Beiträge von thz2906

    Hallo,


    der Unterhalt für das Kind aus erster Ehe ist einfach ein Kostenfaktor in der neuen Familie, der, wie alles übrige auch, aus dem Familieneinkommen zu bestreiten ist. Zu dem Familieneinkommen gehört der Unterhalt des ersten Ehepartners (so wie die übrigen Einkommen der Eltern in der neuen Familie, Kindergeld, sonstige Einnahmen). Wenn die Einnahmequelle wegfällt, warum auch immer, ist sie eben nicht da.


    UHV gibt es nur für Alleinerziehende. Der Grund liegt darin, dass viele Alleinerziehende keiner oder nur geringfügig einer Arbeit nachgehen können, weil sie das Kind betüdeln müssen. Wenn es einen Partner gibt, kann man sich Geldverdienen und Kind betüdeln wieder teilen und der UHV ist nicht mehr nötig.


    So sehe ich das.

    Lieber Markus,

    ich stecke prinzipiell in ähnlicher Situation, wenn auch bei Weitem nicht so dramatisch.


    Tatsache ist, dass Du eine Frau für Dich gewählt hast, die ein Kind mitbringt, das hast Du von Anfang an gewusst. Nun fällt der leibliche Vater als Ernährer aus, also bleiben die Kosten allein an der Mutter hängen. Ob der Ausfall gerechtfertigt ist, wird an anderer Stelle entschieden, dafür sind wir als Laien halt nicht kompetent, da können wir uns allenfalls eine Meinung bilden, die aber juristisch nicht relevant ist.


    Sieh es doch einfach so: Du liebst diese Frau, und auch dieses Kind, jedenfalls hoffe ich das, um Eurer Familie Willen. Also stehe zu den beiden und trage oder teile Dir mit der Mutter die Kosten (soweit das finanziell möglich ist), und tu es aus Liebe zu den beiden und Deiner neuen Familie einfach gern. Und vergiss den Alten. Du schenkst es nicht ihm, sondern Deinen beiden Liebsten.


    Mit der Einstellung kann man dann damit leben.

    Ich gehe davon aus, dass das "nicht so gemeint" war. Trotzdem geht sowas nicht. Mit Humor hat das nichts mehr zu tun.


    Zitat

    Ansonsten schätze ich die Beiträge von timekeeper durchaus. Pragmatisch, klar und auf das Thema fokussiert.


    Dem stimme ich zu. Ansonsten habe ich auch keinerlei Probleme mit TK, im Gegenteil.

    Tach,


    manchmal liegt es auch nur an der Betonung, und da helfen Satzzeichen rein gar nichts: "Autofahrer sollen Fußgänger umfahren."


    Wer sich mit solchen Spitzfindigkeiten beschäftigen will, sollte vielleicht eher ein Rechtschreibforum betreiben.


    Dessen ungeachtet ist es ein Unding, dass hier jemandem, der einräumt, sich möglicherweise vergiften zu sollen, empfohlen wird, es auch zu tun, damit die Nachkommen Waisenrente bekommen. Soviel zum Thema "respektvoller Umgang mit einander". Da könnt Ihr auf Eure bescheuerte Begrüßerei in jedem Beitrag auch verzichten.


    Ey.

    Hallo TK,


    bei allem Respekt, aber das geht so gar nicht: es gibt Menschen mit Rechtschreibschwächen, weil sie nicht die gleichen Bildungschancen hatten wie andere, oder sie haben Legasthenie. Für beides können sie meist nichts. Hat auch nichts mit diesem Forum zu tun. Und --- was viel schlimmer ist --- jemandem, der sich in Not geraten sieht, auch noch zu empfehlen, sich selbst zu töten, damit die Kinder eine Halbwaisenrente bekommen, verbietet sich absolut und ausnahmslos von selbst. Sowas ist kein Scherz. *kopfschüttel*

    Hallo TK,
    dann formuliere ich wie folgt um: "Das ist doch ein steuerlicher Ausgleich für die Belastung durch diese Kinder bestimmt." Jedenfalls sicher nicht dazu, um Unterhalt für andere zu leisten. Es zählt ja auch nicht zum Einkommen, und Unterhalt wird m.W. aus dem Einkommen bestritten.

    Hallo, guten Morgen und danke für die Antwort!


    Ich gehe davon aus, dass das dann das Minimalgehalt wäre, aber noch hat er ja anscheinend Probezeit. Laut seiner Aussage kommen dann im Laufe der Zeit dann aber noch Überstunden und Schicht- und Wochenendzulagen dazu.


    Vermutlich wäre der neue Titel dann entweder über Gehalt minus Eigenbehalt von 890 Euro minus 5% arbeitsbedingte Kosten bzw. Wegegeld. Das ist natürlich weniger als die Titel über 105%, die wir haben. Aber, wie gesagt, was nützen die, wenn sie sowieso nicht vollstreckbar sind, weil da nichts zu holen ist. Deswegen meine Frage: wieviel würde da denn da im Zweifelsfall herauskommen, wenn man in die Vollstreckung ginge und was wären die weiteren Konsequenzen?


    Danke vorab für Eure Mühe!

    Und noch eine Frage: wenn der KV neue Titel berechnen ließe, so heißt es, es würde das Einkommen der letzten 12 Monate herangezogen. Das wäre natürlich Blödsinn. Es muss ja auf das neue Gehalt abheben. Geht das?

    Hallo,


    eine Frage noch: gesetzt den Fall, man würde in die Vollstreckung der vorliegenden Titel gehen, was wären da die Konsequenzen für den KV? Vollsteckungskosten, Schufa-Eintrag, Gehaltspfändung (bis zu welcher Höhe)? Ich kenne mich mit sowas überhaupt nicht aus ...


    Danke nochmals für Eure Unterstützung und Informationen!

    Danke, Borussia! Da liegt der Fall dann doch noch etwas anders als bei uns. Da ist anscheinend der KV während der Scheidung von sich aus zu seiner Freundin gezogen und wollte dann den erhöhten Fahraufwand auch noch den Kindern anlasten. Das geht natürlich nicht, aber das war bei uns nicht so. Scheidet also aus. Da bleibt bei uns allenfalls noch die Verhältnismäßigkeit der Fahrtkosten zum Nettoeinkommen.


    Danke, Timekeeper! Das ist der Spagat zwischen dem wir uns bewegen. Wenn Du mit Mindestunterhalt die DDT 100% meinst, dann ist das wohl illusorisch. Ich wäre schon froh, wenn er Netto minus 5% minus 890 Eigenbehalt zahlt. Wenn wir jetzt noch die Hälfte Fahrtkosten ansetzt, dann kommen wir ungefähr auf den Betrag, den er zahlt. Die Zahlungsverpflichtung aus dem Titel bleibt jedoch, bis er einen neuen beibringt. Wir haben es bisher so gemacht, dass ich aufgeschrieben habe, wieviel jeden Monat fehlt, und er hat es dann später wieder nachgezahlt. Vielleicht gehen wir weiter so vor.


    Ich habe mal spaßeshalber ausgerechnet (oder Excel rechnen lassen), wieviel man ungefähr verdienen muss, um den Mindestunterhalt überhaupt leisten zu können (ausgehend von 2 Kindern 12-18 Jahre, KV Steuerklasse 1). Ich hänge es hier an.

    Hallo Timekeeper,


    ich freue mich über Deine Antwort und Dein Interesse!


    Okay, das wusste ich soweit erstmal nicht. Hätte mich interessiert, was in dem Dokument steht, um vergleichen zu können. Aber Du hast natürlich recht: in solchen Fällen muss jeder Richter individuell entscheiden. Wobei ich hoffe, einen Prozess vermeiden zu können. Nur, als Argumentationshilfe wäre der Inhalt allenfalls möglicherweise nicht schlecht gewesen. Aber egal.


    Der Kindsvater zahlt aktuell 57% des austitulierten Betrags. Er wurde arbeitslos und hat in seiner Branche keinen Job gefunden (obwohl wenn ich in dieser Branche und unserer Gegend nach Jobs googele oder die Jobdatenbanken befrage, finde ich da durchaus welche -- die Lage am Arbeitsmarkt ist ja aktuell nicht schlecht. Weiss der Fuchs, warum er nichts findet). Jetzt ist er Quereinsteiger mit einer "Schnellausbildung" in einem völlig fremden Bereich.


    Genügt das? Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, man weiß ja nie ...

    Guten Morgen,


    hat jemand Zugriff hierauf: KG FamFR 2013,463 und kann mir sagen, mit welcher Begründung die Anrechnung der Fahrtkosten in dem Fall zurückwiesen worden ist? Vielleicht kann ich daraus ableiten, ob der Fall auch bei uns passt.


    Danke im Voraus!

    Hallo, liebe Forenmitglieder,


    wir haben hier folgendes Problem:


    Nachdem der unterhaltspflichtige KV zu seiner Freundin aufs Land hinausgezogen ist, will er das Wegegeld von/zur Arbeit bei Unterhaltsrechnung mindernd einbringen, immerhin ca. 260 Euro im Monat. Hingegen akzeptiert er nicht, dass sein Selbstbehalt nunmehr 890 und nicht 1080 Euro beträgt. Hat er damit recht? Ich hoffe und nehme mal an: nein.


    Zudem hat er zwischenzeitlich den Job gewechselt und nunmehr weit weniger Einkommen, so dass die alten Titel ohnehin praktisch nicht mehr vollstreckbar sind, ohne ihn in den Ruin zu treiben und wir am Ende gar keinen Unterhalt mehr bekommen. Er ist nicht grundsätzlich zahlungsunwillig und wir sind sicher auch nicht gierig, aber das was er bereit ist zu zahlen ist eben weit zu wenig, und mit der o.g. Argumentation meiner Meinung nach auch nicht vertretbar.


    Was meint Ihr dazu? Habt Ihr einen Tipp, wie wir mit der Situation am besten umgehen können?


    Herzlichen Dank im Voraus!

    Hallo und guten Morgen,


    es mag sein, dass Deine Meinung richtig ist. Die Mutter ist offenbar anderer Auffassung. Vermutlich haben beide Ansichten ihre Berechtigung. Wenn man sich nicht einigen kann, dann muss man halt vor Gericht ziehen und darauf hoffen, dass die Richterin/der Richter ein Urteil fällt, das dem Kindeswohl am nächsten kommt.


    Ein Gesetz, das in der Lebensgestaltung Vorschriften macht, gibt es wohl kaum. Da muss jeder Einzelfall entschieden werden.


    Alles Gute.

    Hallo,


    das stimmt sicherlich, vielleicht ist eine direkte Befragung da kaum zielführend. Sogar bei Kindern im Pubertätsalter bekommt man da nicht immer eindeutige, verwertbare Aussagen, sogar da schwanken die Neigungen halt oft. Aber wir haben beispielsweise zwei Kleinkinder im Haushalt, da käme ich nicht auf die Idee, sie im Trennungsfall zu mir (als Vater) nehmen zu wollen, weil ich weiß, dass sie ohne die Mama nicht klar kämen. Und das meinte ich eigentlich. Es geht ums Kindeswohl und nicht um die Bequemlichkeit oder den finanziellen Vorteil der Eltern.