Streit wegen Kinderbetreuung zu Corona-Zeiten (und auch so)

  • Hallo zusammen,


    ich lebe getrennt und betreue meine drei Kinder jeden Mi von 15.30 bis Do 8 Uhr und jedes zweite Wochenende von Fr 17 Uhr bis Mo 8 Uhr.


    Schulferien teilen wir uns zur Hälfte.


    Sonstige schulfreie Tage (Lehrerfortbildung, bewegliche Feiertage) übernehme ich zu einem Drittel.


    Insgesamt decke ich schätzungsweise knapp 40 Prozent der Zeiten ab. Mehr schaffe ich nicht, da ich einen 40-Std.-Job und auch nur 30 Tage Urlaub im Jahr habe. Unterhalt zahle ich zu 100 Prozent.


    Meiner Exfrau (arbeitet selbstständig) reicht das nicht. Sie möchte, dass ich die sonstigen schulfreien Tage zur Hälfte abdecke. Das ist sehr nervig, weil sie unglaublich penetrant sein kann. Gerade zu Coronazeiten haben wir gerade sehr viel Stress deswegen miteinander. Sie bezieht sich auf irgendwelche rechtliche Vorgaben, wonach ich dazu verpflichtet bin, 50 Prozent der sonstigen schulfreien Tage zu übernehmen. Dazu konnte ich aber bislang nichts finden. In meinen Augen ist das auch Quatsch, da ich einen Arbeitsvertrag unterschrieben habe und nicht beliebig frei nehmen kann.


    Wie schätzt ihr das ein?

  • Hallo LL,



    Sie bezieht sich auf irgendwelche rechtliche Vorgaben, wonach ich dazu verpflichtet bin, 50 Prozent der sonstigen schulfreien Tage zu übernehmen.

    kann man das irgendwo nachlesen.


    I.d.R. wird darum gestritten die Kinder so oft wie möglich zu bekommen, da gibt es


    verschiedene Empfehlungen.


    Aber eine Verpflichtung die Kinder zu 50% zu übernehmen,gibt es nicht.


    edy

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  • Hallo LL,


    Wenn du 100% Unterhalt zahlst,würde ich dich eher als Umgangs-Elternteil bezeichnen.


    Beim Wechselmodell müssen die Eltern sich Regeln aufstellen, und daran halten.


    Es werden nur wenige Gerichte ein Wechselmodell per Beschluss aussprechen.


    Auch die jeweiligen Unterhaltszahlungen müssen geregelt werden.


    edy

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  • Hi,


    ein Wechselmodell liegt dann vor, wenn die Kids hälftig bei jedem Elternteil wohnen, also 14 Tage bei dem einem Elternteil, dann für 14 Tage Umzug zum anderen Elternteil u.s.w.


    Ansonsten gibt es so viele Modelle, wie es Eltern gibt. Bei eurem Modell hab ich das Gefühl, dass es für die Kinder doch recht unruhig ist. Verkraften die denn diesen ständigen Wechsel gut? Und jetzt noch mehr Unruhe da rein bringen, ob das wirklich dem Kindeswohl entspricht?


    Nein, der rechtliche Anspruch, den deine Frau der geltend macht, der ist eine freie Erfindung von ihr. Frag sie doch mal auf den Punkt genau nach den Quellen. Denn wenn sie da so sicher ist, dann wird sie die ja zum Nachlesen durch dich benennen können, oder?


    Im übrigen gilt: derjenige, bei dem die Kids leben, die müssen auch für deren Betreuung sorgen. Es ist schön, wenn sich das andere Elternteil einbinden lässt. Aber ein Anspruch darauf besteht nicht.


    Herzlichst


    TK

  • In dem rechtlichen kann ich dir nicht so eine große Hilfe sein. DA kennen sich bestimmt andere besser aus. Aber vllcht im menschlichen: Wenn man das man wertneutral betrachtet, dann hast du einfach 10 Prozent weniger die Kinder. Punkt. Jetzt kommt das Argument des Vollzeitjobs etc. Alles verständlich etc. Trotzdem übernimmst halt tatsächlich nicht die Hälfte. Ganz objektiv gesehen muss ich ihr Recht geben. Mein Vorschlag: Kannst du ihr anbieten die Kinder vllcht 2 Wochenenden im Monat zu nehmen? oder zumindest einen Samstag oder so? Ich weiß, es ist sehr schwierig so ein Thema. Ich hoffe, dass ihr euch irgendwie einigen könnt.