Beiträge von timekeeper

    Hi,


    sie wird mit Sicherheit niemanden rein lassen, warum auch. Das ist doch nicht der richtige Weg. Du kannst das Haus nicht allein verkaufen. Das könnte sogar richtig Ärger geben, einfach weil niemand so etwas hinnehmen muss, auch deine Frau nicht. Du könntest allenfalls deine Haushälfte inserieren. Und wer kauft sich schon in so eine Immobilie ein?


    Kein guter Gedanke. Bringt nur Ärger und verhärtet die Fronten.


    Deinen Krempel kannst du nach Voranmeldung aus der Garage holen, aber nur nach Terminabstimmung. Sieh erst einmal zu, dass du Nutzungsentschädigung bekommst, dann zahlt sie wenigstens mit ab, wenn auch indirekt. Und kündige ihr das Betreiben der Auseinandersetzungsversteigerung an. Das wäre was sinnvolles. Oder, Alternative: du schließt den Vertrag mit ihr ab, nimmst die Anzahlung, lässt dir für den offenen Vertrag eine Hypothek auf ihren Teil eintragen. Wenn sie dann nicht zahlt, kündigst du das Darlehen und gehst in die Zwangsversteigerung. Im Gegensatz zur Auseinandersetzungsversteigerung wärst du dann auch alle Hausschulden los.


    Du hast drei Jahre rumgeeiert. Und hast vor, weiter rum zu eiern. So wird das nichts.


    Herzlichst


    TK

    Morgen frase,


    Hausgutachten sind teuer. Und wenn die Kredite im Außenverhältnis nur auf ihn laufen, dann würde er ja weiterhin die Kredite alleine abzahlen, wahrscheinlich durch die Zahlung von ihr nicht einmal gedeckt sein, das ist doch keine Lösung. Wäre nur dann zu empfehlen, wenn sich Kreditzahlungen und Nutzungsentschädigung in etwa decken und sie zusätzlich die Nebenkosten übernimmt. Das wäre dann eine (vorübergehende) Regelung, die akzeptabel ist.


    Ansonsten bleibt die Auseinandersetzungsversteigerung. Im Unterschied zur klassischen Versteigerung übernimmt da der Erwerber ja auch alle im Grundbuch eingetragenen Verpflichtungen. Da bekommt er zwar dann etwas weniger als im freihändigen Verkauf, aber wahrscheinlich immer noch besser als das Angebot der Frau, die ihn ja auf 1/5 des Wertes reduzieren will. Oder, andere Alternative: er geht auf das Angebot der Frau ein, lässt sich aber für den vollen Betrag, den sie ja irgendwann irgendwie irgendwo zahlen will, eine Hypothek eintragen. Dann kann man eben auch in die klassische Zwangsversteigerung gehen, die dann schuldbefreiend sein dürfte.


    Und, nur weil umgezogen wird, meine Güte, fallen die Kinder doch nicht ins Nichts. Das ist ein üblicher Vorgang, welcher bei jedem Kind vorkommen kann, schon, wenn sich die Eltern beruflich verändern (müssen).


    Der Fragesteller muss alle Optionen sauber durchrechnen. Dann sollte ihm seine Entscheidung leicht fallen, denn Zahlen haben schon eine gewisse Überzeugungskraft.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    die erste Frage ist, ob die Frau mit im Grundbuch steht. Wenn ja, dann heißt das Zauberwort "Auseinandersetzungsversteigerung."


    Wenn das Haus nur dir gehört, kannst du jetzt erst einmal Nutzungsentschädigung verlangen, vergleichbar der Miete. Und dann eben auch klagen. Auf Räumung, Zuweisung zur alleinigen Nutzung, oder es auch so veräußern, wobei die Situation sich auf den Kaufpreis niederschlagen würde.


    Als Einstieg, wie sieht das Grundbuch aus?


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    wenn man in Deutschland nach türkischem Recht geschieden wird, kann man zusätzlich einen Antrag auf Durchführung des VA stellen.


    Aber hier leben doch beide in Deutschland. So, dass sich die Frage gar nicht stellt.


    Für alle Fälle gibt es ja noch die Durchführung des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs, der kurz vor der Verrentung durchgeführt wird. Und es gibt die Option, auch schon im Rahmen des Versorgungsausgleichs in dem Scheidungsverfahren, einen finanziellen/schuldrechtlichen Ausgleich durchzuführen.


    Herzlichst


    TK

    Morgen frase,


    die Scheidung ist in Deutschland anhängig. Das ergibt sich aus der anderen Anfrage. Und der Versorgungsausgleich wird hier nun mal zwingend durchgeführt. Das ist die Regel. Beide arbeiten offensichtlich in Deutschland, es gibt keinen Grund, von der Regel abzuweichen.


    LG


    TK

    Hi,


    du meinst über der Grenze von drei Jahren, also ist der Versorgungsausgleich durchzuführen. Selbst wenn ihr eine notarielle Vereinbarung treffen würdet über den Ausschluss desselben, müsste diese Vereinbarung vom Scheidungsgericht genehmigt werden. Das Gericht muss also zwingend über den VA entscheiden, ob ihr ablehnt oder zustimmt.


    Herzlichst


    TK

    Dir auch einen schönen Abend.


    Mediation macht dann Sinn, wenn die Eltern unsicher sind, nicht genau wissen, wie man eben den Umgang managed. Aber wenn eine Seite wie hier alles besser weiß, dann muss man abwarten, was er draus macht. Und gegebenenfalls sieht man sich vor Gericht wieder.


    Ich denke mal, du bist auf dem richtigen Weg.


    Herzlichst


    TK

    Hi frase,


    die Beistandsschaft hilft hier nicht viel weiter. Da geht es ja allenfalls um Feststellung der Vaterschaft, um Unterhalt. Er will sein (vermeintliches) Recht. Ums Kind scheint es da doch gar nicht zu gehen. Und wenn eine solche Haltung da ist, dann hilft ja auch die Mediation nicht. Da helfen als Einstieg nur feste Regeln, die Ausweitung des Umgangs und dann muss man eben weiter schauen.


    Nur, das was sich der glückliche Vater derzeit vorstellt, das macht kein Gericht mit. Und das ist auch gut so.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    nein, sehe ich nicht. Es geht nicht primär um die Staatsbürgerschaft von Kind oder von dir. Wir haben viele Fälle, in denen selbst Deutsche, bei denen die Kinder leben, kein Kindergeld bekommen. Und nochmals, selbst wenn sie es bekäme, würde es mit ALG II aufgerechnet, der Betrag, den sie erhält, der bleibt identisch. Halt nur aus zwei verschiedenen Töpfen, also von zwei Ämtern.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    die Kindsmutter ist offensichtlich noch im laufenden Asylverfahren. Solange besteht kein Anspruch auf Kindergeld. Ich vermute mal, dass sie ALG II Empfängerin ist, richtig? Wenn dem so ist, dann ist es ohnehin einerlei, ob sie Kindergeld bekommt, einfach weil das Kindergeld mit den ALG II Bezügen verrechnet wird. Also, mit Kindergeld weniger ALG II, ohne Kindergeld mehr ALG II.


    Noch ein Hinweis: aus der Vokabel "Kindergeld" könnte man zwar schließen, dass dieses Geld den Kindern zugute kommen soll. Dem ist aber nicht so. Es ist vielmehr eine Steuerersparnis für die Eltern. Und deshalb bekommen ALG II Empfänger, unabhängig von Asylverfahren, also auch Deutsche, das Kindergeld eben nicht zusätzlich.


    Herzlichst


    TK