Beiträge von mina88

    Vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Dann berechne ich erstmal für mich, was unterm Strich herauskommt.


    Da ich ja in den letzten 5 Monaten den Job gewechselt habe und in Vollzeit zurückgekehrt bin, macht das einen enormen Unterschied beim Gehalt. Von ca. 1300 auf 3300 € Netto. Daher macht es bestimmt keinen Sinn die letzten 12 Monate zu betrachten, sondern nur die Monate seit dem Arbeitgeberwechsel?


    Leider kann ich nicht so viel von meinen Einkünften abziehen, da ich im Home Office arbeite und Versicherungen wie Riester etc. habe ich auch nicht. Darum wollte ich mich nach der Probezeit kümmern. Die Kita Beiträge sind noch nicht berechnet, das dauert noch.


    Zum Kindesunterhalt und Düsseldorfer Tabelle: Müsste ich dann von der untersten Einkommensstufe ausgehen, da er ALG2 erhält?

    Hallo zusammen,


    knapp drei Monate später und es sind ein paar Dinge fortgeschritten.

    Mein Mann ist nun ausgezogen und hat Hartz4 Leistungen beim Jobcenter beantragt. Das Jobcenter verlangt nun Trennungsunterhalt und möchte überprüfen ob und in welcher Höhe Unterhalt zu zahlen wäre. Einkünfte der letzten 12 Monate, Einkommensbescheide, Mietkosten andere Belastungen wie Versicherungen oder Kredite und meine Vermögensverhältnisse sind anzugeben. Wobei ich nicht verstehe, warum ich Auskünfte zu meinem Vermögen machen soll. Ich beziehe keine Leistungen, aber soll bestraft werden, weil ich mir etwas für schlechte Zeiten beiseite lege?!


    Ich habe von Bekannten erfahren, dass das Jobcenter die Kinder, die bei mir leben, nicht bei der Unterhaltsberechnung berücksichtigt sondern von mir verlangen kann Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt für meine Kinder zu beantragen, damit ich Trennungsunterhalt für meinen Mann zahlen kann. Können sie das wirklich machen?


    Wenn ich die Steuerklasse von 3 auf 2 ändere, würde sich das auch auf die Unterhaltsberechnungen auswirken?


    Die Kinder sind coronabedingt im Homeschooling und in der Betreuung zu Hause und dazu noch 40h Homeoffice mit etlichen Konferenzen. Kein Kita-Platz in Aussicht. :(

    Eine Arbeitszeitreduzierung konnte ich nicht mit meinen Vorgesetzten erzielen und bin daher kurz davor meinen Job zu schmeißen solange ich noch in der Probezeit bin. Und dann kommt der Staat und möchte einem den letzten Cent aus der Tasche ziehen. Ich verstehe diese verkehrte Welt nicht mehr :(


    Ist es nun an der Zeit einen Anwalt einzuschalten oder sollte ich erst den Bogen ausfüllen und schauen was dabei herumkommt und dann ggfs. die Forderungen vom Jobcenter an einen Anwalt weiterleiten?


    Danke schonmal im Voraus für das Lesen des langen Textes.

    Vielen Dank TK für deine ausführlichen Antworten. Tatsächlich konntest du mir dadurch viele Ängste nehmen.


    Für mich stellen sich jetzt noch zwei Fragen. Zum Einen, wie der Trennungszeitpunkt ermittelt wird um das Ende des Trennungsjahres zu bestimmen? Erst dann, wenn einer von uns beiden ausziehen würde? Den Entschluss haben wir ja schon eher gefasst, leider scheitert es momentan an der Wohnungssuche meines Noch-Ehemannes.

    Zum Anderen, was wäre jetzt als nächster Schritt zu tun, einen Anwalt einschalten?

    Hallo,


    mein Mann und ich wollen getrennte Wege gehen. Mich beschäftigen gerade die finanziellen Aspekte.


    Wir sind seit 10 Jahren verheiratet und haben zwei Kinder - 8 und 2,5 Jahre alt. Wir haben damals während Studienzeiten geheiratet. Er hat nach dem Studium nie eine feste Arbeit finden können und war während unserer Ehe nur 3 Jahre berufstätig. Ich war daher abzüglich der Elternzeit immer die Alleinverdienerin. Dabei gab es allerdings keine Abmachung, dass ich Vollzeit arbeiten gehe und er sich im Gegenzug um die Kinder kümmert. Es hat ihn einfach nie Jemand eingestellt bzw. er hat sich auch nie Mühe bei den Bewerbungen gegeben. Meistens habe ich mich auch um die Kinder gekümmert und von der Arbeit befreien lassen, wenn die Kita zu war. Das hat er nicht übernommen.


    Ich habe nun die Befürchtung, dass ich ihm lange Zeit Unterhalt zahlen müsste und mir kaum was zum Leben bleibt bzw keine Ersparnisse aufbauen kann für die Zukunft. Und dass nun nach alles wofür ich in der Vergangenheit alleine gekämpft habe nun für die Katz ist. Es ist sowieso schon schwierig als Mutter in Vollzeit zu arbeiten. Geschweige denn in Zukunft als Alleinerziehende. Die Kinder sollen bei mir leben. Und um Beruf und Kinder unter einen Hut zu bekommen müsste ich zu der regulären Betreuung noch privat für zusätzliche Betreuung bezahlen.


    Wird dies irgendwie bei der Bereinigung des Einkommens und dem Selbstbehalt berücksichtigt, dass die Kinder bei mir leben und ich dadurch höhere Kosten hätte?


    Aktuell habe ich ein Netto von knapp 3200 € mit Steuerklasse 3. Bei der zukünftigen Steuerklasse 2 blieben noch knapp 2900 € netto.


    Zudem habe ich vor 3 Monaten den Job gewechselt und befinde mich zu Coronazeiten noch in Probezeit. Welches Einkommen würde denn herangezogen werden, wenn ich davor in Teilzeit gearbeitet hatte und davor in Elternzeit war?