Weil du mir gehörst

  • Hallo frase,


    Es muss endlich aus den Köpfen raus: "Kinder gehören immer zur Mutter".


    edy

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    z.B. "Hallo"
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  • Hi,


    gut der Hinweis auf den Film.


    Aber, dass hier bei den Gerichten typischerweise die Frauen/Mütter die Kinder zugesprochen bekommen, einfach weil sie Mütter sind, das stimmt doch einfach nicht. Entscheidend ist doch, wer bisher hauptsächlich die Sorge für die Kinder faktisch ausgeübt hat. Und das sind nun mal häufiger die Mütter als die Väter. Wobei an diesem Modell die Väter genauso beteiligt sind wie die Mütter. Ich sehe da ein beunruhigendes "roll-back" in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts und noch weiter in die Vergangenheit hinein.


    Wenn alle sich für das klassiche Familienmodell entscheiden, also Vater und Mutter, dann muss man sich nicht wundern, wenn dann die Kinder bei der Mutter bleiben. Wie soll es bei kleinen Kindern, etwa bis 10 anders funktionieren?


    Herzlichst


    TK

  • Hallo,


    Wenn alle sich für das klassiche Familienmodell entscheiden, also Vater und Mutter, dann muss man sich nicht wundern, wenn dann die Kinder bei der Mutter bleiben. Wie soll es bei kleinen Kindern, etwa bis 10 anders funktionieren?


    man muss man darüber nachdenken ob man das nicht ändern kann.


    Wechselmodell zum Beispiel (Vorausgesetzt beide Eltern wollen die Kinder,nach der Trennung).


    Durch das Wechselmodell sind die Kinder zu gleichen Teilen bei Mutter + Vater.


    Beide Eltern haben Zeit, sich ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.


    edy

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  • Hi,


    es war ja schon mal ganz anders, keine ahnung, woran die Rückentwicklung liegt. Wechselmodell - die meisten Kinder verkraften das ewige hin und her doch gar nicht. Und es funktioniert auch nur, wenn die Eltern ganz nahe beieinander leben, und es ist die teuerste Lösung, die es gibt. Der Ansatz ist doch die Erziehung der jungen Mädels, so dass die berufliche Lebensplanung nicht beim ersten Kind aufhört. Und da können gerade auch die Väter viel tun bei ihren Töchtern. Dann ändert sich vielleicht in der nächsten Generation was. Das würde ich mir wünschen.


    Herzlichst


    TK

  • Gestern geschaut. Vielen Dank edy . Nur mein Standpunkt bleibt derselben. Nimm den Film und dreh die Charaktere dann hast du ein Blick wie es bei uns z.Z. abläuft, nur das meine kleine 3 ist und sich selbst noch nicht äußert, aber eine Wesensveränderung ist für "mich" deutlich zu sehen. Leid tragend ist einzig und allein das Kind :-(

  • Hallo,


    Leid tragend ist einzig und allein das Kind

    ja, der Film wurde natürlich auch kritisiert, aber es wurde auch von Frauenrechtlerinnen gesagt "in Wirklichkeit gibt es so was gar nicht".oder Mütter haben ihre Gründe (die man verstehen sollte?).



    Natürlich wird Entfremdung von Müttern und Vätern vorgenommen (prozentual,vielleicht gleich) aber Absolut halt mehr von Müttern.


    edy

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  • Hi,


    wenn man mit Beratern spricht, die familientechnisch unterwegs sind, sei es Mediatoren, aber auch Psychologen, pro familia, caritas, dann kommt da immer ein Ergebnis raus, was mich früher überrascht hat, jetzt nicht mehr. Wir haben in dieser Problematik kein (!) Geschlechterproblem. Also nicht, Frauen entfremden öfters, Männer sind die Opfer, wovon ich mal ausgegangen war. Die Reaktionen von Frauen und Männern, sind da absolut gleich, inkl. aller Methoden, den Umgang zu stören. Auch die Argumente. Und wenn die einzige Methode, Terror zu machen, eben der Einfluß auf das Kind ist oder der Einfluß mit Kind, dann wird es eben getan. Sehr unerfreulich, aber kein Mutter/Vater Problem, sondern ein Mensch/Mensch Problem.


    Um da Ruhe rein zu bringen, ist für mich immer, als Einstieg quasi, ganz feste Regelungen, gerade beim Umgang einzuführen. Und da müssen dann die Eltern lernen, und zwar beide Elternteile, sich akribisch dran zu halten, nichts zu verschieben, gar nichts. Wenn das eine gewisse Zeit läuft, dann funktioniert es auch lockerer, oder aber, das Umgangselternteil verliert das Interesse, eben weil kein Instrument mehr da ist, das sich einsetzen lässt.


    Herzlichst


    TK

  • Mütter haben ihre Gründe?


    Das ist definitiv eine Ansicht die ich nicht teile. Egal was zwischen zwei Parteien wärend oder nach einer Partnerschaft/Trennung vorfällt, muss man abwägen inwiefern das Kind tatsächlich in diesen Konflikt gehört. Nehmen wir den einen Fall der Kindeswohlgefährdung dann ist das sicher ein Grund, aber keiner zur Entfremdung, da gibt es andere Wege. Selbst nachdem was ich meinem Mann alles vorwerfe, habe ich ihm seine Tochter zum Umgang gegeben, weil es mich betrifft und nicht die kleine. Und selbst jetzt wo er sie Instrumentalisiert, bin ich der Meinung das sie zwar wieder in meinen Haushalt zurück muss, worum ich kämpfe, aber das er dennoch ein recht darauf hat sein Kind zu sehen. Also lange Rede kurzer Sinn, solang keine Gefährdung im Raum steht, gibt es keinen Grund!


    Und ja du wirst recht haben, das passiert leider viel zu oft, sowohl von Vätern, als auch von Müttern und da spielt für mich keine Zahl eine Rolle, sondern das es überhaupt so ist.

    Ich selbst bin ein Trennungskind/Scheidungskind und meine Mutter hat mir meinen Vater "genommen"... also ich weiß wovon ich spreche.

  • Hi,


    die Geschlechterkeule ist immer die schwächste, die immer dann zur Anwendung kommt, wenn es keine sachlichen Gründe gibt. Es gibt in diesem Bereich kein Geschlechtsproblem, sondern ein menschliches. Das ist für mich immer der Einstieg in diese Problematik.


    Da gibt es das Elternteil, bei dem das Kind lebt, das empfindet den Kontakt als lästig und will abstrafen. Da gibt es das Umgangselternteil, das völlig undiszipliniert ist, kommen und gehen will, wann es will, in die Wohnung kommen will, u.s.w. Beides geht gar nicht. Das muss man einfach wissen. Deshalb erst einmal Ruhe rein bringen. Geordneter Umgang ist auch für das Kind wichtig, es kann sich dann drauf einstellen. Und wenn das läuft, dann kann man weitersehen. Umgang ist immer eine Regelung auf Zeit, das muss man auch wissen. Die Bedürfnisse des Kindes ändern sich, aber auch die der Eltern. So alle zwei bis drei Jahre sollte man gucken. Das ist auch ganz wichtig. Und bei älteren Kindern, da macht seltener und länger Sinn. Wir haben über 12 Wochen Schulferien im Jahr. Und die Kids sind vielleicht im Fußballverein, wo sie regelmäßig am Wochenende spielen. Da müssen dann andere Lösungen gefunden werden.


    Aber, der Einstieg in die Problematik ist für mich immer gleich. Erst einmal feste Regeln, damit alle Beteiligten lernen, damit umzugehen.


    Herzlichst


    TK

  • Hallo in die Runde,

    Erst einmal feste Regeln, damit alle Beteiligten lernen, damit umzugehen.

    Auch wenn ich dir hier zustimme, geht es genau um diese festen Regeln in dem geschilderten Fall.

    Die Mutter ist mit der Regelung nicht einverstanden, sieht sich als Verliererin.


    Wir können die geschilderten Umstände nur zur Kenntnis nehmen, wissen nicht, warum ein Familiengericht so entschieden hat.

    Mein persönlicher Eindruck ist, das die Mutter in erster Linie mal ihre eigenen Baustellen bearbeiten sollte.

    Es ist in einer psychischen labilen Lebenssituation äußerst problematisch an mehreren Fronten zu kämpfen.

    Das ist die "Munition" die durch die Gegenseite verwendet wird.

    Die Mutter hat diese Angriffspunkte leider selber geliefert, so wurde es geschildert.

    Also wäre es doch die beste Strategie, diese Angriffspunkte abzubauen.

    Es ist ein harter und langer Weg, Schuldzuweisungen sind hier nicht hilfreich.

    Ich selbst bin ein Trennungskind/Scheidungskind und meine Mutter hat mir meinen Vater "genommen"... also ich weiß wovon ich spreche.

    Über diese Aussage sollte man auch nochmal nachdenken.


    Gruß


    frase

  • Aber müssen Mütter autoamtisch ein schlechtes Gewissen haben und immer davon ausgehen, sie haben ihren Kindern den Vater "genommen"? Es geht nicht nur um die Vaterschaft allgemein. Es gibt auch eine Vorbildfunktion. Bei uns ist diese zB beim Vater nicht gegeben. Da ist die 15-jährige Tochter, die die Tischmanieren vom Vater eklig findet. Der 12-jährige Sohn, der überhaupt nicht verstehen kann, dass ein Mensch damit prahlt, nur ein Buch in seinem Leben gelesen zu haben, da ist eine 9-jährige, die sich bei mir beschwert, weil der Papa an den Wochenenden oft sagt "das macht die Mama nie mit euch" oder "das würdet ihr bei Mama nie bekommen". Kinder sind nicht blöd!

    Und nein, ich schere nicht alle Männer über einen Kamm. Ich kenne auch einige, die sind richtig klasse Väter, bleiben respektvoll, auch der geschiedenen Partnerin gegenüber! Und genau das ist so wichtig! Den Respekt wahren! Egal welche Seite!

  • Hallo Jaspis,


    bei diesem Thema geht es doch nicht um Väter oder Mütter, es geht um Elternteile,


    die bewusst oder auch unbewusst dem Kind den anderen Elternteil entfremden.



    Dieser "Entfremdung" muss man entgegenwirken, sei es durch Gesetze oder durch die Verpflichtung des Elternteiles


    an einer Beratung, oder auch durch Sanktionen.


    Was aus den Kindern wird, sieht man ja schon heute.



    edy

    Eine freundliche Begrüßung bei jedem Beitrag, ist eine Werschätzung gegenüber den Antwortgebern
    z.B. "Hallo"
    das ist ein Laienforum, die Antworten sind nicht rechtsverbindlich.

  • Ach edy, wenigstens du verstehst, was ich meine. Es geht um Elternteile, nicht um Väter oder Mütter. So einfach ist das. Und warum ein ungebildetes Elternteil ohne Eßmanieren irgendwelche Sanktionen erhalten sollte, das erschließt sich mir zumindest nicht. Hat ja die Frau auch nicht gestört, als sie mit ihm in die Kiste gehüppt ist. Fakt ist doch, dass man Erwachsene nicht umerziehen kann. Man kann sich nur entscheiden, dass etwas so störend ist, dass man eben die Beziehung beendet oder aber man akzeptiert das Benehmen und lebt damit. Und hinterher zu kommen und zu sagen, der man sei ungeeignet zum Verkehr mit den Kindern wegen mangelnder Tischmanieren, sorry, so geht das ja nun gar nicht.


    Herzlichst


    TK

  • Ich wollte noch etwas zum "Vater nehmen" schreiben. Nach meiner Erfahrung ist es für Kinder wesentlich stressiger, wenn sie ständig die Streitereien zwischen den Elternteilen mitbekommen, als wenn die Eltern getrennt leben, es diesen Streit nicht mehr gibt oder die Kinder ihn zumindest nicht mitbekommen. Und wenn beide Elternteile gelernt haben, sich an ganz feste Regeln zu halten, als Einstieg, dann wird sich das in der Regel nur positiv für das Kind entwickeln. Denn auch das Kind entwickelt doch ein Eigenleben, ganz ohne Mama und Papa. Und das geht heute früher los als zu unserer Zeit. Und, man kann mit dem Elternteil, mit dem man nicht zusammenlebt doch auch preiswert kommunizieren. Meinem ältesten Sohn musste ich telefontechnisch noch Grenzen setzen, Ferngespräche waren einfach zu teuer. Und ans www konnte man vielleicht denken, aber nur im Traum. Geht doch heute auch anders.


    Bitte auch nicht vergessen, wir haben 12 Wochen Schulferien im Jahr. Gerade bei älteren Kindern ist doch dann seltener und dafür richtig lang sinnvoll, was den Umgang angeht. Die Eltern heute haben unglaubliche Chancen, ich frag mich wirklich, warum die nicht richtig genutzt werden.


    Herzlichst


    TK