Unterhalt für bei Vater lebende Tochter

  • Hallo,


    ich brauche mal euren Rat,

    (sorry für den langen Text)


    und zwar geht es darum,das ich einen Brief vom Jugendamt bekommen habe,

    in dem ich aufgefordert werde monatlich 20 aussagekräftige Bewerbungen nachzuweisen,um eine Arbeit zu finden damit ich für den Unterhalt meiner Tochter (die bei ihrem Vater lebt) zahlen kann.

    Das wäre im Normalfall kein Problem aber:

    Ich lebe mit meinem Mann und 4 Kindern zusammen, 2 der Kinder sind die leiblichen Kinder meines Mannes,die anderen beiden haben den selben Vater wie meine Tochter für die ich Unterhalt zahlen soll.

    Ich habe keinen Führerschein und die Verbindung zu öffentlichen Verkehrsmitteln ist hier eher bescheiden,

    dazu kommen noch die betreuungszeiten meines Jüngsten Sohnes (6) er geht in die 1.Klasse und ist von 8-12:25 in der Schule,ab 12:32 ist er zuhause.

    Mein Mann arbeitet Vollzeit und eine Betreuung durch dritte Personen steht uns nicht zur Verfügung.

    Nun verlangt das Jugendamt das für meine Tochter zuständig ist das ich 20 Bewerbungen schreibe,

    ich gucke fast täglich auf allen möglichen seiten nach Stellenangeboten in meiner

    Nähe,

    es bringt mir ja nicht wirklich was mich auf Stellen zu bewerben die ich so oder so nicht erreichen würde und deren Anforderungen ich nicht gerecht werden kann,auch was die Arbeitszeiten angeht.

    Ich kann ja schlecht um 5:30 aus dem Haus gehen wenn meine Kinder noch schlafen und um 8:30 zum Bus müssen.

    Genauso wäre es mittags ich müsste um 12:30 bei mir zuhause sein.

    Sonst wäre mein jüngster alleine zu Hause und das kann ich ihm in diesem alter noch nicht zumuten,das würde mächtig nach hinten los gehen.

    Ich habe lediglich 2 Stellen gefunden bei denen ich eventuell Glück hätte die Arbeitszeiten so zu legen das ich um 9:30 anfangen und um 12 Schluss machen könnte,und dann noch mit dem Bus pünktlich zu Hause wäre,

    ich werde mich darauf auch bewerben aber den Unterhalt von fast 500 kann ich damit nicht abdecken,da ich keine h4 bekomme sondern , Kinderzuschlag und Wohngeld.

    Ich habe das der netten Dame vom Amt auch so geschildert aber scheinbar,ist ihr das egal.

    Ich werde im leben monatlich niemals auf 20 Bewerbungen kommen wenn es schlecht läuft nicht mal auf 1,einen Vollzeitstelle kommt für mich im Moment einfach nicht in frage,auch wenn ich will es funktioniert einfach nicht.


    Was würdet ihr machen?


    Ich kann mich doch nicht auf Stellen Bewerben wenn es gar keinen Sinn macht!?


    Liebe Grüße Alpha

  • Hallo,


    Nimm als erstes mal eine Beratung beim Arbeitsamt auf.


    Wie sieht es mit "Heimarbeit" aus?



    edy

    Eine freundliche Begrüßung bei jedem Beitrag, ist eine Werschätzung gegenüber den Antwortgebern
    z.B. "Hallo"
    das ist ein Laienforum, die Antworten sind nicht rechtsverbindlich.

  • Ja ich werd mich wohl mal bei dem Arbeitsamt erkundigen.


    Heimarbeit,wäre natürlich das beste was mir passieren könnte,die Angebote dazu die ich bisher gefunden habe waren,naja eher unseriös.

    Aber ich such geb so schnell nicht auf.


    Ich werd mir mal einen Termin beim meinem zuständigen Jugendamt holen,

    hatte da vor meiner Heirat ja auch mal einen Sachbearbeiter,vielleicht kann der mir irgendwie weiter helfen.

  • Hallo,


    mit den Bemühungen beim Arbeitsamt kannst du m.E. Punkte sammeln.


    edy

    Eine freundliche Begrüßung bei jedem Beitrag, ist eine Werschätzung gegenüber den Antwortgebern
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  • Guten Morgen.


    Typischer Fall "unserer tollen " Behörden.


    Zitat:......der Dame vom JA ist es egal. Sagt sehr viel aus. Die Wahrheit will keiner hören oder lesen.


    Wer soll die Bewerbungen bezahlen? Beim Arbeitsamt liegt die Grenze bei 260,- im Jahr!


    Übrigens gibt es im Sozialrecht keine Vorteile für Unterhaltspflichtige. >>> Für ein JC ist es egal ob einer für Mindestlohn arbeitet oder im "Vorstand" Millionen verdient oder ob einer einen 1€ Job hat. Arbeit ist Arbeit, nur damit kommst du nicht weiter als Unterhaltspflichtiger!


    Gibt es eine titulierte Urkunde? Falls ja, kannst du vielleicht aufstocken.


    Für ein Kind bzw. Unterhalt musst du ca. 2500,- Brutto verdienen bei Klasse1. Wahrscheinlich bist du sogar Klasse 5 und wirst fast die "Hälfte" an Steuern bezahlen.


    Ein 450,- € Job reicht nicht? >>> Dann kannst du damit für deine Tochter Unterhalt zahlen.

  • Hi,


    na ja, Stellenangebote angucken, das dürfte kaum langen. Also wirklich nicht. Es gibt das Zauberwort "Initiativbewerbung." Es gibt Weiterbildungsmaßnahmen, auch für Wiedereinsteigerinnen in den Beruf, es gibt Kurse bei der Volkshochschule bei den Kammern u.s.w. Es gibt Tagesmütter, da kann man beim Jugendamt anfragen, und, man kann auch selbst Tagesmutter werden. Mensch es gibt so viele Möglichkeiten. Nutze sie! Mit deiner Verweigerungshaltung wirst du keinen Erfolg haben.


    Herzlichst


    TK


  • Wollen kann das Jugendamt ja viel. Ob müssen, würde im Zweifelsfall ein Gericht entscheiden. Ich würde auch nur so viele Bewerbungen schreiben, wie das Arbeitsamt als erstattungsfähig anerkennen würde. Insofern ist es schon ratsam, wie hier schon empfohlen, sich für die Arbeitssuche auch an das Jobcenter/Arbeitsamt zu wenden.
    Für die Behörden ist man in der Regel nur ein gesichtsloser Fall oder eine Nummer in der Abarbeitung. Man hat selten mal einen einfühlsamen Beistand vom Jugendamt dabei, so wie ich.

    @Ast, du vergißt möglichweise, daß die Fragestellerin mit einem neuen Mann zusammenlebt, der Einkommen hat. Und scheinbar sogar der Alleinverdiener dieser Bedarfsgemeinschaft ist. Das bedeutet, für die Prüfung des ALGII Anspruchs würde auch sein Einkommen herangezogen. Die würden die Fragestellerin wahrscheinlich darauf verweisen, daß sie (und ihre eigenen Kinder) als Mitglied der Bedarfsgemeinschaft von seinem Einkommen leben muß.

    Ansonsten kann ihr ja eigentlich auch kaum etwas passieren, solange sie Erwerbsbemühungen nachweisen kann. Einkommenslos, vermögenslos, was wollen die denn da wegnehmen?

  • Hall

    Wollen kann das Jugendamt ja viel. Ob müssen, würde im Zweifelsfall ein Gericht entscheiden. Ich würde auch nur so viele Bewerbungen schreiben, wie das Arbeitsamt als erstattungsfähig anerkennen würde. Insofern ist es schon ratsam, wie hier schon empfohlen, sich für die Arbeitssuche auch an das Jobcenter/Arbeitsamt zu wenden.
    Für die Behörden ist man in der Regel nur ein gesichtsloser Fall oder eine Nummer in der Abarbeitung. Man hat selten mal einen einfühlsamen Beistand vom Jugendamt dabei, so wie ich.

    @Ast, du vergißt möglichweise, daß die Fragestellerin mit einem neuen Mann zusammenlebt, der Einkommen hat. Und scheinbar sogar der Alleinverdiener dieser Bedarfsgemeinschaft ist. Das bedeutet, für die Prüfung des ALGII Anspruchs würde auch sein Einkommen herangezogen. Die würden die Fragestellerin wahrscheinlich darauf verweisen, daß sie (und ihre eigenen Kinder) als Mitglied der Bedarfsgemeinschaft von seinem Einkommen leben muß.

    Ansonsten kann ihr ja eigentlich auch kaum etwas passieren, solange sie Erwerbsbemühungen nachweisen kann. Einkommenslos, vermögenslos, was wollen die denn da wegnehmen?

    Hallo,


    richtig mein Mann ist Aleinverdiener,wir bekommen kein H4 da wir Wohngeld und Kinderzuschlag bekommen.

  • Schau mal, Alpha, du bist auch für das Kind, was nicht bei dir wohnt verantwortlich. Und das, was du hier schreibst, warum du nicht arbeiten könntest, das ist alles zu dünn. Wenn du denn arbeitest, dann wird nach deinem Einkommen deine Unterhaltsverpflichtung differenziert berechnet. Eben einkommensabhängig. Wenn du aber nicht arbeitest, dann wird mit einer Fiktion gearbeitet, es wird also so getan, als könntest du den vollen Unterhalt leisten. Zumindest bei deinem Bewerbungsverhalten und deinen Vorstellungen von Arbeitszeiten.


    Herzlichst


    TK

  • Hallo,


    ich verweigere nichts,

    die Realität sieht hier einfach mal so aus das es schwer ist ohne Führerschein eine Anstellung zu finden.

    Ich schau mir die Stellenangebote nicht nur an ich,das mir die Arbeit nicht zufliegt vom an gucken ist mir klar.

    Ich hatte heute schon ein paar nette ,aber leider erfolglose TelefonateX/




    Tagesmutter?

    Stellt sich einer vor,habe ich auch schon dran gedacht mir eine zu besorgen.

    Sieht in der Theorie auch einfach aus.

    Fakt ist das wir uns das Finanziell nicht leisten können und einen Zuschuss bekommen wir erst wenn ich auch einen Arbeitsplatz sicher nachweisen kann.

    Und dann auch nur wenn wir nicht über der Einkommensgrenze liegen.

    Und solange ich keine gesicherte Betreuung habe wird es schwer die eventuell geforderten Arbeitszeiten einzuhalten.

    Und ich werde nicht auf gut Glück eine Arbeitsstelle annehmen solange ich nicht eine Lösung für mein Betreuungsproblem habe.


    Also Theoretisch ist alles zu schaffen,nur die Realität sieht anders aus.;)


    Schönes Wochenende:!:

  • Schau mal, Alpha, du bist auch für das Kind, was nicht bei dir wohnt verantwortlich. Und das, was du hier schreibst, warum du nicht arbeiten könntest, das ist alles zu dünn. Wenn du denn arbeitest, dann wird nach deinem Einkommen deine Unterhaltsverpflichtung differenziert berechnet. Eben einkommensabhängig. Wenn du aber nicht arbeitest, dann wird mit einer Fiktion gearbeitet, es wird also so getan, als könntest du den vollen Unterhalt leisten. Zumindest bei deinem Bewerbungsverhalten und deinen Vorstellungen von Arbeitszeiten.


    Herzlichst


    TK

    Das ist mir klar das ich dafür verantwortlich bin, aber wie in einem anderen Post von mir schon geschrieben


    Hallo,


    ich verweigere nichts,

    die Realität sieht hier einfach mal so aus das es schwer ist ohne Führerschein eine Anstellung zu finden.

    Ich schau mir die Stellenangebote nicht nur an ich,das mir die Arbeit nicht zufliegt vom an gucken ist mir klar.

    Ich hatte heute schon ein paar nette ,aber leider erfolglose Telefonate.




    Tagesmutter?

    Stellt sich einer vor,habe ich auch schon dran gedacht mir eine zu besorgen.

    Sieht in der Theorie auch einfach aus.

    Fakt ist das wir uns das Finanziell nicht leisten können und einen Zuschuss bekommen wir erst wenn ich auch einen Arbeitsplatz sicher nachweisen kann.

    Und dann auch nur wenn wir nicht über der Einkommensgrenze liegen.

    Und solange ich keine gesicherte Betreuung habe wird es schwer die eventuell geforderten Arbeitszeiten einzuhalten.

    Und ich werde nicht auf gut Glück eine Arbeitsstelle annehmen solange ich nicht eine Lösung für mein Betreuungsproblem habe.


    Also Theoretisch ist alles zu schaffen,nur die Realität sieht anders aus.;)


    Schönes Wochenende:!:

  • Hi,


    ich weiss jetzt nicht, wie dein bisheriger beruflicher Werdegang ist. Aber diese "Bemühungen," die eichen nicht aus. Ohne Führerschein keine Arbeit? Klar, wenn man als Fahrerin arbeiten will, dann ist ein Führerschein durchaus von vorteil. Aber so etwas peilst du doch wohl nicht an. Und wenn es zum erreichen der Arbeitsstelle geht, da gibt es Öffis und - das empfehle ich immer wieder - die gute alte Vespa. Braucht man keinen PKW-Führerschein für, ist unglaublich preiswert im Unterhalt, passt für ganz viele Leute. Viele bei uns sind in den letzten Jahren auf eine Vespa umgestiegen, trotz Führerschein. Eben aus Kosten- und Parkplatzgründen.


    Natürlich bezuschusst das Jugendamt eine Tagesmutter nur, wenn ein ERfordernis da ist, eben der feste Arbeitsplatz.


    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du noch so überhaupt nicht in der Realität angekommen bist. Mach dir klar, dass du nicht nur zwei Kinder hast, sondern drei! Und du fängst erst jetzt an, mal zu schauen, was denn so drinne ist, mit Arbeit? Ich weiss nicht, wo du lebst, aber z.B. in Wiesbaden gibt es einen speziellen Verein, der darin fit ist, Frauen wie dir Wege aufzuzeigen. Vielleicht gibt es ja sowas bei euch auch. Mach einen Termin bei der Arbeitsagentur und gehe das Problem endlich mal professionell an.


    Herzlichst


    TK

  • Ja von dem Rest was nach Abzug der Fahrtkosten dann bleibt.

    Ich schreib einfach meine Bewerbungen und fertig

  • Ich Lebe sehr wohl in der Realität,heute habe ich in einer Firma angerufen,die Reinigungskräfte sucht.

    Führerschein zwingend erforderlich um das Objekt das zu Reinigen ist erreichen.

    Man ist nicht immer im selben Objekt und zu manchen ist es schwer mit Öffentlichen Verkehrsmittel zu kommen.


    Es ist eben nicht so das man nur einen Führerschein braucht wenn man eine Job als Fahrerin anstrebt.


    Willkommen in der Realität:!:


    Und hättest Du meine Beiträge gelesen wüsstest Du,das ich 5 Kinder habe


    Eines lebt bei seinem Vater,mit dem ich noch 2 Kinder habe ,für der er keinen Unterhalt zahlt und für die ich keine Unterhaltsvorschuss mehr bekomme.


    Und 2 mit meinem Ehemann der Vollzeit arbeitet.


    Eine Tagesmutter kann ich mir nicht leisten, die brauche ich aber um einen Job zu bekommen,da ich um mit den Öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren um einer Arbeit nach zu gehen,um spätestens halb 6 aus dem Haus müsste und mein Mann um 6 das Haus verlässt.

    Um halb 8 an manchen Tagen erst um halb 9 müssen meine Kinder zum Bus.


    Ich kann es drehen wie ich will,ich brauche zuerst eine Betreuung,die ich wenigstens zum teil bezahlt bekomme und das geht erst wenn ich eine feste Anstellung Nachweise.

    Kann ich aber nicht weil ich dem Arbeitgeber ja auch versichern muss das die Kinderbetreuung kein Problem darstellt,würde ich das tun würde ich ihn anlügen.


    Ich werde einfach Bewerbungen schreiben auf alle Stellen die ich auf der Seite der Arbeitsagentur finde.

    Auch wenn es für mich keinen Sinn macht eine Bewerbung auf eine Stelle zu schreiben mit dem Wissen das ich den Anforderungen nicht gerecht werde.

    Aber so will es das JA und ich weiss beim besten Willen nicht wie ich sonst auf 20 Bewerbungen jeden Monat kommen soll


    Zumindest 1 Bewerbung von den 20 wird eine sein deren Anforderungen ich eventuell gerecht werden kann,da man die Arbeitszeiten gegebenenfalls an die Betreuungszeiten anpassen kann.

    Ob da aber nach Abzug der Fahrtkosten für den Bus viel hängen bleibt weiss ich noch nicht.

    Es ist wirklich nicht so das ich nicht will aber so einfach wie Du es sagst ist es beim besten willen nicht.

  • Hi,


    die zwei Kinder deines Mannes bleiben zunächst einmal außer Betracht. Das rechtfertigt dein Verhalten nicht. Natürlich gibt es Jobs, in denen ein Führerschein erforderlich ist, das ist aber doch die absolute Ausnahme. Und nochmals, du bekommst doch eine Tagesmutter finanziert, wenn du eine Arbeitsstelle nachweisen kannst. Nur eben nicht ins Blaue hinein. Das kann doch gar nicht funktionieren. Viele Privathaushalte suchen ja auch Putzhilfen, bei uns die Supermärkte suchen händeringend auch ungelernte MitarbeiterInnen für die Abendzeit. Vielleicht könntest du ja auch als Tagesmutter arbeiten, viele Jobs kann man inzwischen auch vom Home-Office aus erledigen. Mir fällt da auch für Ungelernte ganz viel ein. Nur, wenn jemand zu mir kommt, als erstes erklärt, er könne nur von 9-11.00 Uhr und in den Schulferien gar nicht, dann würde ich als Personalerin, die ich immerhin fast 40 Jahre auch war, sagen, danke, das wars.


    Hast du dich denn mal hinsichtlich qualifizierender Maßnahmen erkundigt, ich hatte auf den Verein in Wiesbaden ja beispielhaft hingewiesen. Es gibt teilweise auch von der AfA Wiedereinstiegsprogramme, Versandhandel sucht auch gerade für die Randzeiten Mitarbeiter, ebenso die Post. Bei uns gerade ein Bestattungsuntrnehmer, für Randzeiten jemanden, auf dessen Telefon er Ratsuchende leiten kann, wenn er nicht erreichbar ist.


    Du bist immer noch meilenweit von der Realität auf dem Arbeitsmarkt entfernt. Aber noch ein anderer Aspekt. Ich habe meine beiden Jungs allein aufgezogen und auch alleine finanziert bis zum Ende des Studiums. Er meinte, nicht arbeiten zu müssen, da er ja seiner Ehefrau den Haushalt führe. Ich hab das alles seinerzeit alleine gemanaged. Ganz ohne Jugendamt, das war seinerzeit noch nicht zuständig, es hat geklappt. Ich habe dann irgendwann den Taschengeldanspruch meines Ex gegen die Frau gepfändet. War zwar nicht viel, aber immerhin, das kam dann auf ein Sparbuch für die Kids, damit sie einfach auch was vom Vater hatten. Und beide meinten, das sei gut, dass ich das getan hätte. Der solle sich wenigstens einmal im Monat dran erinnern, dass er zwei Kids in die Welt gesetzt habe.


    Auch diese Aspekte sollten berücksichtigt werden. Oder meinst du, es sei ein gutes Gefühl für das beim Vater lebende Kind, dass die Mutte sagt, sie könne nicht für es sorgen, weil ja die zwei Kids des neuen Mannes da seien?


    Herzlichst


    TK

  • Und nochmal ich lebe auf dem Land hier ist das eben nicht die Ausnahme, wir haben hier hier nicht die beste Verbindung mit Öffentliche Verkehrsmitteln und eben das ist den Arbeitgebern hier sehr wohl gut bekannt.

    Ich habe gestern 5 Firmen angerufen (ohne die schriftlichen Bewerbungen),von denen ich bei einer gesagt bei kommen habe ich könne mich nächste Woche Donnerstag gerne persönlich Vorstellen,hab mir gleich einen Termin geben lassen.

    Ich MUSS monatlich 20 Bewerbungen schreiben,kannst Du mir sagen wie ich darauf kommen soll wenn nicht ins blaue hinein so viele Möglichkeiten habe ich eben nicht,

    Bei 3 Stellen der hier zu Verfügung stehenden Stellen müsste ich um sogar um 7 da sein der Bus dorthin fährt 11/2 Stunden um halb 6 morgens, ist der frühste der fährt

    ,nach meiner Rechnung eine halbe Stunde die ich zu spät komme jeden Tag und dann noch paar Minuten von der Haltestelle zum geschäft

    Das ist meine Realität ,

    Elektriker sucht hier Leute ,aber eben welche die den Beruf gelernt haben,hab ich nicht.

    Auch sind hier nicht jede Woche neue Stellen dabei,die ein oder andere stehen seit mindestens 3 Monaten immer wieder drin nur bin ich dafür nicht Qualifiziert.


    Und nochmal es geht hier nicht um die beiden Kinder meines jetzigen Mannes,das die dabei ausser Betracht bleiben weiss ich selbst.

    Sondern um die zwei für die mein ex auch keinen Unterhalt zahlt. Ich habe mit diesem Ex 3 Kinder, eine Tochter wohnt bei ihm die andere Tochter und der Sohn bei mir.Und er hat einen Job und durch seine Eltern eine Betreuung für unsere Tochter.

    Mir ist bewusst das ich für ihren Unterhalt aufkommen muss und ich mach was in meiner Macht steht dem Jugendamt zu zeigen das ich mich darum kümmer,aber ich kann mir eben keine jobangbote herzaubern.


    Ich habe gestern noch eine Anzeige aufgegeben das ich auf der suche nach einer stelle Putzhilfe bin um eventuell da irgendwas passendens zu finden,also bitte unterstellt mir nicht ich hätte die Falsche Einstellung oder so was.

    Nicht jeder hat das Glück in einer Gegend zu wohnen wo scheinbar die Arbeit auf den Bäumen wächst.

    Ich habe schon beim Bäcker im Ort Angefragt ,fehlanzeige.

    Kindergarten im Ort ,die Putzstelle da wird frei,aber erst in ca 6 Monaten und die wird dann erst ausgeschrieben,

    die meisten älteren Leute die hier Hilfe brauchen werden von Pflegediensten versorgt,da die auch Einkäufe erledigen und Arztbesuche mit den Leuten wahrnehmen.kann ich nicht,da kein Führerschein da ist oder soll ich die omis auf der Vespa (wenn ich eine hätte)zum Arzt fahren8)

    Im nächsten Altenheim sind sie im Moment voll besetzt in der Küche ,in der Pflege wird eine examierte Altenpflegerin gesucht (bin ich nicht) also fehlanzeige.

    Dann werden gesucht Elektriker bin ich nicht.

    Eine Fleischreiverkäuferin (bin ich )

    Ist aber eben einer der Stellen die ich mit dem Bus erst ne halbe Stunde später erreiche und das weil ich auf dem weg dahin 2 mal umsteigen muss.

    Also du siehst ich mache schon was geht,

    aber Busfahrzeiten und km kann ich nicht beeinflussen.

    Zwei privat Haushalte im nächsten Ort suchen jemand,die gucken sich aber auch noch andere Bewerber an.


    Ich suche nicht erst seit gestern eine Stelle sondern schon länger.Und bis jetzt war es eben für potentielle Arbeitgeber abschreckend das ich nicht mobil bin,

    da ich nicht Zack schnell zur Verfügung stehe sollte mal jemand Krank sein in der Firma und ich müsste einspringen ,da ich a: dann erst die Betreuung der Kinder kurzfristig gewährleisten muss,und

    b eben nicht mal eben schnell ins Auto springen kann um zu kommen,sondern an die Busfahrzeiten gebunden bin.

    Es ist eben nicht alles Gold was glänzt.


    Und wie gesagt wenn man richtig lesen würde,würde man eben wissen das es hier nicht um die 2 Kinder von meinem Ehemann geht.

    Es geht um die die ich aus der Beziehung vor meinem Mann habe 3 an der Zahl wie oben schon geschrieben. Von denen eben eins bei ihm lebt.


    Darf ich fragen wie alt deine Kinder waren als di alleine klar kommen müsstest und ob du anderweitig Hilfe hattest?


    Und als Tagesmutter arbeiten ist möglich,werd mich da beim Jugendamt ,erkundigen.War mir da einfach nie sicher ob es das bringt ohne Mobil zu sein,

    dieses fehlende Schein macht mich einfach sehr abhängig.


    Eine Bekannte wollte mich mal einstellen als Haushaltshilfe auch um die Kinder zum Kindergarten zu bringen usw.

    Aber dann hat sie eben einen Rückzieher gemacht,der Grund: sollte mal wirklich was sein mit den Kids im Kika hätte ich ja nicht mal die Möglichkeit schnell vor Ort zu sein weil ich eben keinen Führerschein habe.War ihr zu unsicher.


    Wenn man 4 Kinder hat die im Haushalt leben und keinen Führerschein hat ist es eben wirklich nicht so einfach,ich bin ja auch nicht die Einzige die hier in der Gegend eine Stelle sucht

    Und ganz ehrlich die meisten ziehen eben die Bewerber ohne Kinder oder die vor die Kinder haben die schon aus dem gröbsten raus sind.


    Wie gesagt ich lebe sehr voll in der Realität nur sieht die eben nicht so rosig aus wie die von anderen.

  • Hi,


    meine Kids waren jeweils 2 Monate, als ich wieder anfing mit der Arbeit. Hatte die Pause genutzt, um ein Netzwerk mit Müttern aufzubauen, das klappte. Und ich wohnte auch in einer kleinen Gemeinde. Damals gab es eben noch keine vom Jugendamt finanzierten Tagesmütter, mir wurde erklärt, ich könne ja mit der Arbeit aufhören.


    Ich hab schon weiter oben auf viele Möglichkeiten hingewiesen, die du offensichtlich gar nicht nutzen willst. Denn, um des Himmels willen, da könnte ja ein Job bei rauskommen. Du hast dir ein Leben eingerichtet, und da passt der Unterhalt für die Große nicht rein. Sehr, sehr traurig.


    Herzlichst


    TK

  • Nö, wie ich schon in einem anderen Faden schrieb. Es gibt vielleicht eine Pflicht, sich zu bewerben, aber es gibt keine Pflicht, Zuhause einen Internetanschluß und einen internetfähigen PC oder sonstige technische Geräte oder Mobilfunkverträge dafür vorzuhalten. Man fährt mit dem ÖVN zum Arbeitsamt, schreibt da seine Bewerbung an deren PC und stellt vorher einen Antrag auf Erstattung der Fahrtkosten. Keine Fahrtkosten, keine Bewerbung.

    Man muß sich auch mal klar in der Birne werden, daß die Auslegung von unterhaltsrechtlichen Grundsätzen in der richterlichen Praxis ad absurdum geführt werden. Würde ich hinterher in einem unterhaltsrechtlichen Verfahren 20 Bewerbungen aus einem Monat vorlege, so wie es verlangt war, dann heißt es doch wieder, das wäre Massenware und eine ernste Absicht auf Beschäftigung von mir bestand doch von vornherein gar nicht.

    Jeder anständige Bürger, der halbwegs begriffen hat, daß jede Wertschöpfung in diesem bürokratischem Monster verpufft, macht nur noch Dienst nach Vorschrift. Das ist die logische Konsequenz. Als richterlich eingetakteter Mindestvater verdiene ich daher auch nur noch das Mindeste.


    Solange die Sozialleistung UVG auch der bestverdienenden Chefärztin oder Richterin ohne jede Einkommensprüfung oder Bedürfigkeitsnachweis per kindeswohlautomatisierten Kinderbesitz zugeschustert wird, habe ich kein Mitleid mit der "Moral" der hiesigen Amtsrichter und Nomenklatur.

    Das Problem der Beschäftigungslosigkeit wird die Fragstellerin mal später wieder einholen, wenn sie ihre Regelaltersrente bekommt. Das wird dann kein großer Wurf. Da kann man nur wünschen, daß dann die Altersbezüge ihres Mannes für zwei ausreichen und der Wille der Kinder zur Unterstützung da ist. Ansonsten gibt es eben ein Leben in Altersarmut. Aber hier kann man sich vielleicht damit trösten, daß man in der fernen Zukunft in großer Gesellschaft sein wird.

  • Guten Morgen.


    Ich habe vor Jahren viele Dinge anders betrachtet, allerdings ohne Erfolg. Man hat einfach in dem "Hamsterrad" Familienrecht,Sozialrecht,Arbeitsrecht und Steuerrecht keine Chance auf Auswege.


    Vieles sind nun einmal die finanziellen Probleme. Bekomme ich "links" 5 € mehr werden diese wieder "rechts" abgezogen.


    Wir versuchen krampfhaft ein System zu erhalten was schon lange "Tot" ist.


    Wenn ich mir die Diskussionen wieder anhöre "wenn Väter mehr betreuen soll auch weniger Unterhalt gezahlt werden" dann weiß ich jetzt schon: Es wird nie Veränderungen geben. Man will es einfach nicht und außerdem muss ein Feindbild des nicht zahlenden aufrecht erhalten werden. Gegenargumente interessieren keine Behörde.....