (Größe) + 618 (Kleine) - 250 (KG) in der Stufe 2, richtig? Oder ist die Berechnung so dass das Kindergeld voll anrechenbar wäre? Sprich 660 - 250 (Größe) und 618 - 125 (Kleine)?

    Gauss meine Ex-Frau betreut ein weiteres minderjähriges Kind, die 14-jährige, sprich sie hat keine erhöhte Pflicht mehr zu arbeiten bzw. wird ihr nichts fiktives angerechnet und selbst wenn, wäre es unter die 1650 EUR m.m.n. Aber du darfst mich hier gerne korrigieren, wenn ich das falsch verstanden habe. Wenn das zweite Kind dann erwachsen ist, sieht es eher aus wie du das beschreibst.


    Tabula rasa ja genau richtig, ich habe den Kredit abgezogen als Berufsbedingte Aufwendungen. Meine Anwältin meinte vor ein paar Jahren, dass das so gemacht werden kann. Damals waren 5% bei mir ca. 125 EUR und ich hatte einen Autokredit i.H.v. 217 EUR, sie meinte die 217 EUR wären dann voll anrechenbar und der Gegenanwalt hat das so angenommen. In der Zwischenzeit habe ich mir einen neuen Auto angeschafft aufgrund den Nachwuchs und zahle 312 EUR für die nächsten 7 Jahre. Der Kredit ist aber scheinbar viel mehr als die Kilometerpauschale, da ich ca. 17 KM einfacher Strecke habe. Und ja, die 160 EUR für die Altersvorsorge entsprachen damals 4% vom Gehalt. Ich weiß nicht genau welches OLG für uns Zuständig ist, ich denke Karlsruhe in Baden-Würrtemberg. Meine Ex-Frau hat einen Titel, allerdings nur bis 18, da ich den Unterhalt nicht mehr "mit ihr" regeln wollte.


    D.h., wenn ich dich richtig verstanden habe, müsste ich gegenüber der kleine Tochter den vollen Unterhalt zahlen und für die Größe wäre ich einen Mangelfall. Wird bei der Größe dann die Altersvorsorge mir fiktiv zugerechnet, da man diese "nicht brauch" und Unterhalt vorgeht? Dasselbe mit dem Autokredit?


    Ich habe auch gelesen, dass wenn die Kinder Bafög beantragen, könnte das Amt das Geld von den Eltern zurückholen. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, handelte es sich um einen Elternunabhängiges Bafög weil sie die volle Leistung im Voraus zahlen, um dann von mir das Geld zurückzuholen. Wenn sie aber einen Elternabhängiges Bafög beantragt, wäre ich dann sozusagen raus, richtig? Angenommen dass es bewilligt wird.


    Zur Verständnis: ich habe ein gutes Verhältnis zu meiner Kinder und wenn es möglich ist, leiste ich mehr. Ich sehe sie jedes Wochenende anstatt die übliche alle 14 Tage, allerdings will ich im Vorfeld wissen, wo ich im Streitfall lande, da meine Ex-Frau leider immer noch sehr manipulativ ist und ich das nicht für unwahrscheinlich halte, dass sie die Kinder sowas einredet.

    Hallo Zusammen,


    habe folgende Konstellation: geschieden mit zwei Kinder (Kind #1 18 und Kind #2 14), neue Partnerin mit ein gemeinsames Kind (Kind #3 5).


    Die 18 jährige möchte studieren. So wie ich das verstanden habe, hat sie einen Bedarf i.H.v. 930 EUR abzüglich Kindergeld, sprich 680 EUR.


    Die ersten beide Kinder wohnen aktuell bei der Mutter, die arbeitet Teilzeit bei der Post, weswegen ich davon ausgehe, dass ich voll dafür aufkommen muss. Kind #1 wird wahrscheinlich fürs Studium ausziehen.


    Zu mir: aktuell verdiene ich im Schnitt 2775 EUR netto. Ich zahle einen Auto (kein Luxus Auto) ab mit 312 EUR und habe eine private Altersvorsorge mit 160 EUR.


    Bereinigtes Nettoeinkommen wäre 2303 (Stufe 3). Da ich aber gegenüber ein weiteres Kind unterhaltspflichtig bin, lande ich in die Stufe 2.


    Bedarfskontrollbetrag für die Stufe 2 ist 1650 EUR. Laut DDT zahle ich für das zweite Kind 618-125 = 493 EUR. Wenn ich mein bereinigtes Nettoeinkommen nehme abzüglich der Unterhalt für Kind #2, komme ich auf folgende Rechnung: 2303 - 1650 - 493 = 160 EUR.


    Jetzt zu meine Fragen:


    1) bin ich wirklich verpflichtet "nur" 160 EUR für Kind #1 zu zahlen? Ich habe die Vermutung, dass ich irgendwie dann als Mangelfall dann zählen wurde. Wird mir dann anstatt 1650 EUR Bedarfskontrolle die 1370 aus Stufe 1 angerechnet?


    2) wird mir das Auto und die Altersvorsorge dann fiktiv dazu angerechnet? Nach dem Motto: du kannst auch ohne Altersvorsorge leben, Unterhalt hat Vorrang. Bzw. eine weitere Nebenjob zumutbar um mehr zu zahlen?


    3) oder bin ich dann verpflichtet, die 680 EUR für Kind #1 und 493 für Kind #2 zu zahlen, sprich 1173 EUR insgesamt?


    Titel mit der Kindesmutter ist vorhanden, allerdings nur bis 18.


    Danke für die Hilfe!