Beiträge von frase

    Es kommt darauf an, ob du nach dem Gesetz noch zum Unterhalt verpflichtet wärst.

    Sollte dein dann Ex-Mann auf Sozialhilfe angewiesen sein, könnte ein Anspruch entstehen, wenn du über dem SB liegst.

    Der Fall wird so vermutlich nicht eintreten, denn bei einer Scheidung wird ja auch der Versorgungsausgleich durchgeführt.


    Gruß


    frase

    Hallo,


    selbst wenn man geschieden ist und der Ex in Not gerät, also zum Pflegefall wird und diesen nicht selber finanzieren kann, wird geprüft, ob es Forderungsansprüche gibt.

    Vorher muss natürlich das vorhandene verwertbare Vermögen eingesetzt werden.


    Gruß frase

    Das Problem ist, dass diese Sachverständigen meist einen niedrigeren Wert zertifizieren,

    Genau, ein "Gefälligkeitsgutachten" geht in die Gegenrichtung.


    Es verfolgt ja jeder seine Interessen und bei Uneinigkeit entscheidet eben ein Gericht.

    Damit steigen die Kosten für alle Parteien. Man sollte sich also möglichst einigen.


    Gruß frase

    Hallo Anne,


    natürlich kann ein Makler ein Gutachten erstellen, für den Streitwert würde es aber nur sinnvoll sein, wenn beide Ehepartner das Gutachten gemeinsam beauftragt haben und das Ergebnis auch anerkennen.

    Teile das deinem Ex mit und sucht gemeinsam einen unabhängigen, möglichst DEKRA zertifizierten Sachverständigen, der ein gerichtsfestes Gutachten erstellt, teilt ich die Kosten und dann sieht man weiter.


    Gruß frase

    Hallo sad,


    es ist doch ganz normal, das die erworbenen Rentenanwartschaften aus der Ehezeit aufgeteilt werden.

    Hier bist du nun mal die Übertragende, in anderen Fällen sind oft "Hausfrauen" die "Profiteure".


    Gruß frase

    sollte meine zukünftige eingereichte Klage die Rechtshängigkeit an einem deutschen Gericht übertragen. Was meint Ihr dazu?

    Ich glaube nicht, das du fast zeitgleich auch eine Scheidungsklage einrechen kannst, zumal du ja schon von der Scheidungsklage deines Ex-Mannes Kenntnis hast und diese dem Gericht in der Schweiz vorliegt

    Das die Zustellung in Marokko erfolgen soll ist doch ganz logisch, du schreibst ja selber das du dort wohnst.

    Ob es daher Sinn macht, die Zustellung nach Deutschland zu veranlassen, weil hier der Hauptwohnsitz ist, keine Ahnung.

    Was den Versorgungsausgleich angeht, der sollte auch in der Schweiz realisierbar sein.

    Ich würde mir schnellstens einen Profi für solche Scheidungssachen suchen.


    Gruß


    frase

    Hallo Atrimo,


    wie ein Familiengericht entscheidet, das können wir ja nicht wissen.

    Wenn deine Anwältin schon die Richtung vorgab und deine Ex das aber nicht mitmacht, ist es also strittig.

    Ein Anspruch auf Unterhalt vom Ex-Partner besteht nur, wenn der betreuende Elternteil wegen konkreter Umstände nicht in vollem Umfang arbeiten kann.

    Die Mutter muss das also nachweisen und begründen, warum Sie nicht in Vollzeit arbeiten kann.

    Die Behauptung alleine, sollte nicht reichen.

    Du darfst aber auch nicht einfach den Umkehrschluss ziehen, weil du es kannst, müsste Sie es auch können.

    Bei Kindern über 3 Jahre wird es erheblich schwerer für die Mutter den Nachweis zu erbringen.

    Hier müssten schon fehlende Betreuungsmöglichkeiten oder ein besonderer Betreuungsbedarf nachgewiesen werden.


    Gruß frase


    Hallo,


    natürlich fließt bei der Berechnung auch im Wechselmodell ihr Einkommen mit ein und hat somit erheblichen Einfluss auf ihren Betreuungsunterhaltsanspruch. Es kommt also auf dein und ihr bereinigtes Netto an, dann kannst du mal ne Prognose rechnen lassen.

    Schau dir auch mal §1570 BGB dazu an.

    Wie war denn die Betreuung bisher in der Ehe geregelt?


    Gruß


    frase

    Und bei der Thesaurierung ist die sofortige Reinvestition kein Einkommen im Sinne von § 16 SGB IV oder was willst du damit sagen?

    In der Praxis merkt man die Besteuerung der therausierenden deutschen Fonds ja nicht, denn die Fondsgesellschaft führt die Abgeltungssteuer direkt an das Finanzamt ab.

    Nur wenn du dir da was zurückholen willst, wird es spannend.

    Daher muss ich dir schon zustimmen, es handelt sich um Einkommen.

    Das wird dann zum Problem, wenn es in Summe der Einkünfte die Grenze überschreitet.

    Wie sich das in der Praxis auswirkt?

    Eine ganz dumme Kiste, denn du musst ja vollumfänglich und ehrliche Auskunft erteilen, wenn die Grenze überschritten ist.


    Gruß


    frase

    "Nicht unbedingt", da hast du vollkommen Recht.

    Da dieses Thema aber sehr komplex ist, nur der Hinweis, das es schon Sinn machen kann, die Anlage KAP zu nutzen.

    Alleine, wer Depots an verschiedenen Banken führt, oder auch ausländische Depots (hier ist es glaube sogar Pflicht) hat, kann nur so Gewinne und Verlusste gegenrechnen lassen.

    dass "Wiederanlage" kein Einkommen im Sinne des § 16 SGB IV ist ?

    Hier habe ich bewusst den Begriff der Wiederanlage in Anführungszeichen gesetzt.

    Denn eine Thesaurierung ist nicht mit der Wiederanlage zu verwechseln.

    Bei der Thesaurierung kommt es nicht zur Auschüttung an den Anleger, es wird sofort in die gleiche Anlage reinvestiert.

    Bei der klassischen Ausschüttung wird der (Geld)Wert dem Anleger gutgeschieben, er kann nun erneut investieren.

    Hier würde ich auch von einem Einkommen sprechen.


    Bei Aktien bieten immer mehr Unternehmen die script Dividende an, die den Gewinn (Dividende) nicht in bar, sondern mit weiteren Aktien auskehren.

    Der Anleger hat aber dabei eine Wahlmöglichkeit, nutzt er diese nicht wird immer bar ausgeschüttet, hier handelt es sich zweifellos um Einkommen.


    Gruß


    frase

    Hallo Roger,


    seit 2009 unterliegen Kapitalerträge der Abgeltungssteuer.

    Tauchen also in der EStE auf, wenn der Freibetrag überschritten wurde.

    Wir haben hier schonmal über das Problem der Thesaurieung solcher Ertrage diskutiert.

    Ergebnis war dann die mehrheitliche Meinung, das diese "Wiederanlage" kein Einkommen darstellt.

    Realisierte Kursgewinne werden nach dem Zuflussprinzip beurteilt.

    Prüft der SHT dann jährlich mein Einkommen, da diese Einkünfte stark schwanken?

    Nur, wenn du sehr dicht an der Grenze liegst und der SHT auch Kenntnis davon bekommt.

    der sog. Wohnvorteil bei einer selbst genutzten Immobilie als Einkommensart unbekannt

    Wird erst dann problematisch, wenn du über der Grenze liegst.

    was ist gar mit nicht realisierten Kursgewinnen etwa am Jahresende?

    Nicht realisiert ist auch nicht vorhanden, also kein Einkommen.


    Meine persönliche Planung lag immer auf dem Ziel, neben dem regelmäßigen Einkommen, die weiteren Zuflüsse (Gewinne aus VuV oder Gewerbebetrieb, Kapitalerträge, steuerlich relevante Veräußeungen) so zu steuern, das ich die Grenze nicht überschreite.


    Gruß


    frase