Umgangsboykott und eine 100% kontraproduktive Kindsmutter - jemand mit ähnlichen Erfahrungen?

      Umgangsboykott und eine 100% kontraproduktive Kindsmutter - jemand mit ähnlichen Erfahrungen?

      Hallo liebe Papas und Mamas im Forum,

      ich suche Eltern, die in einer ähnlich schwierigen Situation waren und mir von ihren Erfahrungen beim Familiengericht berichten können.

      Mein Fall mal grob in Stichworten:

      - ca. 10 Jahre Ehe
      - 3 Kinder im Alter von 4-10 Jahren
      - nach jahrelangem Streit nun von meiner Seite vor einem halben Jahr die endgültige Trennung ausgesprochen
      - ich wollte eine gütliche Trennung und die Dinge sachlich regeln und weiterhin für meine Kinder da sein
      - in den ersten Wochen nach der Trennung schlug mir meine Ex-Frau sogar noch vor, dass 2 der Kinder bei mir bleiben könnten
      - als sie aber merkte, dass es mir ernst ist mit der Trennung, wechselte ihre Ansage drastisch nach "dann siehst du die Kinder erst wieder vor Gericht" und zog mit den Kindern zurück an ihren Geburtsort 100km entfernt
      - Vermittlung beim Jugendamt ist gescheitert, Ex-Frau legte Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Sachbearbeiterin ein
      - Sehe meine Kinder nur 1 Stunde alle 2 Wochen beim betreuten Umgang
      - Ex-Frau stellte nun bei Gericht Antrag auf alleiniges Sorgerecht und hat für 2 Kinder gegen meinen Willen Pflegegeldanträge gestellt wegen psychischer Störungen
      - Verfahrensbeistand sagt "allein die aktuelle Situation, in der die Kinder stecken, wäre schon Ursache genug für Verhaltensauffälligkeiten bei den Kindern. Aber Ihre Ex-Frau will unbedingt, dass die Kinder psychologisch diagnostiziert werden, im Zuge ihres Pflegegeldantrags"
      - Bei Gericht reicht meine Ex-Frau Bilder ein, die unser ältestes Kind gemalt haben soll, auf dem Papa als böse und verantwortungslos dargestellt wird.
      - Das ganze zieht sich schon über ein halbes Jahr mit Umgangsboykott und immer noch kein Gerichtstermin in Sicht. Und wo das Ganze hinführen soll, ist mir noch völlig unklar. Mir sagen nur alle Beteiligten, ich verhalte mich genau richtig. Sachlich, ruhig, vernünftig und im Sinne der Kinder.



      Gibt es unter euch jemand, der schon Mal in einer ähnlichen Situation war und mir von seinen Erfahrungen berichten kann? Mein Anwalt sagt, normalerweise entzieht kein Richter einem Elternteil das Sorgerecht im Trennungsjahr...andererseits sagt das Jugendamt "so einen Fall einer derart unkooperativen Mutter haben wir sehr selten"......

      Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von „papa48“ ()

      Hi,

      ich war zwar nicht in einer ähnlichen Situation, ich hätte mir umgekehrt eher gewünscht, dass der Vater sich mehr um die Kids gekümmert hätte.

      Jetzt zum Problem. Wir haben die Situation, dass du ganz viel miteinander vermengst, dadurch unendlich viele Nebenkriegsschauplätze eröffnet, was nicht zur Übersichtlichkeit des Verfahrens beiträgt und die Verfahrensdauer verlängert.

      Du bist anwaltlich vertreten, und das ist auch gut. Der Anwalt kennt sein Gericht, weiss, auf was die Richter wert legen u.s.w. Nur, mach dir eines klar. Recht ist keine statistische Größe. Was normalerweise ein Gericht macht, das interessiert nicht. Es interessiert der Einzelfall, und nur der. Das Jugendamt hat ohnehin keine juristischen Funktionen, ob da noch eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht wird oder nicht, das ist einerlei. Vermittlungsversuch ist gescheitert.

      So, jetzt zum nächsten Problem. Pflegegeld. Das geht dich doch gar nichts an. Wenn die Voraussetzungen da sind, wird die Mutter es bekommen, wenn nicht, dann nicht. Was hast du damit zu tun?

      Ich würde mich darauf konzentrieren, einen geregelten unbegleiteten Umgang zu erstreiten. Und, es geht nicht um Trennungsjahr oder den nachehelichen Zeitraum. Es geht einfach darum, was dem Kindeswohl entspricht. Wir reden hier nicht primär von einem Elternrecht, sondern von einem Kindesrecht.

      Herzlichst

      TK
      Danke für deine Antwort TK, das Vermengen fand aber nicht von meiner Seite statt. Meine Ansage war von Beginn an 100% klar:

      - Finanziell wird es meiner Ex-Frau und den Kindern an nichts fehlen (und tut es auch nicht)
      - Ich möchte die Kinder regelmäßig sehen, an ihrem Leben teilhaben, sie regelmäßig zu mir holen (was ja auch eine Entlastung für die Kindsmutter ist)

      Nur hat sie von dem Moment an, wo klar war "ich meine es mit der Trennung ernst und will nicht mehr zurück in die kaputte Ehe" folgende Richtlinien festgelegt

      - Der Vater sieht seine Kinder nur noch und ausschließlich unter betreutem Umgang (das hat sie bei Gericht eingereicht und behauptet darin, es sei grundsätzlich unverantwortlich, mir die Kinder anzuvertrauen, daher dürfe ich meine Kinder von nun an nur noch unter betreutem Umgang stundenweise sehen und es sei nicht absehbar, wann sie einem normalen Umgang zwischen Kind und Vater ohne Aufsicht zustimmen würde )
      - Die Kinder sind (jetzt nach der Trennung) psychisch gestört und deshalb muss dem Vater das Sorgerecht entzogen werden, da er die jetzt plötzlich von der Mutter gefahrene Diagnose-Schiene nicht mitfahren möchte und eher die Meinung vertritt, die Kinder leiden vor allem unter der aktuellen Situation und dem plötzlichen Entzug ihres Vaters / komplettem Wechsel der häuslichen Umgebung und benötigen eher Unterstützung und positiven Zuspruch als eine offizielle Diagnose, dass sie geistig behindert sind. Zudem darf der Vater nicht anwesend sein bei der Untersuchung des medizinischen Dienstes, ihm wird Hausverbot erteilt, obwohl er immer noch mit ihr gemeinsam das Sorgerecht hat.


      Ich wehre mich deshalb gegen das Pflegegeld-Thema weil es alles grade unter dem Motto "unsere Kinder sind jetzt auf einmal alle geistig behindert" abläuft, Zitat aus dem Antrag"die Kinder weisen alle massive Behinderungen auf". Vor der Trennung war 0.0 die Rede von Pflegegeld oder "massiven Behinderungen". Und sowohl das Jugendamt, der betreute Umgang als auch der Verfahrensbeistand bestätigen, dass bei Kindern in dieser Situation solche Verhaltensauffälligkeiten und dass sich Kinder mal in sich zurückziehen normal ist und diese offensive Diagnose-Schiene, die meine Ex-Frau aktuell fährt, nicht wirklich förderlich ist. Zitat vom betreuten Umgang "Sie können bei Kindern in schwierigen psychischen Situationen nicht unterscheiden, ist das Kind grade psychisch belastet oder hat es ADHS oder hat es gar autistische Symptome. Daher bin ich bei so kleinen Kindern überhaupt kein Freund dieser psychiatrischen Diagnostik".
      Der Verfahrensbeistand hat hingegen vorgeschlagen, einen "Erziehungsbeistand" zu beantragen, also ein Sozialpädagoge, der wie eine Art "Social Worker" für die Kinder da wäre und vor allem mit dem ältesten Kind sprechen und arbeiten würde, um ihm psychischen Druck zu nehmen. Ich habe dem zugestimmt. Meine Ex-Frau hingegen hat es abgelehnt. Sie will keine Hilfe, sie will eine Diagnose und einen erfolgreichen Pflegegeldantrag und letzten Endes schriftlich verbrieft haben, dass unsere Kinder jetzt offiziell geistig behindert sind.Und dagegen wehre ich mich, ja. Weil ich der Meinung bin, 1. haben die Kinder schon genug unter der Situation zu leiden und sollen nicht noch von Arzt zu Arzt geschleift werden wenn es nicht unbedingt sein muss und 2. weiss ich, dass meine Kinder nicht "massiv behindert" sind, sondern dass meine Ex-Frau ihnen sprichwörtlich diesen Stempel aufdrücken will. Ich habe jeden Tag mit meinen Kindern verbracht bis vor einem halben Jahr, ich kenne den Gesundheitszustand meiner Kinder. Und eine geistige Behinderung entwickelt sich nicht innerhalb von einem halben Jahr plötzlich.

      Man kann ein Kind immer so und so betrachten. Wenn ein Kind in der Schule Probleme hat, kann man entweder sagen "OK Kind, ich unterstütze dich in dieser schwierigen Situation, die wir grade haben" oder man sagt dem Kind "du bist Asperger Autist, du bist geistig gestört" - sie macht letzteres, und das hat mir mein ältestes Kind beim Umgang auch erzählt. Die Mama erteilt eigens erstellte Diagnosen und erzählt unseren Kindern, welche psychischen Störungen sie hätten - aufgrund von Internetrecherchen und ohne je ein professionelles Urteil gehört zu haben.

      Und die Mama erzählt den Kindern Dinge wie "der Papa will dich nicht mehr" oder "der Papa sucht sich jetzt eine neue Familie" usw.....was unser ältestes Kind auch in massive Loyalitätskonflikte stürzt. Der Verfahrensbeistand erzählte vom Hausbesuch, unser ältestes Kind hätte sehr große Probleme, weil es jeden Tag von Mama / Opa / Oma nur hört "Papa ist böse, Papa ist Schuld an allem, Papa will dich nicht mehr". Im Haushalt meiner Ex-Frau stehen sogar noch Familienfotos für alle sichtbar auf den Schränken, aus denen mein Gesicht herausgerissen wurde. Um den Kindern schön zu demonstrieren "euer Vater ist weg - herausgerissen". Alles direkt berichtet vom Hausbesuch des Verfahrensbeistandes.


      Also obwohl ich für die Kinder da sein will, bekomme ich Hausverbot, Umgang wird mir verwehrt und meine Kinder werden nachweislich gegen mich manipuliert und instrumentalisiert.

      Und das Problem ist, dass sie das alles zusammen mit in den "dem Vater muss das Sorgerecht entzogen werden" Topf wirft.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „papa48“ ()

      Das allerbeste, und weshalb auch die Behörden diese Anträge nicht 100% ernst nehmen können, ist folgendes: Ihre Begründung, warum ich mich gegen die psychiatrische Diagnostik meiner Kinder wehren würde, wäre folgender Grund: ich sei selbst Asperger Autist. Und ich hätte am Ende nur Angst davor, bestätigt zu bekommen, dass ich selbst eine psychische Störung hätte.

      Also: von heut auf Morgen (nach der Trennung) weisen unsere Kinder alle "massive Behinderungen" der Psyche auf und ich bin jetzt auch Asperger Autist. Und nur deshalb würde ich mich dagegen wehren, dass unsere Kinder diese Diagnosen erhalten.

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