Immobilie bei Scheidung

  • Hallo liebe Forumsgemeinde,


    habe geahnt, dass mich das irgendwann einholt, egal. Folgende Situation :
    Verheiratet seit 14 Jahren. Vor 6 Jahren aus dem gemeinsamen gemieteten Haus ausgezogen, da ich betrogen wurde. Sie dort noch eine Zeitlang gelebt, ich habe mir ein eigenes Haus gekauft. Ich habe immer Unterhalt gezahlt, bis Sie jetzt angefangen hat endlich zu arbeiten. Irgendwann muss das ja mal alles geregelt werden, also Scheidung eingereicht.


    Frage : das Haus habe ich nach dem Auszug gekauft Kaufpreis 350 TE. Dieses habe ich mit 2 Darlehen finanziert 200 TE und 150 TE. Diese Darlehensverpflichtungen habe ich seitdem vollkommen alleine bedient (bin ja auch alleiniger Kreditnehmer und stehe alleine im Grundbuch), von dem Rest des Geldes was mir nach der Unterhaltszahlung verblieb. Getilgt sind mittlerweile gut 60 TE, so dass noch 290 TE beliehen sind.


    Frage : Wenn wir jetzt den Zugewinnausgleich machen, muss ich ihr irgendetwas für diese Immobilie bezahlen, die ich alleine unterhalte, dessen Risiko ich alleine trage ?
    Wenn ich dadurch in die Situation käme, die Immobilie verkaufen zu müssen, müsste ich Vorfälligkeitsentschädigungen bei den Banken bezahlen, diese erreichen fast die bisherige Tilgungssumme.
    Dies kann ja so doch nicht im Sinne des Erfinders sein, denn dann stünde ich mit nichts da, obwohl ich alles mit dem Geld NACH Begleichung des Unterhaltes bezahlt habe.


    Vielen Dank für Eure / Ihre Auskünfte.
    LG
    A4711

  • Hallo,


    du bist also noch verheiratet?


    ist die Scheidung schon eingereicht?


    lg
    edy

    Eine freundliche Begrüßung bei jedem Beitrag, ist eine Werschätzung gegenüber den Antwortgebern
    z.B. "Hallo"
    Das ist ein Laienforum, die Antworten sind nicht rechtsverbindlich. edy (Admin)

  • Hallo edy,


    Ja und Ja habe ich den Anwalt machen lassen, hab jetzt so einen Bogen vom Gericht bekommen wegen Versorgungsausgleich etc. Hab ich ausgefüllt und der Anwalt schickt ihn weg. Stresst mich alles ziemlich, deshalb flieg ich jetzt erst mal eine Woche weg. Mal sehen, was danach für Post da ist ;-)


    LG
    a4711


    PS
    Mein Anwalt meint im Übrigen, da die Immobilie nach "Auszug" von mir gekauft wurde, und da diese noch so hoch beliehen ist, müsste ich mir keine grossen Sorgen machen, nur wenn ich so im Netz lese, gibt's ja die verschiedensten Aussagen. Er sieht es so, hat die Immo seit den letzten 5 Jahren eine Wertsteigerung durchlaufen, wäre im schlimmsten Fall die Summe dieser Wertsteigerung in den Zugewinn fliessen. Nur irgendwas genaues kann er mir nicht sagen und das ist irgendwie doof.

  • Hallo,
    was hat sich bei dir neu ergeben wegen des Hauses und der eventuellen Zugewinnzahlung?
    Ich habe mein Trennungsjahr überstanden und reiche die Scheidung ein. Gemeinsam mit meinem Mann werde ich im kommenden Jahr unser Haus verkaufen, da keiner von uns dort alleine weiter leben möchte. Es wäre für eine Person einfach viel zu groß und zu emotional. Wir wollen die Immobilienbewertung und den Verkauf einem Makler überlassen, weil das am einfachsten geht. Wenn du nicht weißt, ob dein Haus in den letzten 5 Jahren eine Wertsteigerung durchlaufen hat, würde ich dir raten, auch eine professionelle IMMObewertung machen zu lassen. Anhand des Gutachtens weißt du dann ganz genau, was eventuell unter den Zugewinn fällt oder ob du da nichts "befürchten" musst.
    Aber vielleicht hat sich deine Sachlage auch bereits geklärt?