Beiträge von timekeeper

    Hi,


    es ist eine andere Kultur, das muss man einfach wissen. Nur diese allgemeinen Angaben, die du hier machst, sind nicht substantiiert genug, um hier eine einigermaßen tragähige seriöse Prognose zu geben. Willst du in Deutschland einem Elternteil das Kind absprechen, weil es in einem Braunkohlegebiet lebt?


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    das ist eine Einzelfallentscheidung, die wir hier nicht voraussagen können. Wenn die Hauptbezugsperson die Frau ist, dann kann es durchaus sein, dass sie das Kind auch in Korea aufziehen darf, warum nicht? Wenn das Kind allerdings älter ist, dann kommen noch andere Komponenten dazu, wie etwa die völlig andere Kultur in Korea, das komplizierte umgewöhnen. Wenn allerdings die Frau auch arbeiten würde, beide gleichermaßen geeignet wären, das Kind aufzuziehen, dann sähe es wahrscheinlich anders aus.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    wir kennen den Pflegevertrag nicht. Wir können auch nicht abschätzen, ob eine Erhöhung des Pflegegrades angebracht ist. Schwierig ist es immer, wenn mal was durch Pflegekräfte, mal in Eigenregie. Denn, wenn da die Zähne mal so gepflegt werden, mal so, die Pflegestelle muss doch ständig das Personal bereit halten. Kann ja sein, dass Mutter und Tochter mal nicht können.


    Aber, einfach mal schauen, wie der Vertrag ausgestaltet ist. Das wäre mein Einstieg.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    vor Familiengericht besteht Anwaltszwang, das ist definitiv falsch. Das hattest du behauptet. Und glaub mir mal, ich bin seit ca. 40 Jahren immer mal wieder in Familienrechtsverfahren involviert. Die Masse ohne Anwälte auf einer Seite. Glaubst du wirklich, dass alle Gerichte, meine Wenigkeit, Jugendämter, Sozialämter, einfach alle über Jahrzehnte irren?


    Herzlichst


    TK

    Folgesachen sind die, die im Zusammenhang mit einer Ehescheidung entstehen. Nicht aber davon unabhängige Angelegenheiten. Die Masse der Verfahren vorm Familiengericht sind aber keine Folgesachen im Sinne des Gesetzes. Ich hatte schon auf die Gewaltschutzregelungen hingewiesen (nicht nur Ehepartner können gewalttätig werden), keine Folgesachen sind auch die Verfahren, die nach Rechtskraft der Scheidung angestrengt werden, etwa Sorgerechtsverfahren, Umgangsverfahren, oder wenn Dritte ein Umgangsrecht begehren, Unterhaltsfragen, Betreuungsfragen, u.s.w.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    du kannst nicht lesen. Es geht in der genannten Bestimmung im wesentlichen um Ehesachen. Und beim Familiengericht werden wesentlich mehr Sachen verhandelt als nur Ehesachen. Auch ganz fremde Rechtskreise wie etwa Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz, aber eben auch Fälle wie Umgangsrecht, Sorgerecht, die alten Vormundschaftssachen, Betreuungsrecht u.s.w.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    da gibt es nicht nur die ZPO, das formelle Recht ist viel weiter gefasst. Gibt es insbesondere auch im öffentlichen Bereich. Aber es gibt auch viele Regelungen in anderen Gesetzen. Und es gibt durchaus relativ aussichtslose Verfahren, die man durch richtige Anwendung des formellen Rechts noch reißen kann, und relativ sichere Verfahren, materiell rechtlich gesehen, können verbaselt werden wegen fehlender Kenntnis des formellen Rechts.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    ob gebührentechnisch für die Anwältin mehr rausspringt, wenn sie einen eigenen Scheidungsantrag stellt, das kann ich im Augenblick nicht abschätzen. Fakt ist, dass durch Bestellung bei Gericht ein neuer Gebührentatbestand erfüllt ist. Ob ein eigener Antrag auf Ehescheidung zur Ehöhung der Gebühren führt, das wage ich zu bezweifeln.


    So, nun zu den anderen Fragen. Ja, die Anwältin ist dazu da, alles zu regeln. Und wenn sie etwas nicht alleine kann, dann muss sie dich fragen. Du musst dich weder um Fristen, noch um sonstwas kümmern. Nö, das Gericht überprüft nicht, ob du deine Anwältin bezahlt hast. Das ist eine Sache zwischen euch. Es kann allerdings sein, dass Gerichtsgebühren für den selbständigen Scheidungsantrag anfallen, dazu fehlen mir hier die Infos. Nur, wenn der Noch-Gatte die Gerichtsgebühren bezahlt hat, dann ist doch alles im Lot.


    Herzlichst


    TK

    Hi, herzlich willkommen im Forum.


    Leider kann ich keinen Grund finden, eine eigenen Scheidungsantrag zu stellen. Der Antrag ist anhängig, so dass eigentlich eine Zustimmung die richtige Vorgehensweise gewesen wäre. Mit den eigenen Anträgen für Unterhaltszahlungen. Der Versorgungsausgleich wird doch ohnehin von Amts wegen durch das Gericht durchgeführt.


    Ich denk noch mal drüber nach, aber diese Konstellation erschließt sich mir beim besten Willen nicht.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    die Auskunft, dass ihr für die Tochter finanziell unterstützen müsst, die ist definitiv falsch. Ergibt sich aus dem SGB II. Ab Schwangerschaft bildet die werdende Mutter eine eigene Bedarfsgemeinschaft. Das bedeutet, dass die Eltern der werdenden Mutter nicht mehr für ihre Tochter finanziell aufkommen müssen. Diese Regelung war eine politische Entscheidung, man wollte vermeiden, dass Eltern werdende Mütter zur Abtreibung zwingen. Und, wenn ihr Unterhalt für die Tochter zahlen würdet, dann würde der ja auf ALG II angerechnet werden.


    Was bekommt die Tochter? Ich gehe davon aus, dass sie sich vom Kindsvater trennt. Denn sonst würde sie ja nicht in eine eigene Wohnung ziehen. Sie bekommt für sich und das Kind ca. 800 € + Warmmiete + Mehraufwand + Erstausstattung für das Kind + Zuschuß zur Erstausstattung der Wohnung + Krankenkassenkosten. Dazu kommt Mehraufwand, etwa während der Zeit des Stillens. In dieser Berechnung ist das Kindergeld enthalten. Meine Güte, davon kann man doch leben.


    Die weitere gute Nachricht bei dieser Konstellation: die Tochter ist dann alleinerziehend. Das bedeutet, sie bekommt für euer Enkelkind Unterhaltsvorschuß, den sich die Kasse dann von dem glücklichen Vater zurückholen wird, sofern die Voraussetzungen da sind. Das muss euch aber nicht interessieren.


    Ich stehe vor so Fällen immer etwas ratlos. Da haben die jungen Menschen bis zur Pille danach alle Möglichkeiten der Verhütung, von denen wir seinerzeit nur träumen konnten. Sie sind aufgeklärt, und dann sowas. Muss doch heute nicht sein. Wisst ihr, woran es liegt? Häufig ist die Schwangerschaft in so Fällen eine Flucht vor irgend was. Unglücklich in Schule oder Ausbildung, unglücklich zu Hause, mit dem Lover, was weiss ich. Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass das Kind nicht für diese Zwecke instrumentalisiert wurde.


    Und nochmals - keine Ausbildung, die läuft, kein Geld.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    ich habe schon vor 44 Jahren nicht das traditionelle Rollenbild gelebt. Wie du darauf kommst, dass ich das lebe oder verteidige, das ist schlicht und ergreifend schleierhaft. Es geht bei Kleinkindern schlicht und ergreifend darum, wer die Hauptbezugsperson bisher war, also ums Kindeswohl Und nicht darum, wer von den Elternteilen wie sich selbst verwirklichen will, wer das Kind mehr sehen will. Man kann ja auch von vornherein entscheiden, dass der Vater zu Hause bleibt, oder dass Fremdbetreuung in Betracht kommt. Nur Weichen, die die Eltern einvernehmlich bei der Geburt stellen, die können nun mal nicht wegen grenzenloser Selbstverwirklichung eines Elternteils nach einer Trennung rückgängig gemacht werden.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    herzlich willkommen im Forum.


    Nun zu deiner Frage: Faustregel ist, dass Eltern für ihre volljährigen Kinder nur dann zahlen müssen, wenn sie sich in einer Ausbildung befinden. Wird diese unterbrochen, so sind die Eltern nicht mehr zur Zahlung verpflichtet. Zumindest nicht für die Zeit der Unterbrechung. Da ist dann mal der glückliche Vater in der Pflicht. Also, Elternzeit muss anders organisiert werden, finanziell, aber nicht von euch. Evt. kommt dann ALG II in Betracht. Elterngeld bekommt sie auch, ihr könnt euch insoweit entspannt zurück lehnen.


    Es könnte allerdings das Problem aufkommen, dass ihr zwar nicht für die Tochter, sondern für das Enkelkind aufkommen müsst. Da sind allerdings auch die Hürden sehr hoch. Deshalb die Frage: wovon wollen die Eltern das Kind ernähren?


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    in Ergänzung zu edy: der erste Schritt ist die Bereinigung des Netto-Einkommens. Du findest genug Beispiele für die Bereinigung (berufsbedingte Aufwändungen, zusätzliche Altersversorgung, das sind so die größten Posten), die ziehst du ab, achtung, zuvor sind Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Steuererstattungen hinzuzurechnen auf das Jahresgehalt, dann durch 12 zu dividieren, dann zu bereinigen.


    So, dann geht erst einmal der Kindesunterhalt ab, nach der Düsseldorfer Tabelle. ES kann sein, wenn du nur ein Kind hast, dass du eine Gruppe hochgestuft wirst, muss aber nicht sein. Deshalb ist es aus taktischen Gründen immer sinnvoll, da nicht rumzuzicken.


    Du bist der Mutter zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet, die Höhe wird aber erst nach dem Kindesunterhalt berechnet. Und ihr eigenes Einkommen kommt in Anrechnung, das bitte nicht vergessen.


    Nun zum Haus. Im Außenverhältnis, also im Verhältnis zur Bank. Da haftet ihr beide gesamtschuldnerisch, das bedeutet, dass die Bank letztlich entscheiden kann, von wem sie ihre Rate holt. Davon ausgehend, dass ihr auch beide Eigentümer des Hauses seid, gestaltet sich das im Innenverhältnis wie folgt: Du schuldest deiner Frau Nutzungsentschädigung für ihren Anteil des Hauses. Sie schuldet dir umgekehrt die Hälfte der monatlichen Rate. Hier ist letztlich zu verhandeln, wie man das gebacken bekommt.


    Nur eines muss dir klar sein. Unterhalt soll die sozial Schwächeren absichern. Er kann nicht reduziert werden, um sich selbst Eigentum aufzubauen.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    es ist immer schwierig, aus einem einzelnen Zitat heraus den Zusammenhang zu verstehen, und dann das eine Zitat auch noch richtig auf andere Verfahren zu übertragen.


    Deshalb hier nur eine sehr allgemeine Antwort. Das Wort "empfehlen" ist letztlich eine höfliche Umschreibung für "überprüft euren Krempel regelmäßig, ihr wisst, dass wesentliche Veränderungen Auswirkungen auf die Unterhaltsverpflichtungen haben können." Die einzige Frage ist, wie weit die Überprüfung und Korrektur zurückgehen kann. Und da greifen zwei Elemente rein: einmal, ist die Veränderung dauerhaft so wesentlich, dass man mit einer Neufestsetzung rechnen musste, und dann eben noch, für wie lange da rückwirkend Ansprüche durchgesetzt werden können.


    Jeder fehlerhafte Verwaltungsakt kann im übrigen korrigiert werden, auch hier wieder die Frage für wie lange, ob es um Rückforderungen geht oder um Korrektur der Ansprüche. Also wieder Einzelfallbetrachtung.


    Die letzte Entscheidung die hier zitiert wurde, die hat ja nun einen ganz anderen Fall. Das ist wirklich ein Fall des Vertrauensschutzes. Wenn die öffentliche Hand schon mal korrigiert hat, dann soll sich der Bürger drauf verlassen können, dass diese Berechnung richtig ist.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    willkommen im Forum.


    Deine Angaben sind etwas knapp. Wass passiert, ob du trotzdem geschieden wirst, das können wir hier nicht abschätzen. Grundsätzlich ist gesetzlich festgelegt, dass eine einvernehmliche Scheidung nach einem Jahr der Trennung möglich ist, eine streitige nach drei Jahren. Allerdings kann der Richter auch nach einem Jahr schon auch eine streitige Scheidung durchziehen. Das kommt auf den Einzelfall an.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    wie das dann aussehen wird, das können wir nicht abschätzen, im Augenblick zumindest nicht, einfach weil man nicht weiss, wie dann die Wohnsituation ist, was ihm zuzumuten ist, ob er eine Vergütung bekommt, wie hoch die sein wird, wie zu bereinigen ist, Ob ein BaföG Anspruch besteht, wie hoch der ist.


    Herzlichst


    TK

    Hi,


    herzlich willkommen im Forum.


    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der Sohn volljährig und geht keiner Ausbildung nach. Damit sind weder der Vater noch die Mutter zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet. Der Sohn muss sich um seine Angelegenheiten selbst kümmern. Die Zahlen, die du hier eingestellt hast, die betreffen Kinder, die sich in einer Ausbildung befinden und diese Ausbildung nicht von zu Hause aus durchziehen können.


    Herzlichst


    TK