Beiträge von timekeeper

    Hi,


    eine freundliche Begrüßung und Verabschiedung wär schon nett. Sind hier unsere Prinzipien, also der würdevolle Umgang miteinander. Danke dir!


    So, nun zu der Frage: wieweit der Selbstbehalt herabgesetzt werden kann. Das ist individuell verschieden, aber mindestens auf 890 €.


    Du hast die Kids nun mal in die Welt gesetzt. Jetzt musst du für sie sorgen.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    im Augenblick ändert sich gar nichts. Allerdings dauert so eine Ausbildung ja nicht ewig. Hinterher wird er für seine Kinder den laufenden Unterhalt zahlen müssen, eventuell auch noch zusätzlich Rückstände zurückzahlen. Der Selbstbehalt senkt sich nicht nur bei Heirat, sondern auch bei ständigem Zusammenleben. Die Taschengeldpfändung kommt dann in Betracht, wenn ein Titel existiert, und der Mann gar nicht arbeitet.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    nee, hoffnungsvoll stimmt mich das auch nicht.


    Ihr lebt offensichtlich auf großem Fuß. Das scheint zu funktionieren, wenn man eine wirtschaftliche Einheit hat, aber bei der Aufteilung in zwei wirtschaftliche Einheiten kann dieser Standart nicht eingehalten werden. Es fällt vieles doppelt an, die steuerliche Situation ist eine andere.


    Wenn ich mal so ganz grob überschlägig rechne, stehst du im Augenblick finanziell gut da. Nur, das wird nicht ewig so weiter gehen. Das musst du wissen.


    Ganz sicher wird irgendwann der Kassensturz kommen, und darauf musst du dich durch einen Plan vorbereiten. Da kann dir zunächst die Anwältin nicht helfen, du musst anfangen. Ich versuche mal, den Einstieg zu machen, und dann können wir ja vielleicht Schritt für Schritt voran gehen. Einverstanden?


    Erster Schritt: geh zur Arbeitsagentur. Es gibt Programme für Wiedereinsteiger mit Weiter- und Fortbildung. Mach dich schlau, überleg, was du machen kannst, was geht. Und nimm insoweit Hilfe in Anspruch.


    Weitere Schritte: finde Einsparungspotiential. Mir fallen da als erstes die Pferde auf. Warum habt ihr die? Professionell oder als Hobby? Hilf uns da weiter.


    So, und dann kommen wir zu deiner Lebensplanung für die Zukunft.


    Während des ersten Jahres der Trennung wirst du im Zweifel auf dem Level weiterleben können, da teile ich die Ansicht deiner Rechtsanwältin. Wahrscheinlich auch noch länger, angesichts der Dauer der Ehe. Nur, du musst jetzt anfangen, ein eigenes Konzept zu entwickeln. Das braucht Zeit. Fang damit an, und zwar sofort, und beantworte meine Fragen.


    Herzlichst


    TK

    Nadinchen, dann nähern wir uns mal der Sache.


    Ab Volljährigkeit sind beide Elternteile zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet, das Kindergeld geht voll in die Berechnung ein. Der Unterhaltsanspruch des Kindes ergibt sich dann aus den addierten bereinigten Netto-Einkommen der Eltern. Davon ist dann der Verdienst des Kindes in Abzug zu bringen, allerdings sind 90 € für ausbildungsbedingte Aufwendungen in Abzug zu bringen. So, dann ergibt sich nachfolgende Rechnung: Bedarf des Kindes - berücksichtigungsfähiges eigenes Einkommen - Kindergeld. Der Rest ist zwischen den Eltern zu quoteln, wegen des unterschiedlichen Verdienstes.


    Allerdings kann sich aufgrund der plötzlichen Einbeziehung des Einkommens des Elternteils, bei welchem das Kind lebt, ein höherer Anspruch ergeben, als er bisher war. Kommt selten vor, aber passiert. Da haben wir eine Deckelung nach oben, einen erhöhten Unterhaltsanspruch gibt es nicht. Und unter der Berücksichtigung des Kindergeldes ist eine Verringerung sicher, wenn nicht sogar eine Stellung auf 0.


    Existiert denn ein Titel, und geht der über die Volljährigkeit hinaus? Dann müsste an auch das mit einbeziehen.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    also unkraut, steck mal schleunigst die Geschlechterkeule wieder ein. Was ein Blödsinn.


    So, nun zur eigentlichen Frage. Die Scheidung wird sich so lange hinziehen, bis man entweder drei Jahre getrennt lebt oder aber sich nach einem Jahr der Trennung alles einvernehmlich hin bekommt. Davon seid ihr ja offensichtlich noch weit entfernt.


    Es ist schwer, hier eine Prognose abzugeben. Allerdings müsste für nachehelichen Unterhalt schon sehr genau dargelegt werden, dass sie wirklich diese Gehaltsminderung nicht zu vertreten hat. Da langen AUBs mit Sicherheit nicht. Das würde auf ein Sachverständigengutachten hinaus laufen. Teuer, ob sie sich das leisten kann? Für mich bleibt der Unterhalt während der Trennungszeit. Es ist insoweit ein weit verbreiteter Irrtum, dass Trennungsunterhalt bis zur Scheidung zu zahlen ist. Geh da mal von einem Jahr aus.


    So, jetzt kommt die Gegenrechnung. Du zahlst das Haus alleine ab? Sie ist ja wohl Miteigentümerin, auch Kreditnehmerin? Dann müsste sie sich hälftig an dem Abtrag beteiligen, auch an Versicherungen, Grundsteuer. Sie könnte allerdings für ihren Teil eine Nutzungsentschädigung verlangen. Mal in der Richtung spitz rechnen. Dann sieht man weiter.


    Herzlichst


    TK

    Morgen edy,


    wir haben gleichzeitig geschrieben.


    Das mit dem sehr guten Anwalt, das kann man knicken. Anwälte sind keine Zauberfeen, sie sind an Gesetze und höchstrichterliche Rechtsprechung gebunden. Und wie die Lage insoweit derzeit aussieht, das hab ich ja dargelegt. Wenn Geld allerdings keine Rolle spielt, man um des Streites willens zum ärgern aussichtslose Verfahren führen möchte, nur Mut! Da freuen sich dann die Konten von zwei Anwälten, der Spass dürfte dann kostentechnisch im 5-stelligen Bereich liegen. Und nicht im unteren Segment.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    wir hier können zwar helfen, allerdings nichts gegen Bockigkeit und Beratungsresistenz tun.


    1. Es ist einhellige Rechtsprechung, dass das Kind einen Anspruch auf einen Titel hat. Wenn er gefordert wird, dann ist er auszustellen. Vielleicht ist er bei den ersten Kindern nicht gefordert worden, keine Ahnung, aber bei deiner Haltung - ganz ehrlich - da würde ich auch auf einem Titel bestehen, denn den Eindruck von Zuverlässigkeit erweckst du so ganz und gar nicht. Es ist müßig über diesen Punkt zu diskutieren, das Kind hat einen Anspruch, und dem ist auf Aufforderung hin zu genügen, andernfalls kommt es zum Gerichtsverfahren und dann hängst du zusätzlich noch auf Gerichtskosten und Anwaltskosten der Gegenseite. Ist deine Entscheidung.


    2. Zum Betreuungsunterhalt: auch da gefestigte Rechtssprechung: bis drei Jahren muss die Mutter nicht arbeiten (oder der Vater, wenn das Kind da lebt). Damit wird dem erhöhten Bedürfnis des Kindes Rechnung getragen, in dieser so wichtigen Phase des Lebens Beständigkeit zu erleben. Es entspricht dem Kindeswohl. Hinzu kommt noch, dass erst ab drei Jahren Kita-Plätze flächendeckend zur Verfügung stehen, also eine Berufstätigkeit überhaupt flächendeckend möglich ist. Auch das ist einhellige Rechtsprechung. Dem wird sogar im Arbeitsrecht Rechnung getragen. Drei Jahre wird dem betreuendem Elternteil sein Arbeitsplatz frei gehalten.


    Stelle dich also auf Zahlungen bis zum dritten Geburtstag des Kindes ein. Das ist die Regel. Dann gibt es natürlich auch Ausnahmen, in denen länger zu zahlen ist, aber lassen wir die mal weg, würde dich ohnehin nur irritieren.


    3. Was heisst hier veruntreuen? Das ist mit Verlaub Blödsinn. Das hälftige Kindergeld (die andere Hälfte steht dir ja zu) geht in die Berechnung mit ein, also der ALG II Anspruch reduziert sich um den Betrag. Und es ist eine Steuerersparnis der Eltern, wenn verdient wird, steht also den Eltern zu. So, also die Mutter lässt das Kind verhungern, heizt das Zimmer nicht, lässt es im Treppenhaus schlafen, um sich Elektronik zu kaufen, oder wie soll ich mir das vorstellen? Es gibt eine Untersuchung des Familienministeriums, etwa 12 Jahre alt. Da wurde erfasst, was Kinder so kosten, man kam in der Altersstufe 1-6 auf knapp 400 € monatlich. Darin enthalten sind auch die verdeckten Kosten wie Warmmiete für ich glaube, es waren 10 qm Wohnung, Strom, Wasser, Klamotten u.s.w. Dürfte seitdem nicht preiswerter geworden sein. Kinder sind nun mal teuer, und sie werden nach meiner Erfahrung so im Teenager-Alter richtig teuer, wenn dann verstärkt Klassenfahrten dazu kommen, ich erinnere mich daran, dass eines meiner Kinder in einem Jahr durch drei Schuhgrößen gewachsen ist. Vergiß diese Idee einfach.


    So, ich hoffe mal, dass du jetzt nicht weitere unnötige Baustellen anlegst. Bitte mach dir noch eines klar. Kinder fallen nicht vom Himmel. Die einzige unbefleckte Empfängnis hatten wir vor ca. 2020 Jahren. Du hast die Existenz des Kindes genauso zu vertreten wie die Kindsmutter.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    Die Steuerklasse ist bei beiden immer ab dem Jahr nach der Trennung zu ändern. Hat nichts mit dem Zeitpunkt der Scheidung zu tun. Du müsstest also schon seit Januar 2020 eine andere Steuerklasse haben. Und die Frau auch.


    Hinsichtlich der steuerlichen Berücksichtigung der Unterhaltszahlungen, da hilft dir dein Anwalt weiter. Da gibt es verschiedene Modelle, wie man da was ruckeln kann. Das weiß dein Anwalt aber.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    hab ich mir auch gedacht. Nur, man muss es ab und zu mal erklären. Hinzu kommt noch, dass ich zunehmend die Tendenz entdecke, dass auf so Anwaltsseiten streitige Positionen als unstreitig dargestellt werden, wortgewaltig und überzeugend. So unter dem Motto, wenn der Ex anderer Ansicht sei, dann müsse man halt klagen und man helfe gerne.


    Diese Entwicklung macht mich nicht unbedingt glücklich.


    Herzlichst


    TK

    Schleichwerbung und Nützlichkeit müssen sich nicht ausschließen. Zumal ja auch in der von dir verlinkten Seite einiges zumindest angreifbar war. Wir haben uns hier entschieden, uns nicht als Reklamegäule mißbrauchen zu lassen. Es gibt ganz Foren, die mal gut waren, die eben über so etwas völlig verkommen sind.


    Wir sind hier sehr versteckt. Jeder, der uns findet, dem traue ich zu, auch andere Seiten zu finden und sich dort einzulesen.


    Bitte hab Verständnis für unsere Haltung.


    Herzlichst


    TK

    frase, der Mann ist Polizist, die haben eigentlich eine recht gute juristische Grundausbildung genossen. Dazu kann man eine solide Erstberatung für ein paar hundert Euronen bekommen, ist mit Sicherheit seriöser und preiswerter als ein im Prinzip überflüssiger notarieller Vertrag. Insbesondere, wenn in dem Vertrag wie hier Sachen drinnen stehen sollen, die keiner Regelung bedürfen oder aber auch woanders gratis gemacht werden. Auf all das hatte ich schon vor einigen Monaten hingewiesen.


    Hoffen wir, dass er zumindest jetzt die Vorgehensweise, wie ich oben vorgeschlagen habe, akzeptiert.


    Herzlichst


    TK

    Frase,


    wenn man sich so unsicher in allem ist, dann sind schon wegen des eigenen Wohlergehens zwei Anwälte angesagt. Wir haben aber doch mal wieder den Fall, ich formuliere mal salopp, dass die Heirat nicht teuer genug sein kann, die Scheidung nicht billig genug, und koste es im Nachhinein, was es wolle.


    Man kann doch in so Fällen schlicht und ergreifend einfach die "nackte" Scheidung durch einen Anwalt anhängig machen lassen, nur das wird dann Gegenstand des Gerichtsverfahrens und gut ist. Hausratsaufteilung, die macht man einfach, dann ist das erledigt, Kindesunterhalt kann man gratis beim Jugendamt erledigen, Zugewinn kann man sich auch nach der Scheidung noch einigen und gut ist.


    Ehrlich, ich verstehe das Gezuchte hier nicht.


    Herzlichst


    TK